jump to navigation

Geistlicher Missbrauch 15. März 2009

Posted by Stef in Christentum, Missbrauch.
Tags: ,
trackback

Durch den Beitrag „Wie blöd muss man eigentlich sein…“ von Bento habe ich zum ersten Mal von der christlichen (charismatischen) Glaubensgemeinschaft Wort und Geist (im Folgenden mit „W+G“ abgekürzt) erfahren (von der ich mich gleich zu Beginn ausdrücklich distanzieren möchte; dazu aber weiter unten mehr…).

Don Ralfo hat in der anschließenden Diskussion einen Link zu einem W+G-kritischen  YouTube-Video angegeben, in dem Ausschnitte aus einer Predigt eines W+G-Leiters zu hören waren. Der Inhalt und die Art und Weise dieser Predigt waren für mich regelrecht erschütternd. Vor allem, weil ich als Deutscher für totalitäre Systeme besonders sensibilisiert bin (abgesehen von meiner eigenen persönlichen Erfahrung in einer teilweise totalitären christlichen Gemeinde).

Auf YouTube finden sich noch andere (mit dem genannten Video verknüpfte) kritische Videos und auch einen Radiobeitrag vom NDR über W+G, die m.E. jeden einigermaßen aufgeklärten Menschen (und Christen) erschrecken und warnen müssten.

Dies alles nehme ich zum Anlass, um hier mal einen grundlegenderen Artikel über das Thema „Geistlicher Missbrauch“ zu schreiben (ich beschränke mich übrigens im Folgenden hauptsächlich auf Missbrauch in christlichen Gemeinschaften, auch wenn dieses Problem sicherlich in jeder Religion auftreten kann und wird) .

Wie oben bereits angedeutet habe ich geistlichen Missbrauch selbst schon einmal in einer christlichen Gemeinschaft erlebt hat. Das heißt aber nicht, dass ich mich jetzt für einen Experten auf diesem Gebiet halte oder dass meine Meinungen zu diesem Thema unumstößlich richtig sein müssen.

Es heißt aber, dass ich tiefer gehende Einblicke in missbräuchliche religiöse Systeme gewonnen habe, die ich als Hilfe und Warnung für andere (gläubige) Menschen und deren Angehörige weitergeben möchte in der Hoffnung, dass diese von solchen schlimmen Erlebnissen verschont bleiben werden.

Was ist eigentlich „geistlicher Missbrauch“?

Zunächst einmal möchte ich erklären, was ich unter „geistlichem Missbrauch“ verstehe. Da gibt es sicherlich verschiedene Definitionen. Wichtig sind jedoch nicht die Begriffe, die wir verwenden, sondern das klar wird, was  das Charakteristische und Gefährliche am „geistlichen Missbrauch“ ist (und was „geistlicher Missbrauch“ nicht ist).

Hier mal ein Versuch einer Definition:

Geistlicher Missbrauch ist das systematische Ausüben von Macht mittels der Autorität einer Person oder Gruppe (bzw. Gemeinschaft) gegenüber einer religiösen (d.h. gläubigen) Person oder Gruppe (bzw. Gemeinschaft) in einer missbräuchlichen Art und Weise, d.h. einer Weise, die zu geistlichen (d.h. dem Glauben betreffend), psychischen (d.h. der Seele betreffend), physischen (d.h. des Körpers betreffend) bzw. materiellen (d.h. des Eigentums betreffend) Schaden führt.

Damit von geistlichem Missbrauch gesprochen werden kann, müssen m.E. also folgende Bedingungen erfüllt sein:

  1. Systematischer Missbrauch von Macht (die Motive hierfür, ob bewusst/unbewusst, absichtlich/unabsichtlich spielen dabei keine ausschlaggebende Rolle, da erstmal nur der angerichtete Schaden selbst relevant ist)
  2. Ausübung von geistlicher Autorität (d.h. Machtausübung, die erst durch einen Glauben/Religion möglich wird)
  3. Verursachung von Schäden (die Art von Schäden, ob geistliche, psychisch oder/und materiell, spielt dabei keine ausschlaggebende Rolle; relevant ist erstmal nur, dass ein Schaden überhaupt entsteht)

Damit unterscheide ich z.B. folgende Fällen, die ich nicht als geistlichen Missbrauch betrachte (deswegen aber nicht weniger gravierend sein müssen und genauso einer entsprechenden „Behandlung“ bedürfen):

  1. vereinzeltes sündhaftes Verhalten von geistlichen Leitern (das wäre nicht systematisch, sondern „normales“ menschliches Versagen)
  2. missbräuchliche Machtausübung aufgrund von nicht-religiöser Autorität (z.B. politische, materiell-begründete oder familiäre Macht)
  3. Verbreitung von falschen (z.B. christlichen) Lehren, insofern keine manipulierenden und macht-missbräuchlichen Techniken angewandt werden und somit der Empfänger eine faire Möglichkeit hat, die Lehren auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen und sie ggf. (für sich) abzulehnen (diese Einschränkung macht damit auch die – meist nutzlosen – Diskussionen darüber, was die „wahre Lehre“ ist überflüssig)

Missbrauch ist m.E. ganz allgemein nur dann möglich, wenn es jemand (bzw. eine Gruppe von Menschen) gibt, der (bzw. die) in irgendeiner Form Macht über einen anderen Menschen bzw. Gruppe ausübt. Wie genau das passiert, welche Motive dahinter stehen oder ob dies bewusst und absichtlich geschieht ist erstmal zweitrangig und nicht wesentlich für das Feststellen eines Missbrauchs.

