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Nachtrag zu “ICOC reagiert nicht auf Randy’s bedenkliche Predigt” 10. Mai 2008

Posted by sschweizer in Christentum, ICOC.
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Mein letzter Artikel über die fehlende (offizielle) Reaktion der ICOC auf Randys Predigt beim letzten Europäischen Leitertreffen der ICOC hat bei manchen offensichtlich folgende Fragen aufgeworfen:

  1. Warum mache ich mir so viele Gedanken um eine Gemeinde, der ich nicht mehr angehöre?
  2. Was genau halte ich bei Randys Predigt für bedenklich?

Aus diesem Grund möchte ich auf diese Punkte kurz hier antworten:

Zur ersten Frage:

Erstens fühle ich mich als Christ und Mitbruder verpflichtet auf Missbrauch in (mir bekannten) christlichen Gemeinden hinzuweisen. Auch wenn die ICOC nicht (mehr) “meine” Gemeinde ist. Entweder sind wir alle Brüder in Christus oder wir sind gleichgültig dem Wohlergehen des anderen gegenüber…

Zweitens geht es darum, klar auf für Glauben und psychische Gesundheit “gefährliche” Menschen hinzuweisen.
Wir hätten uns wahrscheinlich viel Leid ersparen können, wenn wir uns mehr “reingehängt” hätten, die Wahrheit zu erfahren, füreinander zu sorgen und Irrlehrer aus der Gemeinschaft auszuschließen.
Wenn wir das nicht lernen, kann so etwas immer wieder passieren…

Drittens hat sich meines Erachtens das Verhalten der ICOC gegenüber Leuten, die Missbrauch praktizieren nicht grundsätzlich geändert. Es wird zwar darüber gesprochen und diskutiert, es fehlen aber oft durchgreifende Maßnahmen (Ausnahme war der Ausschluss von Kip McKean, wofür die Gemeindeleiter jedoch viele Jahre benötigten und dies erst geschah als Kip anfing, die anderen ICOC-Gemeinden scharf zu kritisieren und Gemeindemitglieder abzuwerben).

Das ist für mich Konformismus, den ich ablehne. Und das ist einer der Hauptgründe warum Connie und ich die ICOC verlassen haben und bislang nicht wieder zurückgekehrt sind (auch wenn wir weiterhin freundschaftliche Beziehungen zu einigen der Gemeindemitglieder pflegen).

Zur zweiten Frage:

Hierzu möchte ich der Einfachheit halber die E-Mail wiedergeben, die ich am 20. Februar 2008 an die Leiter der ICOC-Gemeinden in München, Berlin und Zürich gesendet habe.

Alle drei Leiter haben mir übrigens auf meine E-Mail geantwortet. Zwei von Ihnen haben mir zudem ausdrücklich versichert, dass sie auch schockiert von Randys Predigt waren und dass mit ihm geredet wurde. Ansonsten ist aber leider offensichtlich nicht viel passiert…

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Betreff: Kommentar zum 5th European Leaders Meeting

Hallo (…),

ich bin gestern auf Eure Website mit den Predigten/Reden vom Europäischen Leitertreffen in Zürich gestoßen. Und da ich neugierig war, was bei Euch so vorangeht, habe ich in einige `reingehört.

Dass Ihr das Programm Eurer „European Bible School“ erweitern wollt finde ich gut und mutig.

Was ich an Eurer Stelle jedoch noch mit als Basisseminar aufnehmen würde, wäre das Thema „Der Glauben und das Leben der frühen Christen“.

Damit beschäftige ich mich seit einiger Zeit recht intensiv und es inspiriert mich unglaublich. Die Schriften von Männern wie z.B. Tertullian, Laktanz, Origenes und Chrysostomus sind ein wahrer Schatz, der einen immer tiefer in Gottes Wahrheiten leitet und einen herausfordert, das eigene Leben neu auszurichten. Diese Christen hatten ein unglaublich gutes Bibel- und Gottesverständnis und man lernt immens viel. Vor allem sind ihre Schriften meiner Ansicht nach ein guter Schutz gegen Irrlehren verschiedenster Art.

