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Nachtrag zu „ICOC reagiert nicht auf Randy’s bedenkliche Predigt“ 10. Mai 2008

Posted by Stef in Christentum, ICOC.
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Mein letzter Artikel über die fehlende (offizielle) Reaktion der ICOC auf Randys Predigt beim letzten Europäischen Leitertreffen der ICOC hat bei manchen offensichtlich folgende Fragen aufgeworfen:

  1. Warum mache ich mir so viele Gedanken um eine Gemeinde, der ich nicht mehr angehöre?
  2. Was genau halte ich bei Randys Predigt für bedenklich?

Aus diesem Grund möchte ich auf diese Punkte kurz hier antworten:

Zur ersten Frage:

Erstens fühle ich mich als Christ und Bruder im Glauben verpflichtet auf Missbrauch in (mir bekannten) christlichen Gemeinden hinzuweisen. Auch wenn die ICOC nicht (mehr) „meine“ Gemeinde ist. Entweder sind wir alle Brüder in Christus oder wir sind gleichgültig dem Wohlergehen des anderen gegenüber…

Zweitens geht es darum, klar auf für Glauben und psychische Gesundheit „gefährliche“ Menschen hinzuweisen.
Wir hätten uns wahrscheinlich viel Leid ersparen können, wenn wir uns mehr „reingehängt“ hätten, die Wahrheit zu erfahren, füreinander zu sorgen und Irrlehrer aus der Gemeinschaft auszuschließen.
Wenn wir das nicht lernen, kann so etwas immer wieder passieren…

Drittens hat sich meines Erachtens das Verhalten der ICOC gegenüber Leuten, die Missbrauch praktizieren nicht grundsätzlich geändert. Es wird zwar darüber gesprochen und diskutiert, es fehlen aber oft durchgreifende Maßnahmen (Ausnahme war der Ausschluss von Kip McKean, wofür die Gemeindeleiter jedoch viele Jahre benötigten und dies erst geschah als Kip anfing, die anderen ICOC-Gemeinden scharf zu kritisieren und Gemeindemitglieder abzuwerben).

Das ist für mich Konformismus, den ich ablehne. Und das ist einer der Hauptgründe warum Connie und ich die ICOC verlassen haben und bislang nicht wieder zurückgekehrt sind (auch wenn wir weiterhin freundschaftliche Beziehungen zu einigen der Gemeindemitglieder pflegen).

Zur zweiten Frage:

Hierzu möchte ich der Einfachheit halber die E-Mail wiedergeben, die ich am 20. Februar 2008 an die Leiter der ICOC-Gemeinden in München, Berlin und Zürich gesendet habe.

Alle drei Leiter haben mir übrigens auf meine E-Mail geantwortet. Zwei von Ihnen haben mir zudem ausdrücklich versichert, dass sie auch schockiert von Randys Predigt waren und dass mit ihm geredet wurde. Ansonsten ist aber leider offensichtlich nicht viel passiert…

———————————————————————–
Betreff: Kommentar zum 5th European Leaders Meeting

Hallo (…),

ich bin gestern auf Eure Website mit den Predigten/Reden vom Europäischen Leitertreffen in Zürich gestoßen. Und da ich neugierig war, was bei Euch so vorangeht, habe ich in einige `reingehört.

Dass Ihr das Programm Eurer „European Bible School“ erweitern wollt finde ich gut und mutig.

Was ich an Eurer Stelle jedoch noch mit als Basisseminar aufnehmen würde, wäre das Thema „Der Glauben und das Leben der frühen Christen“.

Damit beschäftige ich mich seit einiger Zeit recht intensiv und es inspiriert mich unglaublich. Die Schriften von Männern wie z.B. Tertullian, Laktanz, Origenes und Chrysostomus sind ein wahrer Schatz, der einen immer tiefer in Gottes Wahrheiten leitet und einen herausfordert, das eigene Leben neu auszurichten. Diese Christen hatten ein unglaublich gutes Bibel- und Gottesverständnis und man lernt immens viel. Vor allem sind ihre Schriften meiner Ansicht nach ein guter Schutz gegen Irrlehren verschiedenster Art.

Zurück zu den Predigten des diesjährigen Europäischen Leitertreffens der Internationalen Gemeinden Christi:

Ehrlich gesagt hat mich die Predigt/Rede von Randy McKean geschockt. Man bekommt den Eindruck, dass er in den letzten Jahren überhaupt nichts gelernt hat. Er wirkt selbstfokussiert und selbstmitleidig. Warum er z.B. erwähnen muss, dass er in seiner jetzigen Stelle als Evangelist nur noch 60% seines vorherigen Einkommens verdient ist mir rätselhaft. Früher hatte man Propheten überhaupt nicht anerkannt, wenn sie Geld annahmen. Ich verstehe natürlich, dass er Familie hat und dass er jetzt sicherlich recht kärglich leben muss, aber es kommt so rüber als wenn er dies nicht „verdient“ hätte.