Wichtig ist herbei klar zu stellen, dass Machtausübung und Autorität nicht grundsätzlich schlecht sein muss (oder gar grundsätzlich abzulehnen wäre). In der Kindererziehung z.B. ist m.E. eine gesunde Autorität der Eltern nicht nur erlaubt, sondern sogar zwingend erforderlich, um überhaupt erziehen zu können.

Was ich aber sagen will ist, dass Missbrauch eigentlich nicht entstehen kann, wenn nicht in irgendeiner Form Macht (mittels der eigenen, ggf. selbst angemaßten Autorität) auf andere ausgeübt wird und der man sich auch nicht wirklich entziehen kann (Letzteres ist übrigens ein sehr wichtiger Punkt).

Techniken des geistlichen Missbrauchs

Wie kann es aber überhaupt zu geistlichem Missbrauch kommen?

Bei Kindern ist das Ganze ja (schrecklicherweise) relativ einfach (da sie aufgrund ihrer kindlichen Naivität einfach zu manipulieren und zudem leicht unter Druck zu setzen sind).

Aber bei Erwachsenen?

Sind erwachsene Menschen nicht selber Schuld, wenn sie sich missbrauchen lassen? Sie könnten doch beispielsweise einfach die (christliche bzw. religiöse) Gemeinschaft verlassen?

Manche Menschen sind vermutlich tatsächlich selbst schuld, da sie zu leichtsinnig bzw. zu leichtgläubig sind. Viele – die allermeisten wahrscheinlich – geraten in Gruppen mit geistlichem Missbrauch (zunächst) großteils unverschuldet (aufgrund mangelnder Aufklärung etc.).

Später, wenn sie den Missbrauch selbst erkennen könnten, sind sie dann leider oft kaum noch in der Lage, die Gruppe zu verlassen. Die Gründe hierzu können vielfältig sein. Einer davon ist sicherlich die bereits eingesetzte Indoktrination der Gruppe (beständiges Eintrichtern von speziellen Lehren, die ein Ablehnen der Gruppe bzw. der Leiter rein logisch – wenn es mal tief geglaubt wurde – praktisch unmöglich macht; z.B. die – schwer widerlegbare – Behauptung, dass einer der Leiter ein von Gott eingesetzter „Gesalbter“ oder „Apostel“ sei). Ein weitere Grund kann die mittlerweile stark angewachsene Anziehungskraft der Gruppe bzw. die starken sozialen Bindungen, d.h. Freundschaften sein.

Welche Techniken werden also angewandt bzw. welche Umstände werden geschaffen, um Menschen in Gruppen mit geistlichem Missbrauch hineinziehen und halten zu können?

Hier mal eine (sicherlich unvollständige) Liste:

  1. Charismatische Leiter, die die Fähigkeit haben, Menschen in ihren Bann oder den ihrer Ideen zu ziehen
  2. Manipulation des Denkens (z.B. subtiles Verdrehen von Wahrheiten bzw. der moralischen Bewertung von Ereignissen in Vorträgen/Predigten und persönlichen Gesprächen)
  3. Starke Gruppendynamik (sich Mitreißen lassen von begeisterten Gruppen bzw. der Aufbau eines Gruppendrucks, der zur Gruppenkonformität führt)
  4. Subtile oder offene Drohungen (z.B. Androhung, dass man bei Verlassen der Gruppe in die Hölle kommen oder etwas ganz Schlimmes passieren würde etc.; drohender Ton in Predigten bzw. Erzwingen von Zustimmung durch ein eingefordertes „Amen“ etc.)
  5. System von Belohnung und Bestrafung (Gruppenkonformes Verhalten wird durch Lob und anderweitigen Belohnungen gefördert, „Abweichler“ getadelt, oft in sehr demütigender Art und Weise)
  6. „Beschäftigungstherapie“ (der Wochenplan der Gemeinschaft ist z.B. mit so vielen Treffen und Veranstaltungen gefüllt, dass die Gruppenmitglieder kaum noch Zeit für sich allein und zum Nachdenken und Reflektieren haben; die Stimme des Gewissens kann damit teilweise unterdrückt werden)
  7. Lehre vom „Zweck heiligt die Mittel“ (es wird z.B. einem glaubhaft gemacht, dass es besser wäre, nicht ganz ehrlich zu sein, um z.B. andere Menschen „retten“ zu können etc.)
  8. Informationskontrolle (es werden dem Gruppenmitglied z.B. wichtige Informationen/Hintergründe zur Gruppe bzw. deren Entstehung, der geübten Kritik etc. vorenthalten bzw. verdreht; das Gruppenmitglied ist damit nicht in der Lage, die für sie selbst richtigen bzw. vorteilhaften Entscheidungen zu treffen)
  9. Soziale Isolation (sehr tiefe und zumindest echt erscheinende Freundschaften innerhalb der Gruppe einerseits und immer weniger und oft zwanghaft abgebrochenen Beziehungen zu Menschen außerhalb der Gruppe andererseits können zu einer starken Bindung an die betreffende Gruppe führen, die aus psycho-sozialen Gründen kaum noch aufzubrechen ist, selbst wenn es eigentlich gewünscht wird)

