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	<title>Stefan Schweizer's WebLog</title>
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	<description>Persönliches - Meinungen - Kommentare</description>
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		<title>Stefan Schweizer's WebLog</title>
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		<title>Über Kindertaufe und Erbsünde</title>
		<link>http://sschweizer.wordpress.com/2009/10/25/uber-kindertaufe-und-erbsunde/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 20:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Taufe]]></category>
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		<category><![CDATA[Kindertaufe]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8222;Über Kindertaufe und Erbsünde&#8220; lautet der Titel des ersten von mir herausgegebenen E-Books.
Schon lange hatte ich geplant (und auch öfters angekündigt), etwas zu diesem Thema zu schreiben (siehe auch &#8222;Warum ich mich mit dem katholischen Glauben beschäftige (Teil 2)&#8220; bzw. meine vierteilige Blogserie &#8222;Über die Kindertaufe&#8220;). Leider ist das Thema nicht ganz so einfach und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1328&subd=sschweizer&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://www.projekt-kirche.de/Kindertaufe-und-Erbsunde_V2-00_A5_2009-10-25.pdf"><img class="size-medium wp-image-1333 alignnone" title="Kindertaufe-und-Erbsünde_V2-00_A5_2009-10-25_Titel_50" src="http://sschweizer.files.wordpress.com/2009/10/kindertaufe-und-erbsunde_v2-00_a5_2009-10-25_titel_50.jpg?w=211&#038;h=300" alt="Über Kindertaufe und Erbsünde" width="211" height="300" /></a></p>
<p><a title="Über die Kindertaufe und Erbsünde" href="http://www.projekt-kirche.de/Kindertaufe-und-Erbsunde_V2-00_A5_2009-10-25.pdf" target="_blank">&#8222;Über Kindertaufe und Erbsünde&#8220;</a> lautet der Titel des ersten von mir herausgegebenen E-Books.</p>
<p>Schon lange hatte ich geplant (und auch öfters angekündigt), etwas zu diesem Thema zu schreiben (siehe auch <a title="Warum ich mich mit dem katholischen Glauben beschäftige (Teil 2)" href="../2008/12/26/warum-ich-mich-mit-dem-katholischen-glauben-beschaftige-teil-2/" target="_blank">&#8222;Warum ich mich mit dem katholischen Glauben beschäftige (Teil 2)&#8220;</a> bzw. meine vierteilige Blogserie <a title="Über die Kindertaufe" href="http://sschweizer.wordpress.com/2009/05/28/ueber-die-kindertaufe-teil1/" target="_blank">&#8222;Über die Kindertaufe&#8220;</a>). Leider ist das Thema nicht ganz so einfach und bedarf einer  etwas ausführlicheren Erläuterung.</p>
<p>Bei meinen Recherchen bin ich dann vor einigen Monaten auf die (kath.) Website <a title="Bible Christian Society" href="http://www.biblechristiansociety.com" target="_blank">Bible Christian Society</a> und den Vortrag <a title="Vorträge von John Martignoni" href="http://www.biblechristiansociety.com/download" target="_blank">&#8222;Infant Baptism and Original Sin&#8220;</a> von John S. Martignoni  gestoßen. Der Vortrag hat mir so gut gefallen und schien mir für meine Zwecke so gut geeignet, dass ich ihn mit  Erlaubnis des Autors ins Deutsche übersetzt (oder vielmehr übertragen) und daraus ein E-Book gemacht habe.</p>
<p>Um das Ganze noch etwas zu vertiefen und abzurunden, habe  ich im Anhang des E-Books die m.E. wichtigsten Bibelstellen und Kirchenväterzitate über Erbsünde und Kindertaufe inkl. Literatur- und Weblink-Empfehlungen für das weitergehende Studium des Themas hinzugefügt.</p>
<p>Ich hoffe, dass ich damit in einigermaßen umfassenden Art und Weise die katholische Sicht (und damit auch meine eigene) über die Kindertaufe darlegen konnte.</p>
<p>Wie dem auch sei, ich bin gespannt auf die Reaktionen der Leserschaft und freue mich auf jede konstruktive Kritik <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sschweizer.wordpress.com/1328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sschweizer.wordpress.com/1328/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sschweizer.wordpress.com/1328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sschweizer.wordpress.com/1328/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sschweizer.wordpress.com/1328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sschweizer.wordpress.com/1328/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sschweizer.wordpress.com/1328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sschweizer.wordpress.com/1328/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sschweizer.wordpress.com/1328/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sschweizer.wordpress.com/1328/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1328&subd=sschweizer&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Über die Zungenrede</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 13:52:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibelauslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Charismen]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
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		<category><![CDATA[Zungenrede]]></category>
		<category><![CDATA[Charismatische Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachengebet]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich mir vor einigen Tagen einen Lehrvortrag eines sehr engagierten katholischen Theologen aus der charismatischen Erneuerung über das &#8222;Sprachengebet&#8220; angehört habe (siehe auch seinen interessanten BASIC Podcast), möchte ich in diesem Beitrag auf ein paar  &#8211; nach einem Verständnis &#8211; weit verbreitete falsche Vorstellungen bzgl. der Gabe der &#8222;Zungenrede&#8220; eingehen.
Gleich vorweg gesagt: ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1233&subd=sschweizer&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nachdem ich mir vor einigen Tagen einen Lehrvortrag eines sehr engagierten katholischen Theologen aus der <a title="Charismatische Erneuerung in der kathoischen Kirche" href="http://www.erneuerung.de/" target="_blank">charismatischen Erneuerung</a> über das &#8222;Sprachengebet&#8220; angehört habe (siehe auch seinen interessanten <a title="BASIC Podcast von Johannes Hartl" href="http://podcast.revival.de/" target="_blank">BASIC Podcast</a>), möchte ich in diesem Beitrag auf ein paar  &#8211; nach einem Verständnis &#8211; weit verbreitete falsche Vorstellungen bzgl. der Gabe der &#8222;<a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zungenrede" target="_blank">Zungenrede</a>&#8220; eingehen.</p>
<p>Gleich vorweg gesagt: ich bin weder ein vorbehaltloser Befürworter, noch ein ausgesprochener Gegner der charismatischen Bewegung. Ganz im Gegenteil. Viele meiner Ansichten könnte man grundsätzlich als charismatisch bezeichnen. So halte ich es für sehr wichtig, dass jeder Christ eine lebendige (Liebes-) Beziehung zu Gott pflegt und seine von Gott geschenkten Gaben zu Gottes Verherrlichung und zum Aufbau der Kirche Gottes einsetzt. Und natürlich glaube ich, das der Heilige Geist auch heute noch Wunder bewirken kann (und dies auch tut).</p>
<p>An den charismatischen Gemeinden schätze ich übrigens den meist sehr ausgeprägten Eifer für Gott, ihre Hingabe, ihre bewusst leidenschaftliche Beziehung zu Gott und ihren praktischen Sinn. So wird z.B. in den mir bekannten charismatischen Gemeinden nicht nur einfach &#8222;herumtheologisiert&#8220; (das zwar auch, da die Glaubenslehre natürlich  wichtig ist), sondern vor allem ganz praktisch im Glauben gehandelt (hier bei uns z.B. durch einen christlichen Kindergarten, in dem übrigens auch meine Frau Connie arbeitet und unsere Kinder Paul und Lennart betreut werden, und durch ein sehr ansprechend gestaltetes Generationenzentrum für alt und jung). Ein solches Engagement würde ich mir in der ganzen Kirche wünschen.</p>
<p>Andererseits kritisiere ich an der charismatischen Bewegung manche Einseitigkeit in der Lehre und der Praxis, z.B. was die Charismen, also die Gaben des Heiligen Geistes angeht oder auch den mir persönlich etwas überbetonten bzw. einseitigen Lobpreis (so wichtig und gut auch das Loben und Preisen von Gott und Seiner Güte ist). Andererseits hat natürlich jede christliche Bewegung so ihre Schwerpunkte und der Segen, der von der charismatischen Bewegung im Allgemeinen ausgeht und auch die positive Korrektur, die sie so manch verkrusteter Gemeinde entgegenstellt ist m.E. sehr zu begrüßen.</p>
<p>Zurück zur Gabe der Zungenrede: Zungenrede wird in der Bibel als das vom Heiligen Geist (spontan) gewirkte Reden in fremden Sprachen bezeichnet (vgl.  <a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Apg2,4" target="_blank">Apg 2,4-11</a>; <a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Apg10,44" target="_blank">Apg 10,44-47</a>; <a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Apg19,5" target="_blank">Apg 19,5-6</a>). Das Wunder der Zungenrede bestand darin, dass Menschen, die vom Heiligen Geist erfüllt wurden auf einmal anfingen, Gott zu loben und zu preisen (ggf. auch zu weissagen, d.h. prophetisch zu reden) und dabei zudem auch noch von Menschen aus anderen Ländern verstanden zu werden.</p>
<p>Es gibt nun m.E. einige weit verbreitete falsche Vorstellungen über die Gabe der Zungenrede (sowohl bei den Charismatikern wie auch bei den Nicht-Charismatikern), die ich im Folgenden aufzählen möchte (warum ich sie für falsch halte, werde ich weiter unten zu begründen versuchen):</p>
<ol>
<li>Die Gabe der Zungenrede stirbt biblisch gesehen irgendwann  zwangsläufig aus (und zwar mit dem Ableben der Apostel bzw. der Menschen, denen sie die Hände zur Vermittlung der Geistesgaben auflegten oder spätestens mit Vollendung der Bibel bzw. des Neuen Testaments).</li>
<li>Die Zungenrede wie sie in der Bibel beschrieben ist umfasst  auch eine Art Gesang in  völlig unverständlichen (d.h. unbekannten) Sprachen und legitimiert damit die heute in charismatischen Gemeinden zumeist praktizierte Form der Zungenrede.</li>
<li>Paulus hält die Praxis der Zungenrede grundsätzlich nicht für gut und wichtig.</li>
<li>Jeder Christ kann die Zungenrede &#8222;erlernen&#8220; (wenn er nur will und darum bittet)</li>
</ol>
<p><span id="more-1233"></span></p>
<p><strong>Zu Punkt 1:</strong></p>
<p>Die Annahme, dass die Bibel lehrt, dass die Gabe der Zungenrede irgendwann aufhört beruht u.a. auf folgender Bibelstelle:</p>
<blockquote><p>&#8222;8 Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht. 9 Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; 10 wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk. Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war. 12 Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. 13 Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor13,8" target="_blank">1. Kor 13,8-13/EÜ</a>)&#8220;</p>