Zurück zu den Predigten des diesjährigen Europäischen Leitertreffens der Internationalen Gemeinden Christi:

Ehrlich gesagt hat mich die Predigt/Rede von Randy McKean geschockt. Man bekommt den Eindruck, dass er in den letzten Jahren überhaupt nichts gelernt hat. Er wirkt selbstfokussiert und selbstmitleidig. Warum er z.B. erwähnen muss, dass er in seiner jetzigen Stelle als Evangelist nur noch 60% seines vorherigen Einkommens verdient ist mir rätselhaft. Früher hatte man Propheten überhaupt nicht anerkannt, wenn sie Geld annahmen. Ich verstehe natürlich, dass er Familie hat und dass er jetzt sicherlich recht kärglich leben muss, aber es kommt so rüber als wenn er dies nicht „verdient“ hätte.

Interessant war auch seine Bemerkung, dass er den Vollzeitdienst und Boston nie verlassen wollte, er aber praktisch herausgeschmissen wurde. Und dass sich danach (nach 27 Jahren Vollzeitdienst) niemand bei ihm gemeldet hätte. Da er da sicherlich nicht der Einzige war, der so was erlebt hatte, hätte er sich da mal nicht fragen sollen, ob in dieser Gemeinde vielleicht irgend etwas nicht stimmt? Oder vielleicht auch etwas mit ihm nicht?

Offensichtlich ist im bis heute nicht klar, warum man ihm damals nicht mehr als Leiter haben wollte.

Ich habe nichts persönlich gegen Randy und mir geht es auch nicht darum ihn schlecht zu machen. Aber an ihm kann man m.E. deutlich sehen wo es bei vielen (ehem.) Leitern in den Internationalen Gemeinden Christ mangelt.

Sie verstehen nicht wer oder was die wirkliche Ursache des Kollaps in der ICOC waren. Sie fühlen sich lediglich schlecht behandelt und unverstanden. Sie sehen nicht was sie selbst (mit) angerichtet und selbst (mit) zu verantworten haben.

Selbst Gordon versteht da Vieles noch nicht, wenn man nach seiner Sonntagspredigt geht. Für ihn heißt immer noch, die ICOC verlassen, Gott verlassen (das mag in Einzelfällen stimmen, aber sicherlich nicht generell). Für ihn ist immer noch im Kampf zu stehen, in der ICOC bleiben, auch wenn es geistlich ungesund sein mag bzw. wichtige Veränderungen nicht durchgeführt werden. Er kennt keine Alternative zur ICOC. Für ihn und für einige andere ist die ICOC immer noch gleichbedeutend mit dem Reich Gottes.

Und dabei gibt es Alternativen. Nicht unbedingt in Form von organisierten Gemeinden, aber in Form von kleineren Gemeinschaften oder Einzelpersonen. Ich für mein Teil lebe lieber in einer weniger „perfekten“ Gemeinde und kann in ihr dafür nach meine persönlichen Überzeugungen leben, ohne Kompromisse machen zu müssen.

Randy sagt in der Vorrede zu seiner Predigt wie sehr er „fallen in love“ mit Europa sei. Ich frage mich nur, warum es ihm dann nicht möglich gewesen sein konnte in der Zeit als er nicht mehr vollzeitlich für die Gemeinde arbeitete, sich um die europäischen Gemeinden zu kümmern. Ich zumindest habe von seiner „Liebe“ zu den deutschen Gemeinden nicht viel mitbekommen. Zudem war er auch nicht jemand, der sich um Aufklärung und Korrektur in den Gemeinden bemüht hatte.

Ich hatte damals einen E-Mailverkehr mit ihm. Und da kam deutlich heraus, dass er nicht viel von dem verstand, was Henry Kriete geschrieben hat.

Seine Predigt selbst fand ich bestürzend. Wie in den „guten/schlechten alten“ Zeiten.