Es gibt zu diesem Thema eine Reihe von Büchern, die diese Techniken und Phänome ausführlich und sicherlich noch viel besser beschreiben als ich das hier (in aller Kürze) tun kann (siehe z.B. meine Bücherliste zum Thema „Geistlicher Missbrauch“).

Beispiele geistlichen Missbrauchs

Wie sieht geistlicher Missbrauch in der Praxis aus?

Ich persönlich habe z.B. erlebt wie man Andersdenkende und Kritiker meiner damaligen christlichen Gemeinschaft systematisch schlecht machte bzw. diskreditierte (unglaubwürdig machte). Das Lesen von kritischen Websites im Internet wurde teilweise als „geistliche Pornographie“ bezeichnet.

Uns wurde gelehrt, dass wir praktisch die einzige christliche Gemeinschaft seien, die die „wahre“ christliche Lehre verbreiten und leben würde. Alle anderen wären praktisch „verloren“ (bis auf wenige Ausnahmen vielleicht).

Bevor man bei uns damals getauft wurde, prüfte man z.B., ob man wirklich „tiefe Überzeugungen“ hatte: Auf die Frage, ob man glaube, dass z.B. die eigenen Eltern aufgrund ihres „lauen“ christlichen Lebens oder ihrer „ungültigen“ Taufe verloren seien, erwartete man eine positive Antwort. Andernfalls schob man die Taufe auf.

Man erwartete weiterhin, dass man an jeder Veranstaltung der Gemeinschaft teilnahm. Fehlte man, wurde nachgefragt.

Ein starker Fokus auf die eigene Sündhaftigkeit unter Vernachlässigung einer Ausgewogenheit zur Gnade Gottes, führte bei Vielen zu starken Schuldgefühlen und machte sie damit auch leichter durch die Leiter „formbar“ und damit letztendlich „gruppenkonform“.

Ich selbst hatte in meiner damaligen Gemeinde übrigens auch  Leitungsverantwortung. Dadurch kannte ich die Mechanismen aus „erster Hand“ und machte mich zudem teilweise mitschuldig.

Ich weiß aber auch, dass die meisten Leute in der Gemeinde „guten Herzens“ waren und nicht absichtlich anderen Schaden zufügen wollten. Ganz im Gegenteil. Man dachte, dass man dem Anderen dadurch wirklich (geistlich) helfe.

Und das ist genau das Gefährliche daran. Das Ganze war so subtil, dass man die Manipulation des eigenen Denkens gar nicht wahrnahm. Die Gruppendynamik tat ein Übriges (nach dem Motto: „Wenn es alle so machen, wie kann es dann falsch sein?“)

Es gab noch eine Menge anderer Dinge, die „sektenhaft“ waren wie z.B., dass das Spenden für die Gemeindearbeit in der Praxis gar nicht so freiwillig war wie immer vorgegeben wurde oder dass der Leitungsstil in der Gemeinde oft sehr autoritär und teilweise sogar totalitär war.

Ich kann und will hier jetzt auch gar nicht alle missbräuchlichen Praktiken aufzählen (wer mehr dazu erfahren will, kann das übrigens auf meiner Website tun, z.B. hier). Mir geht es auch nicht darum, eine christliche Gemeinschaft einfach nur schlecht zu machen (es gab auch eine Menge wirklich guter und sehr vorbildlicher Dinge dort; sonst wäre ja auch kaum jemand „freiwillig“ Mitglied geworden…), sondern um einen Eindruck zu vermitteln wie geistlicher Missbrauch in der Praxis aussehen kann. Und nur wenn man das weiß, kann man sich vor diesem dann auch schützen und andere warnen.

Wie gesagt, viele der „Opfer“ kommen guten Herzens in eine Gruppe mit geistlichem Missbrauch, werden dann später selbst – meist ohne es selbst zu wollen – zu „Tätern“. Und es entsteht ein echter „Teufelskreis“. Die besten Freunde können dann auf einmal genau die werden, die einem in einer solchen Gruppe halten und verhindern, dass man rechtzeitig „aussteigt“.

Was begünstigt geistlichem Missbrauch?

Ich denke, dass einer der Hauptursachen für den „Erfolg“ und das Vermehren von Sekten und Gruppen mit geistlichem Missbrauch in unserer heutigen Gesellschaft zu finden sind (auch wenn es sicherlich auch eine geistliche Sichtweise gibt, die mehr oder weniger unabhängig von gesellschaftlichen Entwicklungen ist, vgl. Mt 7,13-24).

