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Neue Männer braucht das Land 6. Mai 2006

Posted by Stef in Christentum.
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Heute haben Connie und ich uns mit Freunden zum Singen, Bibellesen und zur Diskussion getroffen. Es ging um das Thema, ob der Heilige Geist tatsächlich eine göttliche Person ist und angebetet werden will und soll. Eine nicht ganz so offensichtliche Sache, da man hier erstmal klären muss, was eine Person eigentlich ist bzw. was man darunter versteht.

Viele christliche Kirchen haben in ihrem Glaubensbekenntnis ihre Überzeugung dargelegt, dass sie an die Dreieinigkeit, an einen dreieinigen persönlichen Gott mit Gott, dem Vater, Jesus, dem Sohn und den Heiligen Geist glauben. Wieviele ihrer Mitglieder haben sich tatsächlich mal gefragt, ob sie das auch glauben bzw. was dieser Glaubenssatz für sie eigentlich bedeutet? Drei göttliche Personen und doch nur ein Gott?

Auch wenn ich persönlich an einen dreieinigen Gott glaube, der wie eine Sonne Seinen Sohn als Sonnenstrahl auf die Erde sandte und Seinen Heiligen Geist wie die Wärme der Sonne in das Innerste der Christen ausgießt, würde ich meine eigene Vorstellung von Gott nicht als Glaubensgrundsatz einer ganzen Gemeinde aufzwingen wollen. Wichtiger ist mir dabei, dass man den klaren biblischen Aussagen über Gott Vertrauen und Glauben schenkt. Dass Gott sich in der Geschichte der Menschheit als Vater, Sohn und durch das Wirken des Heiligen Geistes offenbart (d.h. gezeigt) hat, ist wohl unumstritten. Das ist in der Bibel klar und unmissverständlich. Alles andere übersteigt entweder unser Vorstellungsvermögen (wer kann Gott schon in Seiner Gesamtheit wirklich begreifen) oder ist Spekulation. Da bleibe ich doch lieber bei "meinem" einfachen apostolischen Glaubensbekenntnis.

Aber was mir bei unserem heutigen Treffen mal wieder aufgefallen ist, dass es unter den Christen anscheinend viel mehr Frauen als Männer gibt. Ich war bei unserem Treffen der einzige Mann. Die anderen vier waren Frauen. Ein Zufall?

Ich glaube, dass sich Männer allgemein schwerer tun mit dem Glauben. Mit Mannsein ist i.d.R. stark sein, überlegen sein, unabhängig sein verbunden oder es sind zumindest wichtige Ideale. Und im Christentum? Da muss der Mann erkennen, dass er eigentlich auch hilflos ist. Dass er Jesus Christus als seinen Retter braucht. Er muss eingestehen, dass er sein Leben nicht ohne Gott wirklich sinnvoll und gut leben kann. Und dass er es ohne Gott nicht in den Himmel schaffen wird. Er erkennt seine Abhängigkeit und Schwäche. Seine eigene Kraft reicht nicht wirklich für das Leben, das Gott für ihn angedacht hat. Also eigentlich kein wirklich attraktives Leben für einen Mann, oder?

Zudem kommt meines Erachtens, dass es an inspirierenden Männern in unseren christlichen Gemeinden mangelt. Frauen prägen oft das Gemeindeleben und manchmal sogar die Gemeindeleitung. Das hat nichts mit Frauenfeindlichkeit zu tun, sondern ich denke, dass Gott für den Mann eine besondere Rolle in der Gemeinde und im Leben allgemein vorgesehen hat. Ein Mann soll wie eine Frau eine tiefe Überzeugung im Glauben haben. Aber er soll auch leiten und Klarheit in die christliche Lehre bringen. Er soll mutig sein und Konflikte innerhalb und außerhalb der Gemeinde nicht scheuen. Er sollte ein Vorbild sein für die ganze Gemeinde. Mannsein im Christentum heißt nicht nur im Stillen zu beten, sondern auch präsent zu sein und für Gott im Leben klar einzustehen. Ich schließe mich nicht aus, wenn ich behaupte: Neue Männer braucht das Land!

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Kommentare»

1. Mike - 6. Oktober 2006

Es gibt auch einen poetischen Zugang zum Thema „Mannsein“, z.B. auf http://maennergedichte.blogspot.com

Gruß aus Duisburg, Mike

2. Leiten heißt Vorbildsein « Stefan Schweizer’s WebLog - 2. Oktober 2008

[…] und Diskussionen wie heute. Johannes Chrysostomus beklagt – ähnlich wie ich übrigens in einem früheren Artikel – das mangelnde Vorbild der (christlichen) Männer. Und da muss ich mich natürlich erstmal selbst […]


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