</blockquote>
<p>Mit dem Ausdruck &#8222;das Vollendete&#8220; wird z.B. behauptet sei die &#8222;vollendete&#8220; Bibel gemeint. Das müsste dann aber wirklich prophetisch von Paulus gesagt worden sein, da Paulus zur Zeit der Abfassung des 1. Korintherbriefes sicherlich noch nicht wusste, dass man seine Briefe (und andere neutestamentliche Schriften) später mal zur Heiligen Schrift zählen würde (der Kanon der Bibel wurde übrigens erst nach längerer Diskussion Ende des 4.Jh. n.Chr. fixiert, siehe <a title="Catholic Encyclopedia" href="http://www.newadvent.org/cathen/03274a.htm" target="_blank">Catholic Encyclopedia</a>).</p>
<p>Der Sinn dieser Schriftstelle ist ein anderer (und so verstanden das auch übrigens die Kirchenväter): das &#8222;Vollendete&#8220; (etwa: das Reich Gottes in Vollendung) kommt dann, wenn wir Gott begegnen (&#8222;dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht&#8220;), nämlich im Himmel (&#8222;dann werde ich durch und durch erkennen&#8220;). Dann sehen  wir &#8222;klar&#8220;, dann werden wir &#8222;wirklich verstehen&#8220; und nicht nur bruchstückhaft (&#8222;unvollkommen&#8220; wie &#8222;rätselhafte Umrisse&#8220; durch einen &#8222;Spiegel&#8220;) wie noch in diesem (irdischen) Leben.</p>
<p>Manche meinen, dass die (übernatürlichen) Gaben des Heiligen Geistes  Menschen nur durch Handauflegung der Apostel selbst vermittelt werden können und berufen sich u.a. auf folgende Bibelstelle:</p>
<blockquote><p>&#8222;1 Während Apollos sich in Korinth aufhielt, durchwanderte Paulus das Hochland und kam nach Ephesus hinab. 2 Er traf einige Jünger und fragte sie: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie antworteten ihm: Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. 3 Da fragte er: Mit welcher Taufe seid ihr denn getauft worden? Sie antworteten: Mit der Taufe des Johannes.1 4 Paulus sagte: Johannes hat mit der Taufe der Umkehr getauft und das Volk gelehrt, sie sollten an den glauben, der nach ihm komme: an Jesus. 5 Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu, des Herrn, taufen. 6 Paulus legte ihnen die Hände auf und der Heilige Geist kam auf sie herab; sie redeten in Zungen und weissagten. 7 Es waren im ganzen ungefähr zwölf Männer.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Apg19,1" target="_blank">Apg 19,1-7/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<p>Erstmal muss man hier unterscheiden zwischen den Empfang des Heiligen Geistes und den Empfang von besonderen Geistesgaben. Außerdem wurde der Heilige Geist nicht nur über Handauflegung empfangen. In folgender Bibelstelle z.B. kommt der Heilige Geist spontan (ohne Handauflegung) auf die gläubig gewordenen Heiden (sozusagen als Zeichen, dass auch für sie das Heil bestimmt ist).</p>
<blockquote><p>&#8222;44 Noch während Petrus dies sagte, kam der Heilige Geist auf alle herab, die das Wort hörten. 45 Die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, konnten es nicht fassen, dass auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde. 46 Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott preisen. Petrus aber sagte: 47 Kann jemand denen das Wasser zur Taufe verweigern, die ebenso wie wir den Heiligen Geist empfangen haben? 48 Und er ordnete an, sie im Namen Jesu Christi zu taufen. Danach baten sie ihn, einige Tage zu bleiben.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Apg10,44" target="_blank">Apg 10,44-48/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<p>Mein Hauptargument gegen die Annahme, dass die Gabe der Zungenrede mit dem Ableben der Apostel (bzw. der Christen, die von ihnen per Handauflegung die besonderen Geistesgaben vermittelt bekamen) ist jedoch die Kirchengeschichte. So berichten z.B. <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_Märtyrer" target="_blank">Justin der Märtyrer</a>, <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus" target="_blank">Irenäus von Lyon</a> und <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Origenes" target="_blank">Origenes</a>, dass es in ihren Zeiten noch die Geistesgaben inkl. der Zungenrede gab.</p>
<p>Erst im 4.Jh. scheint die Gabe der Zungenrede (wie auch die anderen übernatürlichen Geistesgaben) lt. der Aussagen der Kirchenväters <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chrysostomus" target="_blank">Johannes Chrysostomus</a> und <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Augustinus" target="_blank">Augustinus</a> nicht mehr vorzukommen (<a title="Über die Geistes- und Wundergaben" href="http://www.projekt-kirche.de/html/kirchenvater.html#GeistesWundergaben">siehe auch auf meiner Website &#8222;Projekt Kirche&#8220;: Kirchenväter &#8211; Über die Geistes- und Wundergaben</a>).</p>
<p>Das heißt jedoch nicht zwingend, dass es damals überhaupt keine Geistesgaben mehr gab oder sie später nicht wieder vereinzelt auftreten könnten. So wurde z.B. von <a title="Wikipedia engl." href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vincent_Ferrer" target="_blank">Vincent Ferrer</a> (1350-1419) gesagt, dass er in seiner eigenen Muttersprache von anderen, fremdsprachigen Menschen verstanden wurde und von <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Francisco_de_Xavier" target="_blank">Francisco de Xavier</a> (1506-1552), dass er in ihm unbekannten Fremdsprachen predigte.</p>
<p><strong>Zu Punkt 2:</strong></p>
<p>Ist Zungenrede tatsächlich &#8211; wie heute in vielen charismatischen (auch katholischen) Gemeinden praktiziert &#8211; hauptsächlich ein unverständlicher &#8222;Schalalala&#8220;-Gesang, den keiner versteht, da es sich um keine bekannte(n) Sprache(n) handelt?</p>
<p>Wenn man sich mal die Bibelstellen ansieht, die von der Wundergabe des Zungenredens sprechen (s.u.), bekommt man m.E. einen ganz anderen Eindruck. Dort scheint die Zungenrede nämlich  (i.d.R.) als ein Reden in einer bekannte (und damit prinzipiell übersetzbaren) Fremdsprache zu sein (so wie es im Übrigens auch die meisten Kirchenväter  verstanden und auch einige der &#8222;Väter der Pfingstbewegung&#8220;  (z.B. <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Charles_Fox_Parham" target="_blank">Charles Parham</a>). Alternativ (bzw. in anderen Fällen) handeltet es sich offenbar um ein sogenanntes &#8222;Hörwunder&#8220; (d.h. jemand spricht in seiner Muttersprache und wird dennoch von anderen Menschen verstanden, die diese Sprache eigentlich nicht kennen bzw. nicht beherrschen).</p>
<blockquote><p>&#8222;4 Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. 5 In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. 7 Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? 8 Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: 9 Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, 10 von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, 11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Apg2,4" target="_blank">Apg 2,4-11/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;8 Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem andern durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, 9 dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern &#8211; immer in dem einen Geist &#8211; die Gabe, Krankheiten zu heilen, 10 einem andern Wunderkräfte, einem andern prophetisches Reden, einem andern die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu deuten.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,8" target="_blank">1. Kor 12,8-10/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;30 Besitzen alle die Gabe, Krankheiten zu heilen? Reden alle in Zungen? Können alle solches Reden auslegen?&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,30" target="_blank">1. Kor 12,30/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;5 Ich wünschte, ihr alle würdet in Zungen reden, weit mehr aber, ihr würdet prophetisch reden. Der Prophet steht höher als der, der in Zungen redet, es sei denn, dieser legt sein Reden aus; dann baut auch er die Gemeinde auf.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor14,5" target="_blank">1. Kor 14,5/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;9 So ist es auch mit euch, wenn ihr in Zungen redet, aber kein verständliches Wort hervorbringt. Wer soll dann das Gesprochene verstehen? Ihr redet nur in den Wind. 10 Es gibt wer weiß wie viele Sprachen in der Welt und nichts ist ohne Sprache. 11 Wenn ich nun den Sinn der Laute nicht kenne, bin ich für den Sprecher ein Fremder, wie der Sprecher für mich. 12 So ist es auch mit euch. Da ihr nach Geistesgaben strebt, gebt euch Mühe, dass ihr damit vor allem zum Aufbau der Gemeinde beitragt. 13 Deswegen soll einer, der in Zungen redet, darum beten, dass er es auch auslegen kann.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor14,9" target="_blank">1. Kor 14,9-23/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;26 Was soll also geschehen, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei: einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre, der dritte eine Offenbarung; einer redet in Zungen und ein anderer deutet es. Alles geschehe so, dass es aufbaut. 27 Wenn man in Zungen reden will, so sollen es nur zwei tun, höchstens drei, und zwar einer nach dem andern; dann soll einer es auslegen. 28 Wenn aber niemand es auslegen kann, soll auch keiner vor der Gemeinde so reden. Er soll es für sich selber tun und vor Gott.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor14,26" target="_blank">1. Kor 14,26/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<p>Natürlich ist es theoretisch möglich, dass auch ein Reden in einer uns völlig unbekannten Sprache eine durch den Heiligen Geist gewirkte Zungenrede sein könnte. Ein Hinweis darauf könnte sein, dass Paulus  von &#8222;verschiedene[n] Arten von Zungenrede&#8220; (siehe <a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,10" target="_blank">1. Kor 12,10/EÜ</a>) spricht. Genauso gut könnten damit aber auch die  verschiedenen Fremdsprachen gemeint sein oder die Unterscheidung von &#8222;Hörwunder&#8220; und &#8222;Sprachwunder&#8220; bei der Zungenrede.</p>
<p>Auf jeden Fall stellt sich hier (d.h. bei völlig unverständlichen Lauten im Gegensatz zu übersetzbaren Fremdsprachen) die Frage, woran man (sicher) erkennen kann, was neutestamentliche Zungenrede ist und was nicht. Was ist vom Heiligen Geist gewirkt und was ist vielleicht nur eingebildet oder hat psychologische Ursachen? Und genau dieser m.E. gesunde Skeptizismus fehlt mir oft in charismatischen Kreisen (Glauben im biblischen Sinn bedeutet ja nicht einfach nur leichtgläubig zu sein. Ganz im Gegenteil!).</p>