Wir leben mehr und mehr anonym und ohne feste (soziale) Bindungen. Es gibt immer weniger allgemein anerkannte klare und feste Werte (z.B. was gut und böse ist; was gesellschaftlich „erlaubt“ und „nicht erlaubt“ ist). Wir tendieren zum Relativieren. Auch im christlichen Glauben. Wir können andere nicht mehr (zu Recht) kritisieren, da ja „niemand die Wahrheit hat“. Jeder kann und darf in Glaubensfragen so ziemlich alles lehren was er will. Auch wenn der Missbrauch eigentlich ganz offensichtlich ist. Das finde ich erschreckend.

Wir haben viel zu viel christliche Gemeinden, die für die Menschen „langweilig“ und „nichtssagend“ sind. Wo es weder tiefe Überzeugungen, noch Begeisterung für den Glauben, noch praktische Hilfe im Leben gibt.

Aufklärung über „wahre“ und „falsche“ christlichen Lehren und Praktiken gibt es kaum noch bzw. ist verpönt. Weil sich kaum noch jemand traut, absolute Wahrheiten zu verkünden (außer einigen eher „fundamentalistischen“ Gruppierungen, die sich leider oft selbst an der Grenze zum Sektentum bewegen).

Ist denn Jesus Christus nicht DIE Wahrheit (und nicht nur eine von vielen)? Kann es außerhalb seiner Lehre und der Lehre der Apostel noch widersprechende Wahrheiten geben?

Ich kritisiere hier nicht einfach nur die „anderen“. Ich selbst muss natürlich auch was dafür tun und bin deshalb mitverantwortlich für unsere allgemeine Lage.

Was kann bzw. muss man gegen geistlichen Missbrauch tun?

Was können bzw. müssen wir also konkret tun?

Alternativen zu Gemeinschaften mit geistlichem Missbrauch anbieten!

Meist greifen sektenhafte Gruppierungen ja tatsächlich Misstände bzw. Defizite in den konventionellen christlichen Gemeinden auf. Die Frage ist nur: Reagieren wir darauf? Oder belassen wir es bei der (Gegen-)Kritik an den anderen?

Weiterhin müssen wir sicherlich mutiger werden! Kritik, sofern sie berechtigt und konstruktiv gemeint ist, muss (laut) geäußert werden (dürfen). Auch innerhalb und zwischen christlichen Gruppierungen.

Das sollte natürlich nicht in einer pharisäischen bzw. selbstherrlichen Kritiksucht geschehen, sondern in Liebe und echter Sorge um den anderen.

Und was mir besonders am Herzen liegt: wir brauchen mehr gesunde christliche Lehre mit Tiefgang!

Wer kennt heute denn noch die Schriften der Kirchenväter, die eigentlich ein Garant für eine rechtgläubige christliche Lehre sind bzw. sein könnten (die Kirchenväter waren entgegen landläufiger Meinung hervorragender Kenner und Ausleger der Bibel. Sie verteidigten den apostolischen Glauben gegen alle möglichen falsche Lehren. Ich selbst habe z.B. schon Unmengen von den Einsichten des Johannes Chrysostomus‚ zu den verschiedenen biblischen Schriften profitiert, siehe die Bibliothek der Kirchenväter).

Wer lehrt heute noch Kirchengeschichte, damit wir aus den Fehlern der Vergangenheit (und den guten Dingen) lernen können?

Und wo bleibt die Solidarität unter den Gläubigen? Oder soll sich jeder selbst um seinen eigenen „Mist“ kümmern?

In unserer heutigen zersplitterten und teilweise zerstrittenen Christenheit ist es für Sekten jeder Art ein Leichtes ihr Unwesen zu treiben. Schließlich gibt es ja keine von allen Christen allgemein anerkannte Autorität(en) mehr.

Wir haben heute mehr Freiheit im Glauben, aber dadurch gibt es vielleicht auch mehr Gefahren, da niemand mehr uns schützt bzw. schützen kann vor den „Wölfen im Schafspelz“.

Ich denke, dass wir uns (nicht nur) in dieser Sache den Apostel Paulus als Vorbild nehmen sollten:

„Darum bezeuge ich euch am heutigen Tag: Ich bin unschuldig, wenn einer von euch allen verloren geht. Denn ich habe mich der Pflicht nicht entzogen, euch den ganzen Willen Gottes zu verkünden. Gebt Acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat.

Ich weiß: Nach meinem Weggang werden reißende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen. Und selbst aus eurer Mitte werden Männer auftreten, die mit ihren falschen Reden die Jünger auf ihre Seite ziehen. Seid also wachsam und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, unter Tränen jeden einzelnen zu ermahnen. Und jetzt vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das die Kraft hat, aufzubauen und das Erbe in der Gemeinschaft der Geheiligten zu verleihen.“ (Apg  20,26-32/EÜ)

Wenn wir Christen alle unseren kleinen Beitrag im Leib Christi leisten würden (jeder nach seinen Gaben und seinem Dienst in der Kirche), dann hätten es so fragwürdige christliche Gemeinschaften wie W+G sicherlich um einiges schwerer, Anhänger zu gewinnen und aufrichtigen Gläubigen (und deren Kinder!) Schaden zuzufügen…

Advertisements

Kommentare»

1. talitakum - 17. März 2009

Hi Stephan,

super zusammengefasst.
Zu Deinem Abschlusssatz:

Ja, es mangelt an echten Autoritäten im Leib Jesu.
Fest im Glauben stehende, hingegebene Männer und Frauen Gottes.
Der 5-fältige Dienst muss und soll aufgerichtet werden.
Der Leib ist aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten.
Sonst nützt alles nichts….

