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Wer nicht hören will muss fühlen… 6. September 2008

Posted by Stef in Christentum, ICOC, Irrlehrer.
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Obwohl der Evangelist Kip McKean und seine christliche Erneuerungsbewegung, die International Churches of Christ, schon von Anfang an unter starker Kritik standen, hatte es Jahrzehnte gebraucht bis gegen ihn und seine falschen Lehren und Praktiken wirklich (wirksam) vorgegangen wurde.

Erst 2003 auf Druck der (übrigens ursprünglich unbeabsichtigten) Veröffentlichung des Briefes „Honest to God“ des Evangelisten Henry Kriete gab es langsam Reformen.

Aber – und das ist wichtig – erst Ende 2005 schlossen die Leiter der Internationalen Gemeinden Christi Kip McKean praktisch aus ihrer Gemeinschaft aus (siehe Timeline auf Kip McKean.com). Jedoch nicht in erster Linie wegen seiner (mehr oder weniger offensichtlichen) Irrlehren und missbräuchlichen Praktiken (was ich eigentlich erwartet hätte), sondern vor allem wegen seiner verleumderischen und spaltenden Äußerungen der anderen ICOC-Schwestergemeinden gegenüber.

Offensichtlich wollten die noch in der ICOC verbliebenen Gemeinden sich vor allem vor Kip’s „Plünderungen“ schützen (d.h. Abwerbung von Gemeindemitgliedern). Denn genau das geschah zu dieser Zeit in starkem Maße. Vor dieser Zeit ließen sie Kip mehr oder weniger (wohl aufgrund eines falschen Verständnisses von Einheit und Vergebungsbereitschaft) gewähren, obwohl er nie wirklich aufhörte, die Schrift zu verdrehen und falsche Lehren zu verbreiten (siehe hierzu z.B. die kritische Website RightCyberUp).

Die Geschichte der Internationalen Gemeinden Christi ist zwar durchzogen vom Wirken Gottes (das muss man zugeben), aber auch vom Wirken des Teufels (das ist offensichtlich) und zahllosen leidvollen Spaltungen (was leider häufig unter Christen vorkommt).

Und hat man aus der Geschichte wirklich was gelernt?

Teilweise sicher schon, aber viele der Christen scheinen tatsächlich zu glauben, dass es überhaupt keine (eigene) Geschichte gibt, aus der man lernen könne! Deshalb forschen sie (zu ) wenig und glauben zu viel (bzw. ungeprüft), was ihnen der Evangelist bzw. Pastor erzählt. Oder sie erkennen die Wahrheit erst, wenn es bereits zu spät ist.

So gerade in jüngster Zeit passiert:

Die Portland International Church of Christ, Muttergemeinde der neuen Sold-Out-Bewegung von Kip McKean, ist offensichtlich geistlich und menschlich (mittlerweile) völlig ausgebrannt und hat sich schließlich von Kip McKean wieder getrennt (siehe Info der Internationalen Gemeinde Berlin). Eine weitere Gemeinde (bzw. Christen), die auf die (berechtigte) Kritik gegenüber Kip McKean (zunächst) nicht hören wollte (bzw. nicht hören durfte).

Dass sich Menschen und vor allem Christen immer wieder von „falschen Propheten“ bzw. Irrlehrern verführen lassen ist traurig genug. Noch trauriger ist aber, dass man offensichtlich so wenig bzw. so spät daraus lernt.

Wer nicht hören will muss fühlen. Das gilt auch bei Gott.

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Siehe auch weitere Artikel/Informationen zum Thema ICOC auf meinem Blog bzw. auf meiner Website.

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