Warum muss man denn die Leute so in den Predigten anschreien? Warum muss man das „Amen“ so manipulativ einfordern?

Warum hat er das Amen dann von (zumindest einigen) der Zuhörer auch noch bekommen?

Ich kann nicht verstehen wie man dem, was er gesagt hat (so in dieser Form) zustimmen kann (vor allem mit dem geschichtlichen Hintergrund den wir alle haben). Für mich bedeutet das, dass man entweder nichts verstanden hat oder menschengefällig ist. Es widerspricht zumindest dem Statement der Berliner Gemeinde von 2007 („Was hat sich verändert?“).

Wollt ihr wirklich weiterhin solche Leiter wie Randy McKean in Deutschland/Europa haben?

Für Randy ist Mission alles. Das ist die Quintessenz des Christentums (was es aber nicht ist; die Quintessenz ist Gott und seinen Mitmenschen so zu lieben wie es Jesus tat).

Für ihn zählt als Christ offensichtlich vor allem, dass man weiterhin regelmäßig die Gottesdienste besucht (egal wie schrecklich diese sein mögen), dass man sein Kollekte gibt (egal für wen oder was diese verwendet wird), dass man Leute zur Gemeinde einlädt (egal wie sektiererisch und krank sie sein möge) und mit Leuten in der Bibel liest (egal wie gut oder schlecht man das Evangelium verstanden hat).

Das ist wirklich schrecklich!

Nicht, dass ihr mich falsch versteht:

Mission ist ein Auftrag Jesu, der zugegebenermaßen oft vernachlässigt bzw. uneffektiv ausgeführt wird.

Auch finde ich es wichtig, dass man regelmäßig zusammen Gottesdienst feiert und Geld für Gottes Sache spendet.

Nur wenn das mechanisch gemacht wird und dies zum allein selig machenden Charakteristikum des Christentums auserkoren wird, dann stimmt da was nicht.

Was hat denn Christus selbst als Kriterien aufgestellt, nach denen er uns beim Jüngsten Gericht richten wird?

31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

32 Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.

33 Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.

34 Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.

35 Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen;

36 ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.

37 Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?

38 Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?

39 Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

40 Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

41 Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!

42 Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;

43 ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht.

44 Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?

45 Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.

46 Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.“ (Matt 25,31-46)

Ein Evangelist muss dies wissen!

Vergleicht mal die Predigten/Briefe der Apostel oder der frühen Christen mit Randys Predigt. Ihr werdet da nicht viel Gemeinsamkeit finden. Diese Art zu predigen und zu „motivieren“ ist eine Neuerung der ICOC und sollte m.E. sofort und entschieden wieder begraben werden. Denn sie ist schädlich. Sie macht Menschen kaputt und baut auch nicht wirklich den Leib Christi auf. Es führt nur dazu wie wir gesehen haben, dass einem die vermeintlich engsten Freunde in schwierigsten Zeiten allein lassen. Weil die Freundschaften nicht wirklich echt und tief sind, sondern aufgezwungen und eingefordert.

Was denkt Ihr dazu?

Liebe Grüße aus München,

Stefan und Connie Schweizer

ICOC reagiert nicht auf Randy’s bedenkliche Predigt 3. Mai 2008

Posted by sschweizer in ICOC.
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Am 25.-27. Januar 2008 fand das 5. Europäische Leitertreffen der Internationalen Gemeinden Christi in Zürich statt. Hierbei hielten u.a. auch Gordon Ferguson und Randy McKean eine Predigt (siehe Predigten vom European Leaders Meeting 2008). Randy McKean ist der Bruder von Kip McKean (siehe dessen eigene offizielle Homepage bzw. die Aufklärungswebsite Kip McKean.com), dem Initiator und ehemaliger “Weltevangelist” der Internationalen Gemeinden Christ (ICOC).