<p>In charismatischen Kreisen wird m.E. oft völlig ignoriert, dass man die Geistesgaben auch &#8222;unterscheiden&#8220; können muss. D.h., dass man prüfen muss, welche Wundergaben vom Heiligen Geist, also von Gott sind und welche  ggf. nur vorgetäuscht wurden oder welche gar von bösen Geistern (d.h. dem Teufel oder Dämonen) stammen. Diese Problematik gab es übrigens von Anfang an in der Kirche. Und genau dies spricht Paulus auch ganz zu Beginn im 1. Korintherbrief an, als er auf die Geistesgaben zu sprechen kommt:</p>
<blockquote><p>&#8222;1 Auch über die Gaben des Geistes möchte ich euch nicht in Unkenntnis lassen, meine Brüder. 2 Als ihr noch Heiden wart, zog es euch, wie ihr wisst, mit unwiderstehlicher Gewalt zu den stummen Götzen. 3 Darum erkläre ich euch: Keiner, der aus dem Geist Gottes redet, sagt: Jesus sei verflucht! Und keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet. 4 Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. 5 Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. 6 Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. 7 Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. 8 Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem andern durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, 9 dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern &#8211; immer in dem einen Geist &#8211; die Gabe, Krankheiten zu heilen, 10 einem andern Wunderkräfte, einem andern prophetisches Reden, einem andern die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu deuten.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,1-10" target="_blank">1. Kor 12,1-10/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<p>Paulus erinnert die Korinther an ihre Vergangenheit als sich viele von ihnen noch mit heidnischen Götzen abgaben (heute im Westen vielleicht eher mit Esoterik und Okkultismus vergleichbar). Auch da gibt es ja teilweise übernatürliche Phänomene und auch eine Art Zungenrede (ekstatisches Sprechen etc.). Der Heilige Geist kann laut Paulus zumindest dann sicher nicht die Ursache dieser Wunder sein, wenn die entsprechenden Leute offen oder im Geheimen Jesus verfluchen oder ihn nicht als ihren Herrn bekennen.</p>
<p>Oft ist es jedoch nicht so einfach bei den Wundergaben zu unterscheiden,  von welchem Geist diese bewirkt werden. Deshalb hat Gott auch einigen Menschen die Gabe der Geistesunterscheidung gegeben (vgl. <a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,10" target="_blank">1. Kor 12,10/EÜ</a>). Und Paulus wie auch Johannes mahnt uns die guten von den bösen Geistern zu unterscheiden:</p>
<blockquote><p>&#8222;19 Löscht den Geist nicht aus! 20 Verachtet prophetisches Reden nicht! 21 Prüft alles und behaltet das Gute! 22 Meidet das Böse in jeder Gestalt!&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1thess5,19" target="_blank">1. Thess 5,19-20/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<blockquote><p>&#8222;1 Liebe Brüder, traut nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgezogen. 2 Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott. 3 Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrists, über den ihr gehört habt, dass er kommt. Jetzt ist er schon in der Welt. (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1joh4,1" target="_blank">1. Joh 4,1-3/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<p><strong>Zu Punkt 3:</strong></p>
<p>Manche nicht-charismatischen Gemeinden lehnen die Gabe der Zungenrede grundsätzlich ab. Entweder weil sie glauben, dass sie nicht mehr existiert (s.o.) oder weil sie meinen, dass Paulus sie sowieso gering schätzt. M.E. ist auch diese Annahme falsch, da Paulus die Gabe der Zungenrede (sofern sie echt ist) sehr wohl gutheißt und das Ausüben der Zungenrede wünscht.</p>
<p>Richtig ist jedoch, dass Paulus eine zu hohe Wertschätzung der Zungenrede  im Vergleich zu anderen Geistesgaben wie z.B. dem prophetischen Reden (d.h. Weissagung; lt. Ambrosiaster  auch Schriftauslegung) korrigieren will. In Korinth gab es damals wohl einige Christen, die sich als besonders &#8222;geistlich&#8220; und wichtig ansahen, da sie die &#8222;begehrte&#8220; Gabe der Zungenrede hatten und verursachten durch diesen Hochmut Spannungen und Schaden  innerhalb der Gemeinde. Und das ist genau das Gegenteil, was der Heilige Geist in der Gemeinde mit Seinen Gaben bewirken will. Er will nämlich mit Seinen Gaben den Leib Christi, also die (christl.) Gemeinde aufbauen und nicht zersetzen. Denn ohne Liebe bringen auch die größten und spektakulärsten Geistesgaben nichts (vgl. <a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor13" target="_blank">1. Kor 13</a>).</p>
<p>Johannes Chrysostomus vermutete übrigens, dass die Korinther die Gabe der Zungenrede deshalb so hoch einschätzten, da diese Gabe den Apostel zuerst verliehen wurde. Jedoch geschah dies lt. Chrysostomus nur als Zeichen dafür, dass die Apostel das Evangelium der ganzen Welt predigen würden. Paulus korrigierte die falsche Rangfolge der Geistesgaben, indem er sie bewusst nach Wichtigkeit sortiert aufzählte:</p>
<blockquote><p>&#8222;28 So hat Gott in der Kirche die einen als Apostel eingesetzt, die andern als Propheten, die dritten als Lehrer; ferner verlieh er die Kraft, Wunder zu tun, sodann die Gaben, Krankheiten zu heilen, zu helfen, zu leiten, endlich die verschiedenen Arten von Zungenrede.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,28" target="_blank">1. Kor 12,28/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<p>D.h. also, dass z.B. das Apostelamt (Botschafter Christi zu sein) oder ein Prophet zu sein (prophetisch zu reden inkl. zu predigen) viel wichtiger für den Aufbau der Kirche sind als die Gabe der Zungenrede, die erst am Schluss genannt wird.</p>
<p>Paulus spornt die Korinther deshalb an, die höheren (im Sinne von besseren/nützlicheren und nicht die scheinbar größeren, spektakuläreren) Gaben zu erstreben:</p>
<blockquote><p>&#8222;31 Strebt aber nach den höheren Gnadengaben! (&#8230;)&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,31" target="_blank">1. Kor 12,31/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<p>Nach dieser Aussage wechselt Paulus gleich zum wichtigsten und höchsten &#8222;Weg&#8220;, ohne dem alle Geistesgaben wertlos sind, nämlich der Liebe (vgl. <a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,28" target="_blank">1. Kor 12,31-13,13/EÜ</a>).</p>
<p>Dass Paulus die Gabe der Zungenrede damit nicht gänzlich verachtet (sofern sie im guten Sinne eingesetzt und ausgelegt, d.h. übersetzt und erklärt werden), auch wenn ihr das prophetische Reden (Predigen) weit überlegen ist, wird aus seinen folgenden Aussagen ganz deutlich:</p>
<blockquote><p>&#8222;5 Ich wünschte, ihr alle würdet in Zungen reden, weit mehr aber, ihr würdet prophetisch reden. Der Prophet steht höher als der, der in Zungen redet, es sei denn, dieser legt sein Reden aus; dann baut auch er die Gemeinde auf. 6 Was nützt es euch, Brüder, wenn ich komme und in Zungen vor euch rede, euch aber keine Offenbarung, keine Erkenntnis, keine Weissagung, keine Lehre bringe?&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor14,5" target="_blank">1. Kor 14,5-6/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;18 Ich danke Gott, dass ich mehr als ihr alle in Zungen rede. 19 Doch vor der Gemeinde will ich lieber fünf Worte mit Verstand reden, um auch andere zu unterweisen, als zehntausend Worte in Zungen stammeln.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor14,18" target="_blank">1. Kor 14,18-19/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;26 Was soll also geschehen, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei: einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre, der dritte eine Offenbarung; einer redet in Zungen und ein anderer deutet es. Alles geschehe so, dass es aufbaut. 27 Wenn man in Zungen reden will, so sollen es nur zwei tun, höchstens drei, und zwar einer nach dem andern; dann soll einer es auslegen. 28 Wenn aber niemand es auslegen kann, soll auch keiner vor der Gemeinde so reden. Er soll es für sich selber tun und vor Gott.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor14,26" target="_blank">1. Kor 14,26-28/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;39 Strebt also nach der Prophetengabe, meine Brüder, und hindert niemand daran, in Zungen zu reden. 40 Doch alles soll in Anstand und Ordnung geschehen.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor14,39" target="_blank">1. Kor 14,39-40/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<p><strong>Zu Punkt 4:</strong></p>
<p>Viele charismatische Gemeinden lehren, dass jeder Christ die Gabe Zungenreden erhalten könne, wenn er das nur wolle. Praktisch heißt das meist, dass ein Christ sich für diese Gabe zuerst innerlich öffnen (ggf. auch durch Gebet) und dann das Zungenreden einfach ausprobieren, also praktisch lernen müsse. Dem widerspricht aber schon die Tatsache, dass es sich um eine <em>Gabe</em> des Heiligen Geistes, also um ein <em>Geschenk</em> handelt. Wenn man folgende Bibelstellen liest, müsste m.E. eigentlich jedem deutlich werden, dass die Geistesgabe &#8222;Zungenrede&#8220; eben <em>nicht</em> jeder Christ erhält (so wie das bei jeder anderen Gabe des Heiligen Geistes auch ist):</p>
