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Warum gibt es Leid in dieser Welt? 5. Februar 2010

Posted by Stef in Christentum, Diverses.
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Es ist für uns alle offensichtlich, dass das Leben nicht nur schön, sondern auch sehr schlimm sein kann. Und selbst, wenn man nicht selbst Leid erfährt, dann erschüttert einen doch immer wieder das Leid, das anderen widerfährt.

Warum gibt es Leid überhaupt in unserer Welt? Dass es von Menschen selbst verursachtes Leid gibt wie z.B. durch Kriege ist ja noch nachvollziehbar, aber warum müssen auch unschuldige Menschen (wie z.B. Kinder) leiden? Warum gibt es Krankheit, Hunger und Naturkatastrophen (wie zuletzt in Haiti)? Ist Gott doch nicht gut? Oder ist Gott nicht allmächtig? Warum lässt Gott dann das Leid zu? Hat das irgendeinen Sinn?

(Selbst) viele Christen wissen auf diese Fragen keine Antwort. Warum eigentlich? Steht darüber tatsächlich nichts in der Bibel? Oder gibt es bei „wirklich gläubigen“ Christen kein Leid mehr, so dass sich diese Frage für sie gar nicht mehr stellt? Sicherlich nicht.

Letztes Jahr habe ich einen Fernkurs in kath. Theologie begonnen. In einem der ersten Lehrbriefe wurde auch die Frage nach dem Leid gestellt. Im Begleitkurs wurde die Frage dann nochmals von einer Mitstudentin aufgegriffen. Aber weder der Lehrbrief, noch der Seminarleiter konnte eine wirkliche Antwort darauf geben. Das ist traurig, da ich denke, dass der christliche (und im Besonderen der katholische) Glaube sehr wohl eine Antwort darauf hat. Nur ist sie vielen Christen offenbar nicht bekannt.

Umso mehr hat mich gefreut, dass der kath. Salzburger Theologe Michael Gurtner einen m.E. sehr guten und fundierten Kommentar zu diesem Thema geschrieben hat. Gurtner hat den Mut, genau das zu sagen, was in der Bibel über Gott und das Leid in dieser Welt steht. Und das ist für den Menschen nicht nur angenehm zu hören. Aber die christliche Antwort auf Frage nach dem Leid gibt auch sehr viel (echten) Trost. Denn das Leid ist nicht sinnlos! Wir leiden – Gott sei Dank – nicht umsonst!

Jetzt aber der Link auf den besagten Artikel, der heute auf KATH.NET unter folgendem Titel erschienen ist: „Wen der Herr liebt, den züchtigt er„.

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Kommentare»

1. Sebastiaan - 6. Februar 2010

Falls Du aufrichtig auf der Suche bist nach dem Königreich von dem Ewigen, dann bist Du herzlich eingeladen auf die folgende Website:

http://www.jakob5770.com

Yeshua (= der originale hebräische Name für Jesus) liebt Dich!

Sebastiaan

Stef - 7. Februar 2010

Hi Sebastian,
eigentlich hat Dein Kommentar ja nichts mit dem Thema Leid zu tun, oder?
Dennoch habe ich ihn mal freigeschaltet und werde demnächst auf die Vorwürfe, die auf der verlinkten Website aufgelistet werden eingehen…
Liebe Grüße,
Stefan

2. Stef - 7. Februar 2010

Hi Sebastian,
so, jetzt habe ich mir die von Dir verlinkte Website etwas näher angeschaut. Da wird ja eine ganze Menge kritisiert und sogar von einer sog. (widergöttlichen) „Ersatzlehre“ gesprochen. Wer diese vertritt, wird leider nicht explizit gesagt. Aus dem Zusammenhang ist m.E. aber klar, dass sich die Kritik auf die allg. (kath. bzw. protestantisch) christliche Lehre bezieht.
Soweit ich das ganze nachvollziehen konnte, wird hier eine judaisierte Form des Christentums vertreten. Dieses Problem bzw. diese Art von Auseinandersetzung gab es ja schon von Anfang an im Christentum, so dass sich Paulus genötigt sah, einige Dinge gegenüber judaisierenden Christen klarzustellen.