Es ist schon sehr verwunderlich, dass die europäischen Gemeinden der ICOC Randy McKean zu einem offiziellen europäischen Leitertreffen einladen, da sich dieser offensichtlich von den alten missbräuchlichen Praktiken und falschen Lehren nicht gelöst hat. Seine Predigt an diesem Leitertreffen ist meines Erachtens auf jeden Fall - milde ausgedrückt - sehr bedenklich. Was mich aber am meisten schockiert ist, dass die Veranstalter des European Leaders Meeting 2008 bzw. die Leiter der Gemeinden in Europa diese Predigt unkommentiert veröffentlichen.

Die (Leiter der) deutschen Gemeinden der ICOC haben sich in der Vergangenheit mehrfach von Kip McKean und den missbräuchlichen Praktiken distanziert (siehe z.B. Stellungnahme zu Portland der deutschen ICOC-Gemeinden oder den Artikel “Was hat sich verändert?” von Mirko Russo), mir gegenüber dies auch bestätigt und dennoch passt dies nicht zu ihrem Verhalten bzgl. der Predigt von Randy McKean.

Die ICOC hat - zumindest vor der Veröffentlichung des Briefes “Honest to God” von Henry Kriete 2003 - durch falsche Lehren, Täuschungen, Unaufrichtigkeit und missbräuchlichen Praktiken eine Menge (psychischen, geistlichen und tlw. finanziellen) Schaden bei tausenden von Mitgliedern weltweit angerichtet (siehe hierzu die Aufklärungswebsite RightCyberUp). Dass sie sich heute offensichtlich immer noch nicht von Leitern distanzieren bzw. trennen kann, die nicht wirklich tief verstanden haben, was in der ICOC falsch gelaufen ist bzw. weiter unehrlich sind ist erschreckend, aber auch symptomatisch für die ICOC. Genau dies war ja eines der Hauptprobleme: Feigheit und Konfliktscheue in einem quasi-totalitärem System anstatt den Mut zu haben, offen und ehrlich, direkt und mit Nachdruck Missstände aufzudecken, anzuprangern und zu beseitigen. Es bleibt leider mal wieder bei leeren Worten.

Folgendes Verhalten hätte ich - zumindest von den deutschen - Leitern der ICOC-Gemeinden erwartet:

1. keine Einladung von Leuten zu einem Europäischen Leitertreffen, die offensichtlich immer noch für (krankhaften) Missbrauch in der ICOC stehen und keine tiefgreifenden inneren Veränderungen durchlaufen haben

2. klare Distanzierung bzw. Ausschluss aus der brüderliche Gemeinschaft von diesen Leuten

Hierzu gehört neben Randy McKean leider auch Gordon Ferguson, der viele seine Fehler immer noch nicht eingestanden hat und sich in einigen wichtigen Punkten auch (noch) nicht von den missbräuchlichen Praktiken und Lehren (bzw. deren Befürworter) klar getrennt hat. So hat Gordon z.B. immer noch keine eigene Schuld bzgl. der Gemeindespaltung in Madrid bzw. der Gemeindespaltung in Indianapolis eingeräumt und auch z.B. Jerry Jones noch nicht rehabilitiert.

Willow-Creek-Leitungskongress 2008 10. Februar 2008

Posted by sschweizer in Christentum.
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Gestern ging der Willow-Creek-Leitungskongress 2008 in Oberhausen zu Ende und schon findet sich auf der Willow-Creek-Deutschland-Website eine Berichterstattung mit Fotos. So kann ich mich auf einen sehr kurzen Kommentar zu diesem Kongress beschränken.

Ich war zum ersten Mal bei einem Willow-Creek-Kongress und ich muss sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat. Professionell veranstaltet, sehr gute Redner (bis auf eine Ausnahme) und ausgewogene und tiefgehende Themen. Vor allem hat mich gefreut, dass auch das Herz für die Bedürftigen angesprochen wurde.