Interessant war auch seine Bemerkung, dass er den Vollzeitdienst und Boston nie verlassen wollte, er aber praktisch herausgeschmissen wurde. Und dass sich danach (nach 27 Jahren Vollzeitdienst) niemand bei ihm gemeldet hätte. Da er da sicherlich nicht der Einzige war, der so was erlebt hatte, hätte er sich da mal nicht fragen sollen, ob in dieser Gemeinde vielleicht irgend etwas nicht stimmt? Oder vielleicht auch etwas mit ihm nicht?

Offensichtlich ist ihm bis heute nicht klar, warum man ihm damals nicht mehr als Leiter haben wollte.

Ich habe nichts persönlich gegen Randy und mir geht es auch nicht darum ihn schlecht zu machen. Aber an ihm kann man m.E. deutlich sehen wo es bei vielen (ehem.) Leitern in den Internationalen Gemeinden Christ mangelt.

Sie verstehen nicht wer oder was die wirkliche Ursache des Kollaps in der ICOC waren. Sie fühlen sich lediglich schlecht behandelt und unverstanden. Sie sehen nicht was sie selbst (mit) angerichtet und selbst (mit) zu verantworten haben.

Selbst Gordon versteht da Vieles noch nicht, wenn man nach seiner Sonntagspredigt geht. Für ihn heißt immer noch „die ICOC verlassen“ gleich „Gott verlassen“ (das mag in Einzelfällen stimmen, aber sicherlich nicht generell). Für ihn ist immer noch „im Kampf stehen“ gleich „in der ICOC bleiben“, auch wenn es geistlich ungesund sein mag bzw. wichtige Veränderungen nicht durchgeführt werden. Er kennt keine Alternative zur ICOC. Für ihn und für einige andere ist die ICOC immer noch gleichbedeutend mit dem Reich Gottes.

Und dabei gibt es Alternativen. Nicht unbedingt in Form von organisierten Gemeinden, aber in Form von kleineren Gemeinschaften oder Einzelpersonen. Ich für mein Teil lebe lieber in einer weniger „perfekten“ Gemeinde und kann in ihr dafür nach meine persönlichen Überzeugungen leben, ohne Kompromisse machen zu müssen.

Randy sagt in der Vorrede zu seiner Predigt wie sehr er „fallen in love“ mit Europa sei. Ich frage mich nur, warum es ihm dann nicht möglich gewesen sein konnte in der Zeit als er nicht mehr vollzeitlich für die Gemeinde arbeitete, sich um die europäischen Gemeinden zu kümmern. Ich zumindest habe von seiner „Liebe“ zu den deutschen Gemeinden nicht viel mitbekommen. Zudem war er auch nicht jemand, der sich um Aufklärung und Korrektur in den Gemeinden bemüht hatte.

Ich hatte damals einen E-Mailverkehr mit ihm. Und da kam deutlich heraus, dass er nicht viel von dem verstand, was Henry Kriete geschrieben hat.

Seine Predigt selbst fand ich bestürzend. Wie in den „guten/schlechten alten“ Zeiten.

Warum muss man denn die Leute so in den Predigten anschreien? Warum muss man das „Amen“ so manipulativ einfordern?

Warum hat er das Amen dann von (zumindest einigen) der Zuhörer auch noch bekommen?

Ich kann nicht verstehen wie man dem, was er gesagt hat (so in dieser Form) zustimmen kann (vor allem mit dem geschichtlichen Hintergrund den wir alle haben). Für mich bedeutet das, dass man entweder nichts verstanden hat oder menschengefällig ist. Es widerspricht zumindest dem Statement der Berliner Gemeinde von 2007 („Was hat sich verändert?“).

Wollt ihr wirklich weiterhin solche Leiter wie Randy McKean in Deutschland/Europa haben?

Für Randy ist Mission alles. Das ist die Quintessenz des Christentums (was es aber nicht ist; die Quintessenz ist Gott und seinen Mitmenschen so zu lieben wie es Jesus tat).

Für ihn zählt als Christ offensichtlich vor allem, dass man weiterhin regelmäßig die Gottesdienste besucht (egal wie schrecklich diese sein mögen), dass man sein Kollekte gibt (egal für wen oder was diese verwendet wird), dass man Leute zur Gemeinde einlädt (egal wie sektiererisch und krank sie sein möge) und mit Leuten in der Bibel liest (egal wie gut oder schlecht man das Evangelium verstanden hat).

Das ist wirklich schrecklich!