2. Stef - 18. März 2009

@talitakum:
Kurze Anmerkung zu Deinem Kommentar:
Leider spricht der sog. „5-fältige Dienst“ in missverständlicherweise auch von „Aposteln“. Meist wird mit „Aposteln“ in diesem Zusammenhang so was wie „christlicher Leiter“ gemeint, was biblisch vertretbar wäre.
„Apostel“ im engeren Sinn (d.h. Zeugen der Auferstehung, von Jesus direkt berufen bzw. zum Zwölferkreis gehörend und mit besonderen Vollmachten ausgestattet wie das bei Petrus, Johannes, Paulus der Fall ist etc.) gibt es heute nicht mehr bzw. kann es nicht mehr geben. Das (Lehr-)Fundament, das die Apostel (und Propheten) mithilfe des Hl. Geistes gelegt haben (vgl. Eph 2,20) ist vollendet und keiner – selbst kein Engel – darf das mehr verändern (vgl. Gal 1,6-9).
Genau aus diesem Grund kann der sog. „Apostel“ der Wort+G-Gemeinschaft kein echter Apostel sein, sondern ist m.E. ganz klar ein Verführer und Irrlehrer.

3. Stef - 19. März 2009

Hier übrigens noch Links zum Thema, für diejenigen, die sich mit diesem Thema weiter beschäftigen möchten:
Geistlicher Missbrauch in radikalen christlichen Gemeinschaften
Geistlicher Missbrauch in Deutschland
Geistlicher Missbrauch Schweiz
Licht-Schwert (Aufklärung über W+G)
Irrglaube und Wahrheit

4. Bee - 21. März 2009

Nein, ich glaube nicht, dass es an guten Autoritäten fehlt. Es gibt ganz hervorragende Leute, nur kommen diese Autoritäten meist im klassischen Gewand und werden daher gerne übersehen und überhört. Zudem kommt etwas, dass … naja, sowas wie eine Konsumhaltung, wenn es um den Glauben geht. Man wartet bis jemand kommt und einem Glaubenswahrheiten auf dem Silbertablett serviert, anstatt selber nachzufragen und nachzubohren. Tausendmal haben wir den Sesamstraßen-Song gehört, in fast jedem Bereich wenden wir den an, nur wenn es um den Glauben geht, schrecken viele vor dem „Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum?“ zurück. Warum eigentlich? Vllt. weil Respekt vor dem Glauben des Anderen häufig als Verbot einer Investigation begriffen wird. Jemanden zu fragen, wo er den seine Auffassung her hat, in welcher Autorität er spricht, und ob er sich sicher ist, dass wenn er Jesus sagt auch den Christus meint, das schein so garnicht zu gehen.
Ist es so schlimm, wenn man Leute fragt, ob die „Worte“ oder „Bilder“, die sie haben nicht vllt. doch eher ihrer blühenden Phantasie und Innerendialogen entspringen, gerade wenn sie es gut meinen und mit diesen „Eindrücken“ in der Gemeinde hausieren gehen?
Ist es wirklich so ein Drama, wenn man sagt: „Nein, dass glaube ich nicht!“ oder „Nein, das glaube ich so nicht!“ Während wir jeden, der uns ein Betriebssystem empfiehlt, genau fragen, warum den grade das so toll ist, woher er den seine Kenntnisse hat und aus welchen Gründen er diese Version benutzt, darf jeder der über ein paar fromme Grundvokabel beherrscht, seine Version des Glaubens auf unsere Bio-Festplatte drücken. Wie kommt das?
Wenn jemand sagt, dass er ein christlicher Prediger ist und mir danach seine Version des Heils erzählt, warum darf ich dann nicht fragen, warum er das so sieht…. Okay, die meisten fangen dann mit der Bibel-Schnipsel-Jagd an… aber warum darf man dann nicht sagen:Stop! Warum interpretierst Du diese Stellen genau so und nicht anders?
Zum Anderen macht unserer Wunsch nach Einheit paradoxerweise uns anfällig für Irrlehren, die dann zur Spaltung führen. Warum darf man als Christ eigentlich nie den offenen Dissens feststellen? Was ist so schlimm daran? Wieso darf über alles gestritten werden, nur nicht über die Rechtgläubigkeit? Snakehandler, Mormonen, ZJ… jede Sekte und jede Bewegung proklamiert ihre Version von Glauben als christlich, warum darf man da nicht sagen, nein, das glaube ich nicht. Muß ich mich wirklich mit jedem verbrüdern, der 1 Kor 15,3 als seine Glaubensgrundlage ausweist, auch wenn ich eingentlich das Bekenntnis von Nicäa für grundlegender halte? Bin ich wirklich Eins mit jemanden, der für mich zentrale christliche Lehren wie die Transsubstantiation für Unsinn hält? Kann man wirklich Ein-Leib-Sein, obwohl man genau diesen Leib jeweils anders definiert, gibt es wirkliche Einheit auf Grundlage des kleinsten gemeinsamen Nenners?
Ich persönlich kann mir das nicht wirklich vorstellen.
Für mich liegt das Hauptinfallstor für Irrlehren genau da wo mangelde Information(swilligkeit) auf falsch gedachte Einheit trifft.
Wie oft habe ich schon gehört, nein, ich muss keine alten, verstaubten Theologen, Katechismen und Enzykliken lesen, um glauben zu können. Das ist in der Tat richtig, nur woher weiß man dann was wahr und was falsch ist?