Grundsätzlich möchte ich an dieser Stelle erstmal nur auf zwei Dinge hinweisen (sonst wird das zu viel Text und gehört eigentlich auch nicht zu diesem Blogbeitrag):
Erstens wird auf der genannten Website immer wieder betont wie „unbiblisch“ die sog. „Ersatzlehre“ sei.
Gegenfrage: Muss jede christliche Lehre explizit in der Bibel niedergeschrieben sein, damit sie wahr und richtig ist?
Wie wurden dann die ersten Christen gelehrt als es noch kein Neues Testament gab?
Zweitens reicht es nicht aus, die Bibel zu kennen bzw. gelesen zu haben (wobei das erstmal ein guter Anfang ist), sondern man muss sie auch richtig verstanden haben. Dies ist beim Autor der Website m.E. offensichtlich nicht der Fall. Das erkennt man u.a. daran, dass Behauptungen zu Themen aufgestellt werden, wo ganz offensichtlich die dazu erforderlichen Sachkenntnisse fehlen.
Es wird z.B. behauptet, dass einige Bibelübersetzungen aus dogmatischen Gründen falsch seien:

Ab und zu lesen wir in dem Neuen Testament Texte die falsch aus dem Griechischen übersetzt wurden, sowie z.B. in Apostelgeschichte 20:7:
‘Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus, und da er am nächsten Tag weiterreisen wollte, zog er die Rede hin bis Mitternacht’
Die Übersetzer der King James Bibel sind noch so ehrlich gewesen um das Wort Tag kursiv niederzuschreiben. Denn in dem original Griechischen Text steht das Wort gar nicht. In der interlinearen Bibel steht hier geschrieben: ‘Auf einer der Sabbaten…’.
In der orignial griechischen Version steht deutlich das Wort ‘Sabbaten’ aber die Übersetzer haben dieses vitale Wort weggelassen (siehe: ‘the interlinear Bible, Jay P. Green, Baker Book house, Grand Rapids, Michigan 49506, USA 1979, siehe auch:
Novum Testamentum Graece, Nestle-Aland/Württembergische Bibelanstalt, Stuttgart, Deutschland: wo nur der original-Text steht mit dem Wort ‘Sabbaten’).
In Apostelgeschichte 20 geht es darum, dass die Anhänger Jesu zusammengekommen sind am Ende des Sabbats um ‘das Brot zu brechen’, oder zusammen die Mahlzeit zu haben. Paulus setzte seinen Unterricht über den Sonnenuntergang hinaus fort bis zur Mitternacht, das heisst, Samstag nach Sonnenuntergang.

Hier zeigt sich deutlich, dass der Autor wohl keine besonders guten Griechischkenntnisse hat, sondern einfach nur Wort für Wort übersetzt. Ich kann zwar auch kein Griechisch, aber ich behaupte ja auch nicht solchen Unsinn, sondern verlasse mich lieber auf (echte) Experten. Denn der besagte Text stellt ein gewöhnlicher Ausdruck für „der erste Tag der Woche“ der damaligen Zeit dar (siehe http://www.bible.ca/7-sabbath-greek.htm )
Also, lieber Sebastian:
Wenn Du selbst „aufrichtig auf der Suche“ nach der Wahrheit bist, dann lade ich Dich gerne ein, mal die katholische Lehre gründlich zu studieren. Vor allem die Texte der frühen Christen und Kirchenväter würden Dich sicherlich überzeugen, dass vieles von dem, was die genannte Website behauptet tatsächlich (und leider) Unsinn ist.

3. Jeder von Gott geliebter Mensch muss leiden! « Projekt Kirche - 17. Februar 2010

[…] Jeder von Gott geliebter Mensch muss leiden! 16. Februar 2010 Posted by Stef in Christentum, Diverses. Tags: Leid; Schmerz trackback Jeder von Gott geliebter, als Sohn angenommener Mensch müsse leiden, sagt der Kirchenvater Johannes Chrysostomus, aber nicht jeder, der Leid erfährt ist immer auch ein “Gerechter”. Denn schließlich gäbe es auch Leid zur Strafe (vgl. hierzu auch den Artikel “Warum gibt es Leid in dieser Welt?“). […]

4. Über den sexuellen Missbrauch in der kath. Kirche « Projekt Kirche - 21. April 2010

[…] Kirche hat da einen außergewöhnlichen Schatz, den sie den Opfern da anbieten könnte (vgl. z.B.  “Warum gibt es Leid in dieser Welt” bzw. “Jeder von Gott geliebter Mensch muss […]


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