Nicht, dass ihr mich falsch versteht:

Mission ist ein Auftrag Jesu, der zugegebenermaßen oft vernachlässigt bzw. uneffektiv ausgeführt wird.

Auch finde ich es wichtig, dass man regelmäßig zusammen Gottesdienst feiert und Geld für Gottes Sache spendet.

Nur wenn das mechanisch gemacht wird und dies zum allein selig machenden Charakteristikum des Christentums auserkoren wird, dann stimmt da was nicht.

Was hat denn Christus selbst als Kriterien aufgestellt, nach denen er uns beim Jüngsten Gericht richten wird?

31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

32 Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.

33 Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.

34 Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.

35 Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen;

36 ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.

37 Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?

38 Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?

39 Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

40 Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

41 Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!

42 Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;

43 ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht.

44 Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?

45 Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.

46 Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.“ (Matt 25,31-46)

Ein Evangelist muss dies wissen!

Vergleicht mal die Predigten/Briefe der Apostel oder der frühen Christen mit Randys Predigt. Ihr werdet da nicht viel Gemeinsamkeit finden. Diese Art zu predigen und zu „motivieren“ ist eine Neuerung der ICOC und sollte m.E. sofort und entschieden wieder begraben werden. Denn sie ist schädlich. Sie macht Menschen kaputt und baut auch nicht wirklich den Leib Christi auf. Es führt nur dazu wie wir gesehen haben, dass einem die vermeintlich engsten Freunde in schwierigsten Zeiten allein lassen. Weil die Freundschaften nicht wirklich echt und tief sind, sondern aufgezwungen und eingefordert.

Was denkt Ihr dazu?

Liebe Grüße aus München,

Stefan und Connie Schweizer

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Kommentare»

1. Astrid Grünauer - 19. Mai 2008

Lieber Stefan,
liebe Connie,

Ich habe erfahren, dass Ihr über das verlängerte Wochenende nach Wien kommen werdet – wirklich toll, dass Ihr Euch mal sehen lasst – die Euch kennen freuen sich sehr Euch wiederzusehen – leider bin ich am Wochenende bei meinen Eltern.

2. Bento - 28. Juli 2008

Hallo Stefan,

hui – da kommt mir aber einiges bekannt vor…
finde es sehr gut, dass Du da die Mißstände offen ansprichst, aber es werden wohl auch ebendiese sein, die solche Gemeinden, Strukturen, die Mitglieder und Leiter letztlich für Kritik unempfänglich machen, selbst wenn der Eine oder Andere Dir verbal zustimmt. Die Vorstellung und das Dogma „wir allein sind Reich Gottes“ wird auch in den GC vertreten und es ist ja z.B. auch ein Dogma der kath. Kirche und dies führt wohl immer zu ungesunder Geisteshaltung.

Gruß und Segen
Bento

3. Stefan - 28. Juli 2008

Lieber Bento,

es wird wohl leider für Viele ein böses Erwachen geben am Jüngsten Tag. Nicht umsonst hat Jesus gesagt, dass der Weg schmal in den Himmel sei und der Weg ins Verderben breit. Und das Viele den breiten Weg gehen werden.
Jesus, der Herr und zukünftige Richter über diese Welt wird uns an unserer (echten) Liebe zu Ihm und unseren Mitmenschen messen. Der Glaube an Ihn allein reicht nicht. Schließlich glaubt auch der Teufel an Jesus.
Und wenn Gott nicht Erbarmen mit uns hätte und uns durch das Opfer Seines geliebten Sohnes freigesprochen hätte, wären wir alle ohne Chance verloren.
Gerade heute habe ich mal wieder festgestellt, wo ICH in meiner Liebe stehe: ein junger Mann hatte mich vor einem Supermarkt gefragt „ob ich etwas Kleingeld übrig hätte“. Und statt Erbarmen mit ihm zu haben (auch wenn er wahrscheinlich „nur“ schnorren wollte), fragte ich ihn aus, warum er denn kein Geld hätte.
Ich gab ihm letztendlich 1 Euro. Das half ihm vielleicht ein wenig, mir ging der Lohn dafür jedoch verloren, da es mir an tiefer Liebe und Barmherzigkeit mangelt.
Aber Gott ist gnädig und lässt mich daraus lernen, um es beim nächsten Mal besser zu machen 🙂

Gott segne Dich!
Grüße aus München,
Stefan

4. Christian - 25. März 2009

Hallo Stefan,

ich bin zufällig auf deine Seite gestossen und finde sie sehr gut. Man spürt, dass Du Dich intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt hast. Ich war 11 Jahre in der ICOC, 3 Jahre in München und 8 Jahre in Düsseldorf. Gott hat nach unserem Ausstieg schon vieles verändert und geheilt. Wir waren Täter und Opfer. Und auch heute noch, rund 5 Jahre danach setze ich mich weiter noch mit der falschen Theologie auseinander.