5. Bee - 22. März 2009

Nachtrag zu W+G:
Also… wo Anfangen? Nun, ich hab mal gegooglet und was mir auffällt ist, dass die Seiten, die am ausführlichsten kritisch über Wort und Geist berichten, für mich nicht so ganz kosher sind, weil sie mit dem gleichen Nachdruck auch die katholische Lehre verdammen und selber mit theologischen Ansichten um die Ecke kommen, die ich für invalide halte.
Von daher sind solche Leute vllt. nicht die beste Info-Quelle.
Jetzt kommt das ABER:
Aber, was mir auffällt ist, dass in den Selbstaussagen schon einiges dabei ist, was fragwürdig ist. z.B.: Wie Krankheit gesehen wir und wie sie in Hinblick auf die Inkarnation gedeuet wird. Das mag Freikirchlern nicht auffallen, aber sehr viel eindeutiger kann Häresie eigentlich nicht sein. Typisch ist für mich, dass man einen Satz aus der Bilbel nimmt und ihn so deutet, dass er auf die eigene Linie passt. Andere Deutungsmöglichkeiten, werden garnicht erst erwähnt.
Wenn der selbst ernannte Chefausleger behauptet, dass die Fülle der Offenbarung noch nicht erreicht wurde, weil die Selbstoffenbarung Gottes ein voranschreitender Prozess ist, katapultiert er sich selber aus der christilichen Gemeinschaft. Wenn er seinen Zuhörern erklärt, dass Jesus nicht wie ein Mensch gelitten hat und gestorben ist, muss man mal nachhaken, wie er das denn jetzt meint. Auch hier stellt er sich ganz klar gegen den christlichen Glauben, der wahrer Mensch und wahrer Gott, gelitten, gekreuzigt, gestorben als unverrückbare Glaubensinhalte bekennt.
Was mich erstaunt ist, warum es in den Beiträgen, die ich gelesen habe eher um die Art der Darbietung und Auswirkungen geht, als um die grundsätzliche Lehre. Ist es wirklich so schwierig das Glaubensbekenntnis neben die Selbstaussagen einer Guppe zu legen und zu sehen, wo es Widersprüche gibt?

6. Stef - 22. März 2009

@Bee:
Bzgl. Autoritäten: Natürlich gibt es Christen, die man als Autorität theoretisch anerkennen kann/sollte (z.B. den Papst). Nur das wird eben in der Praxis nicht von allen getan. Das ist eine direkte Folge der Zersplitterung der Christenheit und fördert damit die Existenz von Sekten (neben vielen anderen Gründen).

Bzgl. Kritiker von W+G: Natürlich müssen die Kritiker von W+G nicht in allen Punkten Recht haben (vor allem auch, was deren Aussagen über weitere Glaubensgemeinschaften wie z.B. der kath. Kirche angeht). Jedoch sind die Websites und Blogs der Kritiker m.E. auf jeden Fall sehr hilfreich, um sich mal die „andere Seite“ anzuhören und um dann ggf. daraufhin selbst weiter zu recherchieren und zu prüfen.
Solange W+G-Kritiker nur eine (sachliche) Zusammenstellung von (nachweislichen) W+G-Aussagen anbieten (ohne einseitige Interpretation) derselben (was m.E. die meisten tun), sind die Kritiker m.E. seriös und hilfreich für die eigene Meinungsbildung.

Dass die meisten christlichen Gruppierungen außerhalb der kath. Kirche Letztere kritisieren oder sogar selbst als Sekte bezeichnen ist übrigens ein allg. bekanntes Phänomen und muss nicht unbedingt bösartig gemeint sein. Viele Nichtkatholiken sind eben über den kath. Glauben und die kath. Kirche nur wenig aufgeklärt und wiederholen oft einfach nur das, was ihnen von ihren eigenen Lehrern (Falsches) gelehrt wurde.