<blockquote><p>&#8222;8 Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem andern durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, 9 dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern &#8211; immer in dem einen Geist &#8211; die Gabe, Krankheiten zu heilen, 10 einem andern Wunderkräfte, einem andern prophetisches Reden, einem andern die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu deuten. 11 Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will. 12 Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus. 13 Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt. 14 Auch der Leib besteht nicht nur aus einem Glied, sondern aus vielen Gliedern. 15 Wenn der Fuß sagt: Ich bin keine Hand, ich gehöre nicht zum Leib!, so gehört er doch zum Leib. 16 Und wenn das Ohr sagt: Ich bin kein Auge, ich gehöre nicht zum Leib!, so gehört es doch zum Leib. 17 Wenn der ganze Leib nur Auge wäre, wo bliebe dann das Gehör? Wenn er nur Gehör wäre, wo bliebe dann der Geruchssinn? 18 Nun aber hat Gott jedes einzelne Glied so in den Leib eingefügt, wie es seiner Absicht entsprach. 19 Wären alle zusammen nur ein Glied, wo bliebe dann der Leib? 20 So aber gibt es viele Glieder und doch nur einen Leib.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,8" target="_blank">1. Kor 12,8-20/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm. 28 So hat Gott in der Kirche die einen als Apostel eingesetzt, die andern als Propheten, die dritten als Lehrer; ferner verlieh er die Kraft, Wunder zu tun, sodann die Gaben, Krankheiten zu heilen, zu helfen, zu leiten, endlich die verschiedenen Arten von Zungenrede. 29 Sind etwa alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer? Haben alle die Kraft, Wunder zu tun? 30 Besitzen alle die Gabe, Krankheiten zu heilen? Reden alle in Zungen? Können alle solches Reden auslegen?&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,27" target="_blank">1. Kor 12,27-29/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<p>Es ist der Heiligen Geist selbst, der entscheidet welcher Christ welche Gabe erhält. Wir können zwar den Heiligen Geist um eine bestimmte Gabe bitten, aber ob wir sie dann tatsächlich erhalten bleibt Gott überlassen. Gott selbst weiß am Besten welche (Geistes-)Gaben für uns und für unsere Gemeinde gut und nützlich sind. Und mit einer Geistesgabe ist ja immer auch eine besondere Verantwortung und Pflicht verbunden, nämlich, dass man die Gabe auch richtig und zum Wohl aller ausübt. Und für manch einen ist es dann tatsächlich wohl besser, bestimmte Geistesgaben nicht zu bekommen, wie es uns auch der falsche Gebrauch der Gabe der Zungenrede  bei den Korinthern deutlich macht.</p>
<p><strong>Zum Schluss:</strong></p>
<p>Folgende Bibelstellen werden (u.a.) zur Begründung angeführt, warum der Empfang der Gabe der Zungenrede so wichtig und für jeden Christen auch möglich ist:</p>
<blockquote><p>&#8222;31 Strebt aber nach den höheren Gnadengaben!(&#8230;)&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,31" target="_blank">1. Kor 12,31/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;1 Jagt der Liebe nach! Strebt aber auch nach den Geistesgaben, vor allem nach der prophetischen Rede!&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor14,1" target="_blank">1. Kor 14,1/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;5 Ich wünschte, ihr alle würdet in Zungen reden, weit mehr aber, ihr würdet prophetisch reden. Der Prophet steht höher als der, der in Zungen redet, es sei denn, dieser legt sein Reden aus; dann baut auch er die Gemeinde auf.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor14,5" target="_blank">1. Kor 14,5/EÜ</a>)</p>
<p>&#8222;39 Strebt also nach der Prophetengabe, meine Brüder, und hindert niemand daran, in Zungen zu reden.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor14,39" target="_blank">1. Kor 14,39/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<p>Die obigen Verse sagen jedoch lediglich aus, dass wir im Gegensatz zu den Korinthern nach den höheren statt der weniger wichtigen Geistesgaben streben sollen. Vor allem aber nach der Liebe. Auch wenn Paulus sagt, dass er sich wünsche, dass alle die Gabe der Zungenrede haben, bevorzugt er doch die Prophetengabe. Außerdem sagt er damit  auch gar nicht aus, dass  jeder Christ die Gabe des Zungenredens tatsächlich erhalten wird. Ganz im Gegenteil, denn  in <a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=1kor12,1" target="_blank">1. Kor 12</a> hat er ja lang und breit erläutert, dass eben nicht jeder die gleiche(n) Geistesgabe(n) erhalten wird, da ja sonst kein funktionsfähiger Leib daraus entstehen könne.</p>
<p>Ich persönlich würde mir wünschen, wenn wir die Gabe der Zungenrede in charismatischen Gemeinden nicht so überbetonen, sondern vor allem nach den besseren Geistesgaben streben würden wie z.B. die Gabe des Lehrens, der Krankenheilung und vor allem natürlich der Liebe, die ja ein Erkennungszeichen für Christen sein soll:</p>
<blockquote><p>&#8222;Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.&#8220;(<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=joh13,35" target="_blank">Joh 13,35/EÜ</a>)</p>
</blockquote>
<p><strong>Quellen/Literatur:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Wikipedia engl." href="http://en.wikipedia.org/wiki/Glossolalia" target="_blank">&#8222;Glossolalia&#8220; in Wikipedia (engl.)</a></li>
<li><a title="Catholic Encyclopedia" href="http://www.newadvent.org/cathen/14776c.htm" target="_blank">&#8222;Gift of Tongues&#8220; in &#8222;Catholic Encyclopedia&#8220;</a></li>
<li><a title="EFG Hohenstaufen" href="http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/bibel/glossolalie.html" target="_blank">Urchristliche Glossolalie (Dr. Eckhard J. Schnabel)</a></li>
<li><a title="TONGUES-SPEECH: A PATRISTIC ANALYSIS" href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=1&amp;ved=undefined&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.etsjets.org%2Ffiles%2FJETS-PDFs%2F23%2F23-2%2F23-2-pp125-137_JETS.pdf&amp;ei=73nISun0Kc7r-Ab-nJU3&amp;usg=AFQjCNGyxcKTgUl8OH-dif8ZOPY4lOH_lw&amp;sig2=96NC6LeOLHT36Ug4Unv0-g" target="_blank">&#8222;TONGUES-SPEECH: A PATRISTIC ANALYSIS&#8220; von Harold Hunter, JETS 23/2, Juni 1980, S. 125-137</a></li>
<li><a title="The Navarre Bible: New Testment" href="http://www.fourcourtspress.ie/product.php?intProductID=820" target="_blank">The Navarre Bible: New Testament</a></li>
<li><a title="A Catholic Commentary on Holy Scripture" href="http://e-sword-users.org/users/node/2108" target="_blank">A Catholic Commentary on Holy Scripture</a></li>
<li><a title="Haydock’s Bible Commentary" href="http://haydock1859.tripod.com/" target="_blank">Haydock’s Bible Commentary</a></li>
<li><a title="Ancient Christian Commentary On Scripture" href="http://www.ivpress.com/accs/" target="_blank">Ancient Christian Commentary On Scripture</a></li>
<li><a title="A Dictionary of Early Christian Beliefs" href="http://www.amazon.de/Dictionary-Early-Christian-Beliefs-Reference/dp/1565633571/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1254729279&amp;sr=8-1" target="_blank">&#8222;Gifts of the Spirit&#8220; in &#8222;A Dictionary of Early Christian Beliefs&#8220; (David Bercot)</a></li>
<li><a title="Bibliothek der Kirchenväter" href="http://www.unifr.ch/bkv/index.htm" target="_blank">Bibliothek der Kirchenväter</a></li>
</ul>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 15:35:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Freund von mir hat mich gestern auf einen Film im Internet aufmerksam gemacht, von dem er wohl selbst &#8211; trotz einiger Vorbehalte &#8211; ganz angetan schien. Ein Film, der den Anspruch erhebt die Menschen  aufzuklären. U.a. über den Lug und Trug der Religionen, insbesondere des Christentums. Der Film heißt bezeichnenderweise &#8222;Zeitgeist&#8220; (auch im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1197&subd=sschweizer&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ein Freund von mir hat mich gestern auf einen Film im Internet aufmerksam gemacht, von dem er wohl selbst &#8211; trotz einiger Vorbehalte &#8211; ganz angetan schien. Ein Film, der den Anspruch erhebt die Menschen  aufzuklären. U.a. über den Lug und Trug der Religionen, insbesondere des Christentums. Der Film heißt bezeichnenderweise &#8222;Zeitgeist&#8220; (auch im englischen Original) und ist im  Internet einer der meist angesehensten Videos.</p>
<p>Heute habe ich mir dann den Teil I (von drei) und den Schluss des gesamten Films angesehen. Der Film ist technisch ziemlich gut gemacht, inhaltlich halte ich ihn für absolut unseriös. Er gibt zwar vor, dass er nicht &#8222;boshaft&#8220; und keine &#8222;Gefühle verletzen&#8220;, sondern &#8222;sachlich&#8220; und auf &#8222;akademisch&#8220;-wissenschaftlicher Grundlage Aufklärung betreiben wolle, aber das genaue Gegenteil ist faktisch der Fall.</p>
<p>Der Film beeindruckt auf den ersten Blick mit scheinbar gut recherchierten Parallelen zwischen den Religionen und auf einen angeblich völlig eindeutigen Zusammenhang mit der antiken Astrologie, beinhaltet jedoch eine ganze Reihe von historischen Fehlern und Wahrheitsverdrehungen. Der Ton des Sprechers ist zudem voller Häme, zieht über das Christentum als dummen Mythos von macht besessenen Menschen her. Diese Behauptung ist übrigens nicht neu und wird von Leuten, die die Kirchengeschichte nicht wirklich kennen bzw. diese absichtlich einseitig darstellen immer wieder vorgebracht.</p>
<p>Aber schaut euch den Teil I doch selbst einmal an, denn der Film ist m.E. ein sehr gutes Beispiel wie man Menschen verführen kann (folgender Video ist lediglich Teil I, 1/4, <a title="Zeitgeist" href="http://video.google.com/videoplay?docid=1338572241371195960#" target="_blank">hier der ganze Film</a>):</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://sschweizer.wordpress.com/2009/09/18/wie-leicht-menschen-zu-verfuhren-sind/"><img src="http://img.youtube.com/vi/mkZzZmNDFAc/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Wenn ihr dann wissen wollt, was an den Behauptungen der Filmemacher dran ist, dann empfehle ich mal folgende Videos (leider nur auf Englisch) anzusehen. Aus diesen wird m.E. recht deutlich, dass eine Menge Unsinn verbreitet wird, um die eigenen <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theosophie" target="_blank">teosophischen</a> bzw. esoterischen Ideologien zu verbreiten:</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://sschweizer.wordpress.com/2009/09/18/wie-leicht-menschen-zu-verfuhren-sind/"><img src="http://img.youtube.com/vi/uyeZoQg76T4/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://sschweizer.wordpress.com/2009/09/18/wie-leicht-menschen-zu-verfuhren-sind/"><img src="http://img.youtube.com/vi/_QAhrC3nG5E/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
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			<media:title type="html">Stef</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Beliebte Irrtümer über die kath. Kirche (Teil 1)</title>
		<link>http://sschweizer.wordpress.com/2009/09/05/beliebte-irrtumer-uber-die-kath-kirche-teil-1/</link>
		<comments>http://sschweizer.wordpress.com/2009/09/05/beliebte-irrtumer-uber-die-kath-kirche-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 15:54:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtümer]]></category>
		<category><![CDATA[kath. Kirche]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Tagen hat Wegbegleiter durch seinen Blog-Beitrag &#8222;Ehrlich: wo mich die katholische Kirche wütend macht (und traurig)&#8220; eine sehr rege und interessante Diskussion über die katholische Kirche &#8222;losgetreten&#8220;.
Ich musste dabei mal wieder feststellen, dass es doch eine Menge Missverständnisse bzgl. der Lehren und Praktiken der kath. Kirche gibt (z.B. bzgl. Kindertaufe, Marienverehrung, etc.).
Von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1153&subd=sschweizer&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Vor ein paar Tagen hat <a title="Wegbegleiters Blog" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/" target="_blank">Wegbegleiter</a> durch seinen Blog-Beitrag &#8222;<a title="Wegbegleiters Blog-Beitrag" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2009/08/27/ehrlich-wo-mich-die-katholische-kirche-wutend-macht/" target="_blank">Ehrlich: wo mich die katholische Kirche wütend macht (und traurig)</a>&#8220; eine sehr rege und interessante <a title="Kommentare zu Wegbegleiters Blog-Beitrag" href="http://wegbegleiter.wordpress.com/2009/08/27/ehrlich-wo-mich-die-katholische-kirche-wutend-macht/#comments" target="_blank">Diskussion</a> über die katholische Kirche &#8222;losgetreten&#8220;.</p>
<p>Ich musste dabei mal wieder feststellen, dass es doch eine Menge Missverständnisse bzgl. der Lehren und Praktiken der kath. Kirche gibt (z.B. bzgl. Kindertaufe, Marienverehrung, etc.).</p>
<p>Von Dirk, einem Diskussionsteilnehmer habe ich am Ende der Diskussion den Hinweis auf die von <a title="www.soundwords.de" href="http://www.soundwords.de" target="_blank">SoundWords</a> auf Deutsch übersetzte und veröffentlichte Schrift &#8222;<a title="Die römisch-katholische Lehre im Lichte der Heiligen Schrift" href="http://www.soundwords.de/artikel.asp?id=4442" target="_blank">Die römisch-katholische Lehre im Lichte der Heiligen Schrift</a>&#8220; von Keith L. Brooks<span style="font-size:x-small;"> </span>erhalten. Dort werden eine ganze Reihe von Themen wie &#8222;Die Heilige Schrift&#8220;, &#8222;Die Kirche&#8220;, &#8222;Das Papsttum&#8220;, &#8222;Der Marienkult und die Verehrung von Bildwerken&#8220; etc. behandelt und die angeblich falschen Lehren und Praktiken der kath. Kirche verurteilt.</p>
<p>Dabei werden altbekannte Vorwürfe gegen die kath. Kirche vorgebracht, die m.E. jedoch in vielen Fällen auf einem mangelnden Verständnis der kath. Lehren, auf fehlerhafter Darstellung (kirchen-)historischer Fakten und teilweise auch einer Verdrehung kath. Lehren beruhen. Ob dies aus Unkenntnis oder aus Antipathie der kath. Kirche gegenüber herrührt, kann ich natürlich nicht beurteilen und spielt auch erstmal für diesen Beitrag keine Rolle.</p>
<p>Im Folgenden möchte ich nun versuchen, anhand der genannten Schrift einige der weit verbreiteten Irrtümer über die kath. Kirche richtig zu stellen (soweit ich dazu in der Lage bin, da ich kein studierter kath. Theologe/Kirchenhistoriker bin).</p>
<p>Mein Anliegen ist dabei übrigens nicht in erster Linie die kath. Kirche zu verteidigen oder sie gar als vollkommen bzw. ohne Sünde darzustellen, sondern durch die Darstellung der kath. Sicht zu einem sachlichen und fairen Dialog zwischen protestantisch/freikirchlichen und katholischen Christen beizutragen.</p>
<p>Und natürlich bin ich jederzeit dankbar für Hinweise, wo ich Sachverhalte irrtümlicher selbst fehlerhaft dargestellt habe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3><span id="more-1153"></span>Die Heilige Schrift</h3>
<p>Zu:</p>
<blockquote><p><span style="font-family:Trebuchet MS;font-size:x-small;"><strong>Der Katholizismus lehrt: </strong><br />
Die Schriften des Alten und Neuen Testaments bilden nur einen Teil des Wortes Gottes. Sie werden ergänzt von anderen, ebenfalls inspirierten Schriften (Apokryphen, päpstliche und kirchliche Überlieferungen).</span></p></blockquote>
<p>Zunächst stellt sich mir hier die Frage, was der Autor mit &#8222;Wort Gottes&#8220; meint. Falls er mit &#8222;Wort Gottes&#8220; die Hl. Schrift, die Bibel also meint, dann ist obige Aussage schlichtweg falsch. Denn die kath. Kirche lehrt eben <em>nicht</em>, dass eine Schrift außerhalb des (kath.!) Bibelkanons (vom Hl. Geist) inspiriert sei (auch keine kirchliche Überlieferungen oder päpstliche Schreiben) und somit der Hl. Schrift gleichzusetzen wäre.</p>
<p>Leider fehlt im oben angegeben Zitat eine Quellenangabe (zumindest in der deutschen Übersetzung), so dass ich nicht nachvollziehen kann wie der Autor zu dieser Aussage gekommen ist.</p>
<p>Richtig ist jedoch (vielleicht hatte das der Autor im Kopf), dass die kath. Kirche lehrt, dass auch die kirchliche (mündliche) Überlieferung (&#8222;Tradition&#8220;) genauso wie die Hl. Schrift ihren Ursprung in Gott hat und damit Wahrheit lehrt.</p>
<p>So steht im Katechismus der kath. Kirche (KKK, siehe <a title="Katechismus der katholischen Kirche" href="http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_INDEX.HTM" target="_blank">Ausgabe 1997</a> bzw. <a title="Katechismus der katholischen Kirche" href="http://overkott.dyndns.org/kkk-suche.htm" target="_blank">Ausgabe 2003</a>) Folgendes:</p>
<blockquote><p>,,Christus, der Herr, in dem die ganze Offenbarung des höchsten Gottes sich vollendet, hat den Aposteln den Auftrag gegeben, das Evangelium, das, vordem durch die Propheten verheißen, er selbst erfüllt und mit eigenem Munde verkündet hat, als die Quelle aller heilsamen Wahrheit und Sittenlehre allen zu predigen und ihnen so göttliche Gaben mitzuteilen&#8220; (DV 7). (<a title="Katechismus der katholischen Kirche" href="http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_PR.HTM" target="_blank">KKK #75</a>)</p>
<p>&#8222;Dem Willen des Herrn entsprechend geschah die Weitergabe des Evangeliums auf zwei Weisen:<br />
- mündlich ,,durch die Apostel, die in mündlicher Predigt, durch Beispiel und Einrichtungen das weitergaben, was sie entweder aus Christi Mund, im Umgang mit ihm und durch seine Werke empfangen oder unter der Eingebung des Heiligen Geistes gelernt hatten&#8220;;<br />
- schriftlich ,,durch jene Apostel und apostolischen Männer, die unter der Inspiration desselben Heiligen Geistes die Botschaft vom Heil niederschrieben&#8220; (DV 7).&#8220; (<a title="Katechismus der katholischen Kirche" href="http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_PR.HTM" target="_blank">KKK #76</a>)</p>
<p>,,Die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift sind eng miteinander verbunden und haben aneinander Anteil. Demselben göttlichen Quell entspringend, fließen beide gewissermaßen in eins zusammen und streben demselben Ziel zu&#8220; (DV 9). (<a title="Katechismus der katholischen Kirche" href="http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_PR.HTM" target="_blank">KKK #80</a>)</p>
<p>&#8222;Die Überlieferung [oder Tradition], von der wir hier sprechen, kommt von den Aposteln her und gibt das weiter, was diese der Lehre und dem Beispiel Jesu entnahmen und vom Heiligen Geist vernahmen. Die erste Christengeneration hatte ja noch kein schriftliches Neues Testament, und das Neue Testament selbst bezeugt den Vorgang der lebendigen Überlieferung.&#8220; (<a title="Katechismus der katholischen Kirche" href="http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_PR.HTM" target="_blank">KKK #83</a>)</p></blockquote>
<p>Zu:</p>
<blockquote><p><strong>Ist es erlaubt, zu Gottes Wort etwas hinzuzufügen?</strong></p></blockquote>
<p>Hier behauptet der Autor ganz direkt, dass die kath. Kirche dem &#8222;Wort Gottes&#8220; (in diesem Fall kann nur die Bibel gemeint sein) etwas hinzugefügt hätte (gemeint sind hier ganz offensichtlich die angeblichen Apokryphen, kirchliche Überlieferungen und päpstliche Schreiben).</p>
<p>Wie oben schon erwähnt, wird die kirchliche Überlieferung (&#8222;Tradition&#8220;) von der kath. Kirche <em>nicht </em>zum Bibelkanon hinzugerechnet und auch nicht die päpstlichen Schreiben (jedoch ggf. durchaus als verbindliche Lehrmeinung).</p>
<p>Die von den Protestanten als &#8222;Apokryphen&#8220; bezeichneten Schriften werden von der kath. Kirche als &#8222;deuterokanonische Schriften&#8220; (d.h. zeitlich später kanonisierte, jedoch gleichwertige Schriften) bezeichnet und zum Bibelkanon hinzugerechnet (z.B. 3./4. Buch Esra, 3./4. Buch der Makkabäer, <a title="kath. Apokryphen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apokryphe#Apokryphen_nach_dem_katholischen_Kanon" target="_blank">siehe Wikipedia</a>). Dieser Kanon des AT wurde bereits im 4.Jh. n.Chr. auf einigen Synoden der Alten Kirche beschlossen (und nicht erst im 16Jh. auf dem tridentinischen Konzil wie unten behauptet, siehe bzgl. der  Kanonbildung des AT z.B. die <a title="Catholic Encyclopedia" href="http://www.newadvent.org/cathen/03267a.htm" target="_blank">Catholic Encyclopedia</a>).</p>
<p>Es ist zwar richtig, dass es bereits bei den frühen Kirchenvätern unterschiedliche Meinungen bzgl. der Kanonizät der  genannten Schriften gab (z.B. befürwortete Hieronymus den kürzeren jüdischen Kanon, den Tenach, und Augustinus den längeren Kanon inkl. der Schriften, die in der Septuaginta, der griech. Übersetzung des ATs beinhaltet waren). Die Praxis der Kirche (d.h. die allg. Zitierung der deuterokanon. Schriften durch die frühen Christen und Verwendung in der Glaubensunterweisung und im Gottesdienst) bezeugt jedoch seit frühester Zeit, dass die deuterkanon. Schriften von der Kirche im Ganzen als zum AT gehörend akzeptiert und respektiert wurden.</p>
<blockquote><p><strong>Kann eine Schrift von Gott sein, wenn sie der Heiligen Schrift widerspricht?</strong></p></blockquote>
<p>Mit dieser rhetorischen Frage behauptet der Autor ganz offensichtlich, dass die kath. Kirche mittels außerbiblischen Schriften der Hl. Schrift widerspricht. Leider zitiert er keine Schrift direkt und versäumt auch ein Beispiel zu nennen. Denn diese Behauptung ist m.E. genauso irrtümlich wie die obigen. Ich zumindest kenne keine offizielle kath. Lehrschrift, die der Bibel (offen) widerspricht.</p>
<blockquote><p><strong>Sind die Apokryphen inspiriert?</strong></p>
<p>Sie waren im Kanon des Alten Testaments nicht enthalten und sind von Christus oder den Aposteln nie angeführt worden. Sie nehmen keine Inspiration für sich in Anspruch. Einige ihrer Schreiber verneinen diese. Auch von der katholischen Kirche wurden sie nicht als inspiriert angesehen. Erst auf dem Tridentinischen Konzil (1545-1563) wurden sie den Heiligen Schriften gleichgestellt.</p></blockquote>
<p>Natürlich kann man nicht wirklich beweisen, ob eine Schrift &#8222;inspiriert&#8220; ist. Letztlich kann nur die (kath.) Kirche im Gesamten entscheiden welche Schriften vom Hl. Geist inspiriert sind und welche nicht (so entstand ja auch der Kanon des Neune Testaments).  Und wie gesagt behauptet die kath. Kirche, dass die von den Protestanten abwertend &#8222;Apokryphen&#8220; genannten Schriften zum Bibelkanon dazugehören und damit &#8222;inspiriert&#8220; sind (Widersprüche in den deuterokanon. Schriften zur restlichen udn von den Protestanten akzeptierte Hl. Schrift habe ich übrigens noch nicht ausmachen können).</p>
<p>Und ehrlich gesagt kann ich mir beim &#8222;Buch der Weisheit&#8220; wirklich nicht vorstellen, dass es nicht von Gott inspiriert ist, da es z.B. eine m.E. ganz klare messianische Prophezeiung auf Jesus Christus enthält:</p>
<blockquote><p>&#8222;10 Lasst uns den Gerechten unterdrücken, der in Armut lebt, die Witwe nicht schonen und das graue Haar des betagten Greises nicht scheuen! 11 Unsere Stärke soll bestimmen, was Gerechtigkeit ist; denn das Schwache erweist sich als unnütz. 12 Lasst uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung. 13 Er rühmt sich, die Erkenntnis Gottes zu besitzen, und nennt sich einen Knecht des Herrn. 14 Er ist unserer Gesinnung ein lebendiger Vorwurf, schon sein Anblick ist uns lästig; 15 denn er führt ein Leben, das dem der andern nicht gleicht, und seine Wege sind grundverschieden. 16 Als falsche Münze gelten wir ihm; von unseren Wegen hält er sich fern wie von Unrat. Das Ende der Gerechten preist er glücklich und prahlt, Gott sei sein Vater. 17 Wir wollen sehen, ob seine Worte wahr sind, und prüfen, wie es mit ihm ausgeht. 18 Ist der Gerechte wirklich Sohn Gottes, dann nimmt sich Gott seiner an und entreißt ihn der Hand seiner Gegner. 19 Roh und grausam wollen wir mit ihm verfahren, um seine Sanftmut kennen zu lernen, seine Geduld zu erproben. 20 Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen; er behauptet ja, es werde ihm Hilfe gewährt. 21 So denken sie, aber sie irren sich; denn ihre Schlechtigkeit macht sie blind. 22 Sie verstehen von Gottes Geheimnissen nichts, sie hoffen nicht auf Lohn für die Frömmigkeit und erwarten keine Auszeichnung für untadelige Seelen. 23 Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht. 24 Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt und ihn erfahren alle, die ihm angehören.&#8220; (<a title="Bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Weish2,10" target="_blank">Weisheit 2,10-24/EÜ</a>)</p></blockquote>
<p>Also, wenn das nicht klar auf Jesus Christus prophetisch hinweist (Das Buch Weisheit wurde ca. 50 v.Chr. geschrieben, siehe <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buch_der_Weisheit" target="_blank">Wikipedia</a>), dann weiß ich auch nicht mehr&#8230;</p>
<p>Die Behauptung von Keith Brooks, dass die angeblichen Apokrypen erst auf dem Tridentinischen Konzil der Hl. Schrift gleichgestellt wurde ist w.o. bereits erwähnt ein (leider weit verbreiteter) Irrtum. Denn auf dem Konzil von Trient wurden der bislang allgemein von der (kath.) Kirche akzeptierte Kanon nur nochmal bestätigt (<a title="Catholic Encyclopedia" href="http://www.newadvent.org/cathen/15030c.htm" target="_blank">siehe Catholic Encyclopedia</a>).</p>
<p>Zu</p>
<blockquote><p><strong>Sind die Überlieferungen (z. B. der &#8222;Kirchenväter&#8220;) inspiriert?</strong></p>
<p>Sie wurden erst im Mittelalter von Mönchen herausgebracht. Davor hat man nichts von ihnen gehört. In der Heiligen Schrift sind sie nie enthalten gewesen. Sie widersprechen der Heiligen Schrift. Die hauptsächlichsten Lehren des Katholizismus gründen sich auf Überlieferungen.</p></blockquote>
<p>Also, an dieser Aussage ist leider so ziemlich alles falsch.</p>
<p>Die kirchlichen (schriftlichen) Überlieferung entstanden nicht erst im Mittelalter, sondern direkt nach Abschluss des Neuen Testaments, die Autoren waren nicht nur Mönche, sondern z.B. auch Philisophen wie Justin der Märtyrer und die Schriften der frühen Christen widersprechen (in aller Regel) auch nicht der Hl. Schrift.</p>
<p>Hier mal eine Auflistung der kirchlichen Schriftsteller (siehe <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenv%C3%A4ter" target="_blank">Wikipedia</a>):</p>
<blockquote><p><strong>2. Jahrhundert n.Chr.</strong><br />
<em>Die apostolischen Väter, ca. 80-150 n. Chr.:</em><br />
o Klemens von Rom<br />
o Papias von Hierapolis<br />
o Ignatius von Antiochien<br />
o Polykarp von Smyrna<br />
o Hermas<br />
<em>Apologeten</em><br />
o Aristides von Athen<br />
o Justin der Märtyrer<br />
o Athenagoras von Athen<br />
o Irenäus von Lyon<br />
o Meliton von Sardes</p>
<p><strong>3. Jahrhundert<br />
</strong>o Origenes<em> (problematisch)</em><br />
o Tertullian <em>(problematisch)</em><br />
o Clemens von Alexandria<br />
o Cyprian von Karthago<br />
o Hippolyt von Rom<br />
o Minucius Felix</p>
<p><strong>4. Jahrhundert</strong><br />
o Eusebius von Caesarea<br />
o Athanasius von Alexandria<br />
o Cyrill von Jerusalem<br />
o Basilius von Caesarea<br />
o Gregor von Nazianz<br />
o Gregor von Nyssa<br />
o Ephraem der Syrer<br />
o Johannes Chrysostomos<br />
o Hilarius von Poitiers<br />
o Ambrosius von Mailand<br />
o Hieronymus<br />
o Augustinus von Hippo<br />
o Nemesius von Emesa<br />
o Arnobius der Ältere<br />
o Lactantius<br />
o Chalcidius<br />
o Marius Victorinus<br />
o Macrobius</p>
<p><strong>5. Jahrhundert</strong><br />
o Benedikt von Nursia<br />
o Salvian von Marseille<br />
o Martianus Capella<br />
o Cyril von Alexandria<br />
o Theodor von Mopsuestia<br />
o Leo der Große</p>
<p><strong>6. Jahrhundert</strong><br />
o Gregor der Große</p>
<p><strong>7. Jahrhundert</strong><br />
o Maximus der Bekenner<br />
o Isidor von Sevilla</p>
<p><strong>8. Jahrhundert</strong><br />
o Johannes von Damaskus</p></blockquote>
<p>Die frühen Christen, Apologeten, Kirchenschriftsteller und Kirchenväter waren meist nicht nur sehr viel vorbildlicher in ihrem Lebenswandel als die meisten heutigen Christen (auch als die meisten Katholiken natürlich!), sie hatten m.E. auch ein sehr viel besseres und tieferes Bibelverständnis (manche konnten sogar ganze Teile der Bibel auswendig).</p>
<p>Es ist wirklich traurig wie wahrhaft Helden des Glaubens aus Unkenntnis (ihrer Schriften und der Kirchengeschichte etc.) so schlecht gemacht werden. Ich selbst habe den Kirchenvätern so viel zu verdanken, was meinen Glauben und das Verständnis der Hl. Schrift angeht. Ich kann nur jedem Mal empfehlen, sich die Schriften der frühene Christen mal selbst zu lesen und (erst) danach über sie zu urteilen.</p>
<p>Folgende Bücher kann ich übrigens für den Einstieg sehr empfehlen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.amazon.de/Seele-Welt-Christen-ersten-Jahrhunderte/dp/3451321297/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1220202701&amp;sr=8-2">Seele der Welt &#8211; Texte von Christen der ersten Jahrhunderte</a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/Quellen-geistlichen-Lebens-Band-V%C3%A4ter/dp/3786727120/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1220419582&amp;sr=8-1">Quellen geistlichen Lebens: Die Zeit der Väter (Geerlings/Greshake)</a></li>
</ul>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sschweizer.wordpress.com/1153/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sschweizer.wordpress.com/1153/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sschweizer.wordpress.com/1153/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sschweizer.wordpress.com/1153/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sschweizer.wordpress.com/1153/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sschweizer.wordpress.com/1153/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sschweizer.wordpress.com/1153/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sschweizer.wordpress.com/1153/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sschweizer.wordpress.com/1153/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sschweizer.wordpress.com/1153/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1153&subd=sschweizer&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Stef</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Treue statt (nur) Kondome</title>
		<link>http://sschweizer.wordpress.com/2009/08/29/treue-statt-nur-kondome/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 08:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Kondome]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf  ZENIT bin ich heute auf folgende Nachrichtenmeldung gestoßen: &#8222;Aids-Forscher gibt Papst Recht &#8211; Abstinenz und Treue sind wirkungsvoller als Kondome&#8220;.
Schön finde ich, dass man auch mal offen anspricht, dass AIDS nicht nur mit Kondomen, sondern auch mit einer Änderung des eigenen Sexuallebens an sich bekämpft werden kann und muss&#8230;
     [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1148&subd=sschweizer&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Auf  <a href="http://www.zenit.org/index.php?l=german">ZENIT</a> bin ich heute auf folgende Nachrichtenmeldung gestoßen: <a title="Aids-Forscher gibt Papst Recht" href="http://www.zenit.org/article-18429?l=german" target="_blank">&#8222;Aids-Forscher gibt Papst Recht &#8211; Abstinenz und Treue sind wirkungsvoller als Kondome&#8220;</a>.</p>
<p>Schön finde ich, dass man auch mal offen anspricht, dass AIDS nicht nur mit Kondomen, sondern auch mit einer Änderung des eigenen Sexuallebens an sich bekämpft werden kann und muss&#8230;</p>
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			<media:title type="html">Stef</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Nur die Liebe zählt&#8230;</title>
		<link>http://sschweizer.wordpress.com/2009/06/23/nur-die-liebe-zahlt/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 17:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal was anderes&#8230;

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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Mal was anderes&#8230;</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://sschweizer.wordpress.com/2009/06/23/nur-die-liebe-zahlt/"><img src="http://img.youtube.com/vi/DlUqybC0Lg0/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
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			<media:title type="html">Stef</media:title>
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		<media:content url="http://img.youtube.com/vi/DlUqybC0Lg0/2.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Bibel-Exegese zum Abgewöhnen</title>
		<link>http://sschweizer.wordpress.com/2009/06/22/bibel-exegese-zum-abgewohnen/</link>
		<comments>http://sschweizer.wordpress.com/2009/06/22/bibel-exegese-zum-abgewohnen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 19:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibelauslegung]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
		<category><![CDATA[kath. Kirche]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche war ich mal wieder bei einem katholischen Bibelabend (ja sowas gibt es da auch!). Und dieser war wirklich ein echter Schocker! Ich muss sagen ich war total bestürzt, was da so gelehrt wurde.
Vorweg gesagt, nicht jeder katholische Bibelabend muss so daneben sein wie dieser. Ich weiß zumindest von einem anderen, der zwar auch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1120&subd=sschweizer&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Letzte Woche war ich mal wieder bei einem katholischen Bibelabend (ja sowas gibt es da auch!). Und dieser war wirklich ein echter Schocker! Ich muss sagen ich war total bestürzt, was da so gelehrt wurde.</p>
<p>Vorweg gesagt, nicht jeder katholische Bibelabend muss so daneben sein wie dieser. Ich weiß zumindest von einem anderen, der zwar auch nicht sonderlich lehrreich war, aber in dem zumindest auch kein Unsinn erzählt wurde.</p>
<p>Aber jetzt der Reihe nach.</p>
<p><span id="more-1120"></span></p>
<p>Es ging um folgende Erzählung über die Auferstehung Jesu im Johannes-Evangelium:</p>
<blockquote><p>1 Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. 2 Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. 3 Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; 4 sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab. 5 Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. 6 Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen 7 und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. 8 Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. 9 Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste. 10 Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück. 11 Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. 12 Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. 13 Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat. 14 Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. 15 Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen. 16 Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. 17 Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. 18 Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.&#8220; (Joh 20,1-18/EÜ)</p></blockquote>
<p>Und was nun die beiden vortragenden Herren (ein Benediktiner-Pater und ein kath. Theologe) über diese Erzählung den ca. 15 Anwesenden vortrugen muss m.E.  jedem ernsthaft gläubigen Christen die Schuhe ausziehen.</p>
<p>Es fing noch relativ harmlos an, nämlich damit, dass in dieser Erzählung wie im ganzen Johannes-Evangelium eine gewisse Rivalität zwischen Petrus und Johannes deutlich werden würde (Johannes und Petrus wären ja &#8211; wenn man den griechischen Wortlaut betrachten würde &#8211; <em>getrennt</em> zum Grab gelaufen und dann vermutlich auch <em>getrennt</em> zu <em>sich</em> nach Hause zurückgekehrt; Zudem würde Petrus im Johannes-Evangelium zwar zunächst eine gewisse Vorrangstellung eingeräumt, dann aber systematisch als schlechter Christ dargestellt &#8211; oder gar sein Jüngersein völlig abgesprochen werden wie es in einem neuen Kommentar zum Johannes-Evangelium heißen würde).</p>
<p>Selbst wenn dem so wäre, wüsste ich nicht, was diese Spekulationen für einen theologischen oder gar praktischen Mehrwert für einen Bibelabend hätten!</p>
<p>Was mich vor allem an den beiden Vorträgen der Referenten störte war, dass sie fast ständig so ein süffisantes Lächeln auf den Lippen hatten und sich ganz offensichtlich damit brüsteten, wie viele &#8222;Unstimmigkeiten&#8220; sie in den Berichten gefunden hätten und was sie so alles zwischen den Zeilen aus dem Bericht herauslesen könnten.</p>
<p>Sie behandelten die Hl. Schrift wie ein profanes Buch, das sie nach eigenem Belieben auseinandernehmen (von &#8222;Auslegen&#8220; will ich da nicht sprechen) und in Frage stellen dürften. Letztendlich gaben sie praktisch vor, dass sie sogar besser als der Autor (d.h. Johannes) selbst wüssten, was der Evangelist &#8222;wirklich&#8220; sagen wollte (zumindest hatten sie für den vorliegenden Text <em>so wie er war</em> wenig Interesse).</p>
<p>So behauptete einer der beiden Vortragenden, dass Johannes eigentlich gar nicht groß das Auferstehungsgeschehen berichten wollte (mit einer zudem angeblich &#8222;völlig nutzlosen&#8220; Erwähnung der beiden Engel, da diese ja für die Handlung nichts sinnvolles beitrügen), sondern dass er mehr oder weniger gezwungen gewesen wäre bereits vorhandenes &#8222;Traditionsgut&#8220; über die Auferstehung mitzuverwenden (das wäre sogar so gut wie &#8222;sicher&#8220;).</p>
<p>Eigentlich wolle Johannes &#8211; lt. des Referenten &#8211; vor allem über seine Rivalität mit Petrus berichten und &#8211; und jetzt kommt der Schocker -  von dem &#8222;zärtlichen&#8220; Dialog zwischen Jesus und Maria Magdalena, der ja einen ganz deutlichen &#8222;erotischen Unterton&#8220; hätte! Es wären ganz deutlich Parallelen zum Hohelied der Liebe erkennbar und Maria wäre ja ganz offensichtlich auch die &#8222;Berührung&#8220; Jesu so wichtig gewesen.</p>
<p>Natürlich sprach der Referent nicht deutlich aus, was er damit offensichtlich sagen wollte: Jesus hätte eine mehr als nur freundschaftliche Beziehung zu Maria Magdalena gehabt!</p>
<p>Den Mut ganz offen davon zu sprechen, dass er glaube, dass Maria Magdalena eine intime (oder zumindest sehr zärtliche) Beziehung zu Jesus pflegte, hatte er dann offenbar aber nicht. Es blieb bei penetranten Andeutungen mit einem wissenden &#8222;Lächeln&#8220;.</p>
<p>Die Referenten fanden es wohl besonders spaßig, sich über solche m.E. völlig haltlosen Theorien auszulassen und machten sogar Witze darüber, dass sich frühere kath. Kommentatoren, z.B. der 30iger Jahre stattdessen mit so &#8222;völlig unwesentlichen&#8220; theologischen Fragen abmühten wie z.B., warum denn in einem Auferstehungsbericht von 2 Engeln und in einem anderen von nur 1 Engel berichtet wird. Oder was für eine Art von Leib Jesus nach der Auferstehung wohl gehabt hätte.</p>
<p>Mir wurde wirklich fast übel als ich das alles mit anhören musste. Vor allem schienen sich die Referenten ja <em>so</em> sicher zu sein, dass ihre Mutmaßungen der Wahrheit entsprächen (&#8222;Nein, es war nicht vielleicht so, es war ziemlich sicher so&#8220;).</p>
<p>Was soll man dazu sagen? Wenn Katholiken (nicht die kath. Kirche!) praktisch behaupten, dass Johannes in seinem Evangelium andeuten wollte, dass Jesus eine (geheimgehaltene) Liebesbeziehung mit Maria Magdalena hatte, dann machen sie m.E. damit Jesus und seine Jünger bzw. die Evangelisten vollkommen unglaubwürdig! Das hat mit dem (offiziellen) Glauben der kath. Kirche nun wahrlich <em>nichts</em> mehr zu tun!</p>
<p>Hier sieht man wieder mal ganz deutlich, dass die kath. Kirche <em>dringend</em> fähige und wirklich gläubige Bibellehrer braucht. Und dass die Toleranzschwelle in der kath. Kirche bzgl. solcher &#8222;Lehrer&#8220; absolut inakzeptabel ist. Da muss man sich ja nicht wundern, warum es in der kath. Kirche an allen Ecken krankt (darüber darf man sich hoffentlich auch mal kräftig aufregen, oder?).</p>
<p>Wer sich übrigens für eine alternative (und wahrlich katholische) Besprechung diese Bibelpassage interessiert sei z.B. auf die <a title="Catena Aurea" href="http://www.catena-aurea.de/ljaresdom.html#die" target="_blank">Catena Aurea</a> verwiesen.</p>
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		<item>
		<title>Bist du glücklich?</title>
		<link>http://sschweizer.wordpress.com/2009/06/18/bist-du-gluecklich/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 13:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gebe zu, eine etwas provokante Frage. Wer ist schon wirklich glücklich? (mal abgesehen von den Frischverliebten   )
Ich finde, dass das Thema &#8222;Glück&#8220; tatsächlich sehr wichtig ist. Es bestimmt unser Leben und unsere Ziele.
Sind wir wirklich glücklich?
Und jetzt beziehe ich die Frage mal vor allem auf uns Christen: Sind wir tatsächlich glücklich bzw. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1111&subd=sschweizer&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich gebe zu, eine etwas provokante Frage. Wer ist schon <em>wirklich</em> glücklich? (mal abgesehen von den Frischverliebten <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )</p>
<p>Ich finde, dass das Thema &#8222;Glück&#8220; tatsächlich sehr wichtig ist. Es bestimmt unser Leben und unsere Ziele.</p>
<p>Sind wir wirklich glücklich?</p>
<p>Und jetzt beziehe ich die Frage mal vor allem auf uns Christen: Sind wir tatsächlich glücklich bzw. glücklicher als die Nichtchristen? Oder hadern wir mit Gottes Geboten, die uns das Leben sehr viel schwieriger statt einfacher zu machen scheinen?</p>
<p>Die Frage ist ernst gemeint. Es reicht ja nicht aus, rein verstandesmäßig &#8222;alles zu haben&#8220; oder gar <em>die</em> Wahrheit gefunden zu haben. Wir müssen damit auch glücklich werden (können). Uns richtig glücklich <em>fühlen</em>.</p>
<p>Und wenn ich von &#8222;Glück&#8220; oder &#8222;glücklich sein&#8220; spreche, meine ich nicht nur oberflächliches Glück, sondern tief empfundene Freude. Am Leben. Am Leben mit Gott. Und Freude an Seinen Geboten(!).</p>
<p><span id="more-1111"></span>Ich weiß, dass es vielen Christen schwer fällt, sich glücklich zu fühlen. Trotz Gott. Oder gar gerade deswegen. Es fällt ihnen schwer Gott zu &#8222;verstehen&#8220;. Ganz zu schweigen von der Sinnhaftigkeit mancher Seiner Gebote (zumindest wie <em>wir </em>sie verstehen).</p>
<p>Wie geht es <em>dir</em> damit? Wie gehst <em>du</em> damit um?</p>
<p>Ich persönlich fühle mich zur zeit eigentlich sehr glücklich. Und das obwohl Einiges in meinem Leben (immer noch) nicht wirklich gut und rund läuft.</p>
<p>Z.B. belastet meine häufige Zeit am Computer meine Ehe. Ich habe wirklich Schwierigkeiten meine Prioritäten richtig zu setzen. Und das tut mir auch sehr leid (ehrlich). Aber ich arbeite dran&#8230; (das ist kein Widerspruch. Zur Zeit sind meine Frau und die Kinder nicht da <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )</p>
<p>Oder meine Depressionen die letzten Tage (ja, leider habe ich immer noch solche Phasen, auch wenn sie glücklicherweise nicht mehr ganz so stark sind wie früher).</p>
<p>Oder der Umstand, dass ich in den letzten Wochen sehr oft krank war (wie heute z.B. auch wieder, obwohl ich doch heute frei habe! Blöd aber auch <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Oder, dass ich vor einigen Tagen ein schwieriges Gespräch mit einem Freunden hatte, das mich auch richtig traurig gemacht hat.</p>
<p>Oder, dass Connie und ich noch nicht unseren Platz in der kath. Kirche gefunden haben (ja, nicht alles in der kath. Kirche ist so wie es sein sollte. Aber da ist ja nichts Neues, gell <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Oder, dass ich chronisch schlecht schlafe und selten richtig fit am Tag bin.</p>
<p>Und dann noch meine häufigen Kopf- und Rückenschmerzen.</p>
<p>Wow, mir fällt ja richtig viel ein, wenn ich über meine &#8222;Leiden&#8220; nachdenke&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber dennoch bin ich glücklich.</p>
<p>Weil ich ein Ziel im Leben habe. Und eine Grundlage.</p>
<p>Ich habe mich noch nie so sicher im Glauben gefühlt wie heute. Und ich hatte noch nie so viele Visionen für mein Leben wie diese Tage.</p>
<p>Oder ist das etwa alles Einbildung (ich hoffe mal nicht <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )?</p>
<p>Meine (ernstgemeinte) Frage bleibt an dich: wie geht es <em>dir </em>mit deinem Glück? Deinem Glauben? Deinem Leben?</p>
<p>Bist du glücklich?</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sschweizer.wordpress.com/1111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sschweizer.wordpress.com/1111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sschweizer.wordpress.com/1111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sschweizer.wordpress.com/1111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sschweizer.wordpress.com/1111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sschweizer.wordpress.com/1111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sschweizer.wordpress.com/1111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sschweizer.wordpress.com/1111/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sschweizer.wordpress.com/1111/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sschweizer.wordpress.com/1111/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1111&subd=sschweizer&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Stef</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Ist irren biblisch?</title>
		<link>http://sschweizer.wordpress.com/2009/06/18/ist-irren-biblisch/</link>
		<comments>http://sschweizer.wordpress.com/2009/06/18/ist-irren-biblisch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 09:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://sschweizer.wordpress.com/?p=1101</guid>
		<description><![CDATA[Dass irren biblisch ist (d.h. die Bibel einige Widersprüche enthält) behauptet zumindest Daniel mit der Serie &#8222;Irren ist biblisch&#8220; auf seinem Blog &#8222;Neue Alte Welt&#8220;.