Grüsse aus Hessen

Christian

5. Stef - 26. März 2009

Lieber Christian,
freut mich, dass Dir der Blog gefällt.
Kennst Du auch meine Website?
Gott segne Dich!
Stefan

6. Stephan Zöllner - 27. August 2009

Hallo Stefan,

ich bin über eine Recherche zum Thema „geistlicher Mißbrauch“ auf Deine Seite gestoßen weil ich mich selbst seit Jahren mit dem Thema beschäftige und immer mal wieder paralelle Quellen studiere.

Unter http://www.bibelarbeit.info/extras_geistlicher_missbrauch.php haben wir (meine Frau und ich) unsere differenzierte und Gemeinde- oder Bewegungs-unabhänige Definition veröffentlicht.

Du hast auf die falsche Richtung – von Person und Predigt! – durch das Schreiben an die Gemeinden sehr sachlich und konstruktiv reagiert. Erfahrungsgemäß wird sich aber trotz aller persönlicher Zustimmung, die Du kurzfristig erhalten hast, nicht an der Struktur und dem System der ICOC ändern. Das ist meine Erfahung mit jeser Kritik am bestehenden Gemeinde-System

maranatha Stephan 🙂

Stef - 28. August 2009

Ja, tiefgreifende Veränderungen passieren in Gemeinden mit geistlichem Missbrauch oft erst dann, wenn die Verantwortlichen den Missbrauch selbst erkennen, verstehen und den Mut haben, sich selbst Fehler einzugestehen und die missbräuchlichen Lehren und Praktiken zu beseitigen (sofern sie dazu die entsprechende Einflussmöglichkeit haben).

7. Stephan Zöllner - 28. August 2009

Leider werden Mißbrauchende Systeme häufig zum Selbstläufer und die ursprünglichen Leiter verlieren ihren ursprünglichen Einfluß sobald sie versuchen das System zu ändern welches sie ursprünglich geschaffen haben!
Dann werden sie durchaus auch Opfer ihres eigenen Systems (vergl. Die Französische Revolution von der man sagt sie frißt ihre eigenen Kinder!)

maranatha Stephan

Stef - 29. August 2009

Das stimmt leider wohl.
Immerhin dürfen wir aber glauben, dass Gott die Grenzen (auch) von missbräuchlichen Systemen bestimmt und nicht beliebig lange „tatenlos“ zusieht. Wenn die Menschen den Missbrauch nicht selbst stoppen, dann wird Er irgendwann eingreifen, damit die Menschen nicht vollends „zugrunde gehen“. Das ist zumindest meine Hoffnung und das habe ich auch schon erlebt.
Dennoch bleibt es in der Verantwortung von jedem einzelnen selbst, ob man sich von missbräuchlichen Systemen „bekehrt“.

8. Stephan Zöllner - 30. August 2009

Hallo Stefan,

das „schräge“ an der Sache ist ja, daß schon die Bibel die Dokumentation des systematischen geistlichen Mißbrauchs über Jahrtausende hinweg enthält und dabei aufzeigt, daß die „entglittenen“ Systeme NICHT zurückkehren sondern dem Gericht anheim fallen.

Eine großflächige Umkehr und Buße ist in Ninive (Heiden) dokumentiert aber nicht bei den „Frommen“ – die haben eher die Propheten und Kritiker verspottet, ausgegrenzt, verfolgt, gesteinigt oder gekreuzigt.

Echte Umkehr ist nur bei Einzelnen zu erwarten, die das System konsequent verlassen. Darum ist auch der Aufruf „gehe aus von Ihr mein Volk!“ (Jes.52,11; Jer.51,6+45; 2.Kor.6,17; Of. 18,4;) an den Einzelnen gerichtet das sinkende Schiff zu verlassen, das in den sicheren Untergang steuert.
Selbst die Umkehr des Manasse konnte das System nicht mehr ändern und das Gericht aufhalten. manasse erhielt nur die Zusage, daß er selbst den Untergang Jerusalems nicht mehr erleben sollte.

Und wenn ich die Offenbarung anschaue habe ich auch nur für sehr Wenige eine Hoffnung während das System (aller Kirchen und Gemeinden!) sich immer mehr von Gott entfernt bis es zur Hure wird (weil Gott nur noch eine fromme Vokabel ist, die für menschliche Machtinteressen mißbraucht wird)!

Davon unberührt bleibt freilich das Gnaden- und Errettungs-Angebot, daß uneingeschränkt Jedem gilt, der bereit ist sich wirklich aif Jesus einzulassen.


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