Zum Schluss: Du hast Recht, dass es die Aufgabe der einzelnen Gläubigen ist, jede Glaubensgemeinschaft auf Rechtgläubigkeit zu prüfen. Nur ist das in der Praxis eben nicht so einfach wie man oft glaubt. Anfänger im Glauben haben dazu oft (noch) nicht ausreichend Kenntnisse und müssen sich erstmal auf die Seriosität der Lehrer verlassen (können). Und selbst wenn sie fundierte Kenntnisse der Hl. Schrift haben, sind Irrlehrer oft sehr geschickt, ihre falschen Lehren und Behauptungen „glaubwürdig“ erscheinen zu lassen.
Wie gesagt ist es erstmal schwierig, z.B. eine Behauptung, dass Jesus selbst jemanden für irgendetwas beauftragt habe zu widerlegen. Entweder man glaubt das oder man glaubt das nicht bzw. hat Zweifel an der Seriosität der betreffenden Person. Und wenn jemand eine besondere Ausstrahlung und Überzeugungskraft hat, kann es schon mal vorkommen, dass sich selbst „vernünftige“ Christen blenden lassen.

7. Christoph Rohde - 24. März 2009

Man muss leider dazu attestieren, dass zu 90 % Leute mit Persönlichkeitsproblemen „enges“ Christentum wollen, weil sie dann nicht den harten Weg eines verantwortlichen Lebens gehen müssen…

8. Blogleser - 14. April 2009

Hallo,

Kennst Du zufälligerweise auch die Webseite http://www.aussteiger-info.ch ?

Dort kannst Du kostenlos an das Buch“Geistlicher Missbrauch“ kommen.

9. Stephan Zöllner - 8. Juni 2009

Die Ursachen des Geistlichen Mißbrauchs sind sehr vielschichtig und liegen auf drei Haupt-Ebenen verteilt.

1. Gutgläubige Menschen, die nicht selbst prüfen sondern sich zu sehr auf die „geistlichen Leiter“ verlassen. Diese Haltung verstößt übrigens massiv gegen Jesu Aussage in Mt 23,9!

2. Machtgierige Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer! – gerne Macht oder Kontrolle ausüben. Diese Haltung verstößt übrigens massiv gegen Jesu Aussage in Mt 23,8+10!

3. Hirarchische Strukturen, die beide Verhaltensweisen unterstützen anstatt alle Gläubigen in die direkte Nachfolge zu Jesus zu führen.

maranatha Stephan

ps auf meiner Seite http://www.bibelarbeit.info/extras_geistlicher_missbrauch.php gibt es einige Definitionen von Geistlichem Mißbrauch und eine entsprechende Differenzierung zwischen GM und systematischem GM

10. Stef - 23. Februar 2010

Aktueller Nachtrag zur umstrittenen Glaubensgemeinschaft „Wort und Geist“:
Einer ihrer Leiter ist umlängst „ausgestiegen“ und hat seine Gründe hierfür in einem lesenswerten Rundbrief veröffentlicht (siehe Bentos Artikel „Wort und Geist Ausstieg„)

11. Über den sexuellen Missbrauch in der kath. Kirche « Projekt Kirche - 21. April 2010

[…] Geistlicher Missbrauch (15.03.2009) […]

12. Nachtrag zu “Über den sexuellen Missbrauch in der kath. Kirche” « Projekt Kirche - 1. Mai 2010

[…] Art) in einer (nicht-katholischen) Freikirche bekannt (siehe “Über mich” bzw. “Geistlicher Missbrauch“). Das ist m.E. auch nicht weiter verwunderlich, denn wenn die entsprechenden […]

13. Anonym [Name auf Wunsch d. Autors anonymisiert] - 13. Januar 2011

Hallo, ich habe eine sehr ernste Frage. Ich wurde von einem Priester geistig manipuliert und zwar so lange bis er sich alle meine Sinne mächtig gemacht hat und mich auch auf der geistigen Ebene sexuell missbrauchen konnte. Wollte ich von ihm wissen was das soll, leugnete er mir alles ins Gesicht, weigere ich mich ihm aber zu dienen, ist er instande mir die schlimmsten Schmerzen zu zufügen. Die Geschichte ist so verrückt, dass ich selber am besten sie verdrängen würde damit es verschwindet, aber so funktioniert es leider nicht. Wissen Sie wovon ich rede? Diesen Verbrecher muß Anhalt geboten werden und ich habe weder ein Beweiss, noch weiß ich, was ich damit anfangen soll. Eimal sagte jemmand: es gibt nichts was es nicht gibt, und doch habe ich kein Verlangen auf die Grenzerfahrungen und ein komplett kaputtes Leben. Wenn Sie etwas davon wissen melden Sie sich bitte, es ist so wichtig für mich. Gruß

Stef - 14. Januar 2011

Hallo Anonym [Name d. Red. anonymisiert],
es tut mir erst mal sehr leid, dass Sie solche Erfahrungen machen mussten, und noch dazu mit einem Priester.
Ich bin leider kein wirklicher Experte auf dem Gebiet sexuellen Missbrauchs, noch weniger, wenn dieser wie Sie geschrieben haben rein auf der „geistigen Ebene“ abläuft.
Von dem her – und weil Ihre Schilderungen doch sehr vage sind – weiß ich momentan nicht wie ich Ihnen (außer Gebet) konkret helfen könnte. Wenn Sie wollen, können Sie mir in einer (private) E-Mail (siehe über mich) genauer beschreiben, was Sie erlebt haben und was ich für Sie tun kann.