Erst gestern bin ich &#8222;durch Zufall&#8220; auf seinen übrigens ziemlich neuen Blog gestoßen, der wie ich meine grafisch wie auch vom Schreibstil sehr schön aufgemacht ist.
Natürlich muss ich als Christ Daniels [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1101&subd=sschweizer&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Dass irren biblisch ist (d.h. die Bibel einige Widersprüche enthält) behauptet zumindest Daniel mit der <a title="Serie &quot;Irren ist biblisch&quot; auf Daniels Blog" href="http://neuealtewelt.wordpress.com/category/serien/irren-ist-biblisch/" target="_blank">Serie &#8222;Irren ist biblisch&#8220;</a> auf seinem <a title="Dabiels Blog &quot;Neue Alte Welt&quot;" href="http://neuealtewelt.wordpress.com/" target="_blank">Blog &#8222;Neue Alte Welt&#8220;</a>.</p>
<p>Erst gestern bin ich &#8222;durch Zufall&#8220; auf seinen übrigens ziemlich neuen Blog gestoßen, der wie ich meine grafisch wie auch vom Schreibstil sehr schön aufgemacht ist.</p>
<p>Natürlich muss ich als Christ Daniels These widersprechen, da ich eher davon ausgehe, dass <em>ich</em> mich irre als dass die Bibel irrt. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span id="more-1101"></span></p>
<p>Nicht, dass ich finde, dass die Bibel ohne &#8222;Widersprüche&#8220; oder einfach zu verstehen wäre. Auch für mich ist und bleibt die Bibel ein zum großen Teil schwer verständliches Buch. Aber die Bibel bleibt für mich auch ein <em>heiliges </em>Buch. Und es kostet tatsächlich schon einiges an Anstrengung und Zeit (und Gebet), die Bibel immer besser und &#8222;richtiger&#8220; zu verstehen.</p>
<p>Ehrlich gesagt finde ich den Ansatz von Daniel prinzipiell gut. Nämlich, dass man konsequent ist. Statt über jeder schwierige Stelle in der Bibel einfach hinwegzugehen und stur zu behaupten, dass die Bibel irrtumsfrei sei, ist es meiner Ansicht nach besser, die widersprüchlich erscheinenden Stellen klar zu benennen und darüber mit sich diskutieren zu lassen (letzter Punkt ist hierbei sehr wichtig denke ich).</p>
<p>Und wenn man dann ehrlichen Herzens zu dem Schluss kommt, dass die Bibel doch nicht &#8222;unfehlbar&#8220; ist und doch nicht von Gott herrühren kann, dann sollte man auch ehrlichen Herzens die Konsequenzen ziehen dürfen (wie Daniel).</p>
<p>Damit will ich natürlich nicht sagen, dass jetzt jeder Christ wegen ein paar schwierigen Stellen in der Bibel oder wegen eines Zweifels gleich das Handtuch werfen und aus der Kirche austreten sollte. Natürlich nicht!</p>
<p>Aber man sollte sich diesen Herausforderungen stellen. Denn dadurch kann man meiner Meinung nach sehr im Glauben wachsen. Denn Gott macht uns ja das Leben und das Verständnis der Bibel nicht einfach nur so &#8222;zum Spaß&#8220; schwer oder gar aus Gemeinheit (Gott bewahre). Er will offensichtlich, dass wir uns immer tiefer mit Ihm und dem Glauben auseinandersetzen. Das ist, was m.E. mit dem größten Gebot u.a. gemeint ist:</p>
<blockquote><p>&#8222;(&#8230;)Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.&#8220; (<a title="www.bibleserver.com" href="http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=mt22,36" target="_blank">Mat 22,36</a>/EÜ)</p></blockquote>
<p>Also, wer in die Diskussion mit Daniel über &#8222;seine&#8220; in der Bibel gefunden Widersprüchen mit einsteigen will, sei herzlich dazu eingeladen (ich hoffe, dass ich damit auch in Daniels Sinne spreche <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ).</p>
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		<title>Biergarten statt Gottesdienst?</title>
		<link>http://sschweizer.wordpress.com/2009/06/07/biergarten-statt-gottesdienst/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 19:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist gar nicht so leicht einen katholischen Gottesdienst zu finden, bei dem man kleine Kinder mitnehmen kann. Das mussten wir (meine Frau Connie, unsere beiden Söhne Paul (4), Lennart (2) und ich) heute mal wieder feststellen.
Ich habe gestern extra nochmal im Internet recherchiert welche katholische Pfarrei einen (extra) Kindergottesdienst anbietet. Ich dachte, das ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sschweizer.wordpress.com&blog=195226&post=1070&subd=sschweizer&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es ist gar nicht so leicht einen katholischen Gottesdienst zu finden, bei dem man kleine Kinder mitnehmen kann. Das mussten wir (meine Frau Connie, unsere beiden Söhne Paul (4), Lennart (2) und ich) heute mal wieder feststellen.</p>
<p>Ich habe gestern extra nochmal im Internet recherchiert welche katholische Pfarrei einen (extra) Kindergottesdienst anbietet. Ich dachte, das ich fündig geworden wäre als ich las: &#8222;Zwergerlgottesdienst jeden Sonntag 10:30Uhr&#8220;. Wow, dachte ich. <em>Jeden</em> Sonntag Kleinkindergottesdienst! Toll!</p>
<p>Aber warten wir mal ab wie es weiterging&#8230;</p>
<p><span id="more-1070"></span>Nachdem wir dann heute Vormittag dort ankamen (wir waren übrigens mit dem Fahrrad unterwegs), mussten wir leider am Aushang lesen: &#8222;Zwergerlgottesdienst jeden 2. Sonntag im Monat&#8220;. Und dieser 2. Sonntag war leider erst nächste Woche.</p>
<p>Egal dachten wir. Jetzt sind wir schon mal hier (und diesmal sogar rechtzeitig <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ). Also die Fahrräder abgestellt und in die Kirche reinmarschiert. Und da hatten wir wieder &#8222;unser Problem&#8220;: Es war drinnen vollkommen still&#8230; nur unsere Kinder nicht.</p>
<p>Lennart wollte sein Tierbuch nicht <em>leise</em> anschauen (wie jedes andere &#8222;gut erzogene Kind&#8220;), sondern immer auch noch die Geräusche dazu machen. Und zwar laut (es gab in dem Buch leider nicht nur kleine Käfer und Mäuse&#8230;).</p>
<p>Und Paul wollte singen. Er hatte das Kirchenliederbuch in der Hand. Nur sang er kein Kirchenlied (ging auch schlecht, da er das Liederbuch verkehrt herum hielt), sondern irgendein Lied aus dem Kindergarten.</p>
<p>Nun gut, dann bin ich eben kurz mit ihm raus, damit er das Lied <em>draußen</em> einmal durchsingen konnte (müsste ja erstmal reichen, oder?). Als ich wieder rein kam war Lennart immer noch dabei &#8222;muhh&#8220; und &#8222;mähhh&#8220; und &#8222;grunz&#8220; zu sagen. Die Leute in der Kirche schauten sich alle paar Minuten um, vermutlich um zu sehen, ob wir immer noch da waren.</p>
<p>Ich schwitzte mal wieder Blut und Wasser, weil mir das Ganze wie immer ziemlich unangenehm war.Vom Gottesdienst hat man da kaum was, geschweige denn, dass man da richtig zur &#8222;Besinnung&#8220; käme.</p>
<p>Diesmal entschied ich mich, mir das Ganze nicht mehr anzutun und wir gingen einfach wieder( kurz bevor die Messe begann). Und zwar in den nahe gelegenen Biergarten!</p>
<p>Das Wetter war schön, der Cappuccino lecker und auch das große &#8222;Fitness-Frühstück&#8220; mit Müsli und frisch zubereiteter Erdbeer-Dickmilch war ausgesprochen schmackhaft. Mmhh, lecker!</p>
<p>Noch dazu gab es einen Spielplatz gleich nebenan und einen kleinen Springbrunnen, an dem die Kinder (mit dem Spielzeug der anderen Kinder) am Wasser spielen konnten. Das Ganze war schön und entspannend. Endlich mal eine gelungene Familienzeit!</p>
<p>Aber ist das wirklich <em>die</em> Alternative zum (kath.) Gottesdienst? Sollte nicht, aber manchmal scheint es mir, keine andere sinnvolle Möglichkeit zu geben.</p>
<p>Ich war dann heute Abend zwar noch alleine im Abendgottesdienst. Aber die Predigt hat mich ehrlich gesagt nicht nur gelangweilt, sondern auch milde gesagt irritiert. Dass der (indische) Priester die Predigt mit einer alten Legende der Indianer (oder Inder?) anfing war ja noch nicht ganz so ungewöhnlich für heutige Gottesdienstpredigten (es kam immerhin die Frage nach Gott vor). Aber dass der Priester dann noch am Ende ein Gebet in Sankrit(!) vorsingen musste, das laut des Priesters irgendwie mit einem Mantra zu tun hätte (ganz hatte ich ihn leider nicht verstanden) fand ich dann doch etwas zu weit gehend. Wenn der weitere Inhalt der Predigt dann für meine Begriffe nicht ganz so nichtssagend gewesen wäre (auf die Lesung und die Stelle aus dem Evangelium ging er z.B. <em>überhaupt nicht</em> ein), dann hätte ich ja nichts gesagt. Aber so&#8230;</p>
<p>Ich habe nichts gegen den Priester persönlich, aber da muss man sich doch nicht wundern, warum so viele Katholiken den Gottesdiensten fernbleiben und so viele &#8222;Freikirchler&#8220; über die katholische Kirche herziehen, oder?</p>
<p>Nun ja, die älteren Frauen, die mit mir nach dem Gottesdienst in den Aufzug zur U-Bahn stiegen sahen das offensichtlich anders. Eine meinte nämlich zu anderen, dass es an der <em>lauten Orgel</em> läge, dass immer mehr Leute wegblieben. Aha&#8230;</p>
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