Vielleicht kann man den ganzen Kongress mit folgenden behandelten Fragen zusammenfassen:

1. Wie hingegeben bzw. leidenschaftlich muss ein Leiter sein? 

2. Wie kann ich mich selbst und andere inspirieren?

3. Wie kann ich ein effektives Team aufbauen?

4. Wie gehe ich mit Verletzungen in meinem Leben bzw. im Leitungsdienst um?

5. Wie kann ich Bedürftige helfen und damit Jesu Liebe imitieren?

Was etwas zu kurz gekommen ist, ist die konkrete Bibelarbeit (was kann ich direkt aus der Bibel lernen was Leitung betrifft?) und das gemeinsame Gebet. Stattdessen waren die Vorträge sehr praktisch, meist auch sehr humorvoll und es gab viel Lobpreis-Musik. Leider konnte man das Gehörte nicht in Kleingruppen nacharbeiten (außer man tat dies “privat” in den Pausen mit Teilnehmern, die man kannte)

Die Theaterstücke und vor allem die (meist untertitelten) Videos waren exzellent.

Von den Rednern war ich am Meisten von Willow-Creek-Gründer Bill Hybels und von der deutschen evangelischen Pfarrerin (!)  Monika Deitenbeck-Goseberg beindruckt. Diese Vorträge sollte man sich auf jeden Fall auf Video ansehen, wenn man nicht beim Kongress sein konnte.

Wie geht es 2008 weiter? 31. Dezember 2007

Posted by sschweizer in Christentum, Projekt Kirche.
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Für 2008 haben sich ja bereits ein paar interessante Neuigkeiten angekündigt:

Die deutsche Übersetzung der Septuaginta (Altes Testament der ersten Christen) soll nach einigen Verzögerungen im Februar 2008 erscheinen. Auch die Fertigstellung des Neuen Testaments inkl. der Psalmen der “Neuen Genfer Übersetzung” wurde für 2008 angekündigt. Auf www.bibleserver.com gibt es bereits die Online-Version.

Zunächst aber ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2007 aus meiner Sicht:

Connie und ich haben im Laufe des Jahres einige christliche Gemeinden in München (und deren Vielfalt) kennengelernt. Zur Zeit besuchen wird die Gottesdienste der FeG München-Nord. Nebenbei habe ich meine Projekt-Kirche-Website um eine ganze Reihe weiterer Literaturhinweise ergänzt und endlich auch die Rubrik “Lehre” mit Inhalt füllen können.

Bei der Recherche nach möglichst alten Bibelkommentaren (ich wollte herausfinden, wie die ersten Christen die Bibel verstanden) bin ich auf die Predigt-Bibelkommentare des damals sehr bekannten Predigers und Bischofs Johannes von Antiochien gestoßen (er wurde später aufgrund seines außergewöhnlichen Redetalents auch Johannes Chrysostomus, d.h. “Goldmund” genannt). Einiger seiner Bibelkommentare gibt es auch in einer deutschen Übersetzung in der Bibliothek der Kirchenväter (siehe z.B. Kommentar zum Evangelium des hl. Matthäus). Johannes Chrysostomus hat ein ausgezeichnetes Bibelverständnis, das den urchristlichen Glauben hervorragend wiedergibt. Seine Predigten sind recht zeitlos und gut verständlich. Sie sind jedoch vor allem herausfordernd, da Johannes Chrysostomus Wert auf die praktische Umsetzung der Lehre Christi legt (christliche Tugenden sind ihm wichtiger als theologische Spekulationen).

Eine neue Vision für “Kirche” hat mir das Buch “Gemeinde neu entdeckt” von Bill und Lynne Hybels gegeben. Die Willow-Creek-Gemeinde ist ein Beispiel dafür wie mit viel Einsatz und Kreativität, zeitgemäße Gottesdienste veranstaltet werden können. Leider ist aber auch Willow Creek ein Beispiel dafür, was man alles falsch machen kann. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Bewegungen hat es Willow Creek offensichtlich geschafft, aus ihren (ursächlichen) Fehlern zu lernen und hat dadurch einen ganz neuen Tiefgang und Reife erreicht. Das war für mich heilsam zu lesen und gab mir eine neue Vision für “Kirche”, wie sie heute auch in Deutschland sein könnte. Hierzu wird hoffentlich auch der Willow-Creek-Leitungskongress 2008 beitragen können.

2007 habe ich mich weiterhin ziemlich intensiv mit der Kirchengeschichte beschäftigt (siehe meine Literaturhinweise). Zur Zeit lese ich mit Begeisterung die hoch interessante Kirchengeschichte des Eusebius’. Durch einen dortigen Verweis bin ich zudem auf eine weitere Schrift von Eusebius gestoßen, die sog. “Evangelische Beweisführung”. Diese gibt es zwar nur in einer englischen Übersetzung (Demonstratio Evangelica), ist aber sehr lesenswert. Man erfährt u.a. eine Menge über die alttestamentlichen Prophezeiungen, die auf das Kommen Jesu Christi hinweisen.

Meiner Projekt-Kirche-Website habe ich übrigens noch einen Kalender hinzugefügt, in dem ich zukünftig auf interessante Veranstaltungen für Christen und Nichtchristen (im Raum München) hinweisen möchte. Da die Website mittlerweile schon etwas umfangreicher (und leider auch unübersichtlicher) geworden ist, habe ich für die Website zudem noch eine Google-Suchfunktion eingebaut (leider nur mit Werbung möglich).

Für 2008 plane ich einen Vortrag mit dem Titel “Die Kirche - Segen oder Fluch?”, in dem ich sozusagen die Quintessenzen meiner Studien zur Kirchengeschichte verarbeiten und weitergeben möchte.

Zudem plane ich langfristig eine komplett neu gestaltete Website für das “Projekt Kirche”. Hierfür habe ich bereits die neue Webadresse www.projekt-kirche.de eingerichtet, die jedoch momentan lediglich auf meine derzeitige Website umleitet.

Es gibt also noch eine Menge zu tun für 2008 und ich hoffe, dass ich sowohl die Zeit als auch die Gesundheit hierfür haben werde.

Überarbeitung der Projekt-Kirche-Website 14. September 2007

Posted by sschweizer in Christentum, Projekt Kirche.
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Endlich bin ich mit meiner Projekt-Kirche-Website ein gutes Stück vorangekommen. Viele Seiten habe ich überarbeiten bzw. ergänzen können.

So ist die Seite über “Lehre” jetzt auf einem Stand, mit dem man schon was anfangen kann. Auch wenn immer noch viel fehlt. Aber ich bin froh, dass ich zumindest schon mal aufzeigen konnte, wohin ich mit dem “Projekt Kirche” gehen will.

Jetzt hoffe ich natürlich noch auch auf viele hilfreiche Kommentare und konstruktiver Kritik.

Schön wäre natürlich auch noch aktive Mitarbeiter zu haben. Schließlich war das “Projekt Kirche” noch nie dazu gedacht, lediglich “mein Ding” zu sein, sondern eine Plattform zum Austausch und Nutzen für viele ernsthafte Christen bzw. ernsthaft am Glauben Interessierte.

Lenny ist da! 8. Mai 2007

Posted by sschweizer in Familie.
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Gott hat uns heute mit einem gesunden Sohn und einer schnellen Geburt gesegnet.

Lennart kam heute mittag mit einem recht stattlichen Gewicht von 3,9kg zur Welt.

Connie und ich freuen uns sehr!

Und Paul hat jetzt endlich einen Bruder und Spielkameraden…

Kip’s Comeback in Deutschland 24. März 2007

Posted by sschweizer in Christentum.
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Am 28. Februar 2007 hat die Internationale Gemeinde Christi Berlin bekanntgegeben, dass sich eine zu Kip McKean’s Bewegung gehörende “International Christian Church” in Berlin formiert. Damit würde Kip McKean und seine Anhänger früher als vermutet wieder zurück nach Deutschland finden.

Eine traurige Sache, dass doch noch so viele Christen und (ehemalige) Mitglieder der Internationalen Gemeinden Christi immer noch nicht begriffen zu haben scheinen, welchen Schaden Kip in seinen Gemeinden angerichtet hat (und dies weiter tut). Die historischen Fakten sprechen eigentlich für sich (siehe www.kipmckean.com) .

Es scheint sich mal wieder zu bewahrheiten, dass sich Geschichte dort wiederholt, wo nicht aus der Vergangenheit (genug) gelernt wird.

Kip McKean hält sich offensichtlich für einen Prophet Gottes, einen modernen Apostel, der den Auftrag hat, das Reich Gottes in dieser Welt aufzurichten. Und das leider mit einem mangelhaften Verständnis der Bibel. Er missbraucht regelmäßig Stellen vor allem aus dem Alten Testament, um seinen selbstherrlichen und autoritären Leitungsstil zu rechtfertigen. Er ist ein Meister im Verdrehen von Tatsachen und im subtilen Verleumden seiner Kritiker (siehe auch www.rightcyberup.org).

Man kann ihm jedoch auch zugute halten, dass er sehr zielorientiert und mit allem Einsatz und Hartnäckigkeit versucht, lebendige christliche Gemeinden aufzubauen. Und er ist durchaus sehr erfolgreich darin.

Man kann als Christ viel von ihm lernen: wie man in kreativer Weise und ohne sich von weltlichen Dingen ablenken zu lassen, Menschen Gott nahe bringt und sie zum Gehorsam Seiner Gebote gegenüber führt. Und als abschreckendes Beispiel wie man gutherzige Menschen missbrauchen und sie sowohl psychisch, geistlich und sogar gesundheitlich ruinieren kann.

Kip ist ein Meister der Manipulation. Selbst viele derjenigen, die sich zu Recht von ihm abgewandt haben und vor ihm warnen verstehen heute noch nicht wirklich wie sie selbst in ihrem Denken und Urteilsvermögen manipuliert wurden. Viele seiner “Opfer” können selbst nach Jahren danach noch nicht gesund urteilen. Das ist meiner Ansicht nach auch der Grund, warum es so lange gedauert hat, bis man sich von Kip trennte und ihn auch öffentlich zurechtwies.

Ob Kip noch zu helfen ist, ist sehr fraglich. Es scheint so, dass es Gott ihm nach so langer Zeit und unzähliger Warnungen nicht mehr ermöglicht umzukehren.

Der Auftrag für uns muss aber auch klar sein: es besser zu machen und den Menschen, die Gott suchen eine echte Alternative anzubieten.

Irdisches oder geistliches Denken? 1. November 2006

Posted by sschweizer in Christentum, Projekt Kirche.
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Am letzten Sonntag habe ich eine sehr gute und tiefgründige Predigt in einer freien Gemeinde bei uns um die Ecke anhören können. Es ging um “irdisches” und “geistliches” Denken.

Wir Christen sollten ja eigentlich in der Lage sein, nicht nur die irdischen (physischen, d.h. anfassbaren) Dinge zu beurteilen, sondern auch die geistlichen (unsichtbaren) Dinge, die zu Gottes Welt gehören.

1. Kor 1,14-16: “Der irdisch gesinnte Mensch aber lässt sich nicht auf das ein, was vom Geist Gottes kommt. Torheit ist es für ihn, und er kann es nicht verstehen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann. Der geisterfüllte Mensch urteilt über alles, ihn aber vermag niemand zu beurteilen. Denn wer begreift den Geist des Herrn? Wer kann ihn belehren? Wir aber haben den Geist Christi.” (Einheitsübersetzung EÜ).

Der Prediger machte den Punkt, dass man als Christ den fatalen Fehler machen könne, einen Gottesdienst praktisch nur nach den sicht- und hörbaren Dingen zu beurteilen. Zu schnell kann man die wichtigere geistliche Wirklichkeit “übersehen”:

1. dass Jesus mitten unter uns ist (Mat 18,20: “Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.” EÜ)

2. dass wir der Tempel Gottes sind (1. Kor 3,16: “wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?” EÜ)

3. dass wir Teil einer Gemeinschaft sind, die umgeben von Tausenden von Engeln ist (Heb 12,22-24: ” Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott, dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten, zum Mittler eines neuen Bundes, Jesus, und zum Blut der Besprengung, das mächtiger ruft als das Blut Abels.” EÜ)

Wie wichtig nehmen wir also die Versammlungen von Christen, um Gott anzubeten und uns gegenseitig aufzubauen oder wie sehr lassen wir uns von der geistlichen Wirklichkeit ablenken durch Dinge, die uns an der Gottesdienstversammlung stören?

1. Kor 14,26: “Was soll also geschehen, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei: einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre, der dritte eine Offenbarung; einer redet in Zungen und ein anderer deutet es. Alles geschehe so, dass es aufbaut.” EÜ)

Einigkeit und Recht und Freiheit 9. September 2006

Posted by sschweizer in Christentum, Projekt Kirche.
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Einigkeit und Recht und Freiheit” sind Worte aus der deutschen Nationalhymne. Sie beschreiben, was sich viele Deutsche lange Zeit gewünscht hatten.

Die Freiheit und das Recht bzw. Gerechtigkeit kam nach dem Ende des Dritten Reiches, die Einigkeit 1990 mit der deutschen Wiedervereinigung.

Auch im Christentum sehnen sich viele nach Einigkeit und Recht und Freiheit. Nach einem einigen Christentum, in dem Gottes Recht u. Gerechtigkeit herrscht, aber auch die Freiheit, die Gott uns Christen in Jesus schenkt.

Wie können wir diese 3 Ziele erreichen und was bremst uns eigentlich so sehr?

Die Einigkeit wird oft aufgrund einseitiger Rechthaberei und gegenseitigem mangelnden Verständnis blockiert.

Das Recht wird oft durch selbsternannte Propheten und autoritäre Leiter niedergedrückt.

Und die Freiheit lassen wir uns teilweise durch engstirnige und “gesetzliche” Dogmatiker mit mangelnder Liebe rauben.

Natürlich ist das Ganze viel komplexer. Das “Recht Gottes” kann z.B. auch in der entgegengesetzten Richtung durch mangelnden Respekt vor Gottes Wort außer Kraft gesetzt werden. Z.B. wenn Sünde nicht mehr ernst genommen bzw. relativiert wird. Dies entsteht oft da, wo die Gnade Gottes nicht verstanden wird. Aus Angst vor Strafe diskutiert man dann lieber ein paar von Gottes Geboten weg. Ein Bremsklotz bzgl. der Einigkeit der Christen ist auch oft unsere eigene Vergangheit. Unsere schlechten Erfahrungen, unsere Verletzungen. Wo Vertrauen zerstört und nicht wieder aufgebaut werden konnte, da ist keine wirkliche Einigkeit möglich.

Ich wünsche mir persönlich, dass wir Christen wieder den Mut aufbringen, dass Einigkeit und Recht und Freiheit nicht nur möglich, sondern auch von Gott geboten sind.

Interessante Gedanken und Thesen hierzu sind übrigens im Buch “The Jesus Proposal” zu finden.

Es ist soweit… 31. Mai 2006

Posted by sschweizer in Allgemein, Projekt Kirche.
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Mittlerweile hat meine Website einen ausreichenden Reifegrad erreicht (was Struktur, Layout und Inhalt angeht), so dass man jetzt gut darauf aufbauen kann.

Aber natürlich ist das erst der Anfang. Ich muss noch eine Menge Material in die Website für das Projekt Kirche einbauen. Ideen hätte ich genug, aber es braucht eben auch ziemlich viel Zeit. Vor allem, da ich das Ganze ja noch alleine mache.

So hoffe ich, dass Gott mir noch ein paar Mitstreiter schenkt, so dass das Projekt wachsen und konkretere Formen annehmen kann.