Stef - 15. Januar 2011

PS: Falls es sich um einen katholischen Priester gehandelt haben sollte (bzw. handelt), dann kann man sich übrigens auch an die Hotline für Opfer sexuellen Missbrauchs (http://www.hilfe-missbrauch.de) der Deutschen Bischofskonferenz wenden.
Diese kann auch sicherlich helfen, den Missbrauch zu stoppen und weitere Hilfe zur Verarbeitung der Erlebnisse und zur persönlichen Heilung zu vermitteln.

Stef - 15. Januar 2011

PPS:
Hallo Anonym [Name d. Red. anonymisiert], offensichtlich ist Ihre angegebene E-Mailadresse falsch (zumindest kam meine E-Mail an Sie wieder zurück).
Vielleicht haben Sie sich vertippt, vielleicht wollen Sie auch lieber anonym bleiben (dann hätten Sie aber darauf hinweisen sollen).
Bitte schreiben Sie mir, damit ich mich vergewissern kann, dass Ihr Kommentar ernst gemeint (und seriös) war.

Stef - 19. Januar 2011

@Anonym:
Vielen Dank für Ihre E-Mail. Sie hatten sich bei der Angabe Ihrer E-Mailadresse wohl tatsächlich (nur) vertippt. Ich habe Ihren Namen übrigens jetzt wie gewünscht anonymisiert. Alles weitere dann per E-Mail…

Stef - 19. Januar 2011

PS: Ich habe übrigens jetzt einen Link von meinem Beitrag „Nachtrag zum sexuellen Missbrauch in der kath. Kirche“ auf den Kommentar von Anonym gesetzt, da dort der Kommentar eigentlich hingehört.

14. Stephan Zöllner - 14. Januar 2011

Hallo Anonym [Name d. Red. anonymisiert],

was einst Du genau mit „geistlich sexuelem Mißbrauch“?

Ich weiß was sowohl „geistlicher Mißbrauch“ als auch was „sexueller Mißbrauch“ ist und habe sogar erfahrung mit „emotionalem Mißbrauch“ im allgemeinen, aber das was Du beschreibst ist mir etwas zu vage oder schwammig.

Kannst Du das mal näher erklären was Du meinst oder was da passiert ist?
Wer die Mechanismen des Mißbrauchs kennt wird nämlich durchaus verstehen was da geschieht und Dir durchaus Glauben schenken können wenn Du typische Situationen, Argumentationen oder Sätze beschreibst.

maranatah Stephan

15. Stephan Zöllner - 15. Januar 2011

Zum sogenannten „Fünffältigen Dienst“, der in wirklichkeit nur ein VIERfältiger Dienst ist:

1. Propheten
2. Apostel
3. Evangelisten
4. Hirten und Lehrer (als ein stehender Begriff)

Allerdings kann man sich selbst leicht als „Etwas“ davon bezeichnen oder verstehen ohne das das tatsächlich nach dem ursprünglichen biblischen Verständnis (dem was Paulus und die anderen Apostel darunter verstanden haben) entsprechen muß.

Die modernen „(Selbst-) Definitionen“ können nämlich beliebig davon abweichen.

Darum ist die ursprüngliche Definition zuerst einmal so genau wie möglich zu rekonstruieren bevor man überhaupt näher anfängt über diese Dienste zu diskutieren …

Und aus Erfahrung kann ich sagen: die Definitionsfindung ist keineswegs ein trivialer Vorgang. Darum ist der größte Teil dessen was davon im Umlauf ist unvollständig oder sogar offensichtlich falsch!

16. christennetz - 3. Juni 2011

Die folgende Webseite klärt auch darüber auf, was religiöser Machtmissbrauch und Manipulation für Schaden anrichten kann.

17. Stephan Zöllner - 4. Juni 2011

Das Fatale an jedem Mißbrauch ist, daß das Opfer früher oder später selbst wieder zum (Mißbrauchs-) Täter wird wenn der Mißbrauch (mit seinem Trauma) nicht konsequent aufgearbeitet und beweältigt wird!

Auf diese Weise können Generationen von Familien oder Gemeninden auf teuflische Weise kontrolliert, von Jesus ferngehalten und zerstört werden.

Das „der der Väter Missetat heimsucht bis ins dritte und vierte Gleid …“ in den 10 Geboten deutet diese schädigenden Mechanismen nur an …

18. Christennetz - 4. Juni 2011

Religiöser Missbrauch kann eine verheerende Kettenreaktion auslösen.

19. Christoph Rohde - 6. Juni 2011

Religiöser Missbrauch führt zu einem Zyklus, aus dem sich die Menschen nicht befreien können. S. die Internationale Gemeinde Christi Berlin…

http://christliche-philosophie.blog.de/2011/06/06/gemeindegeburtstag-20-jahre-lug-trug-internationalen-gemeinde-christi-berlin-11271597/


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: