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Wunschvorstellung oder Wahrheit? 3. August 2011

Posted by Stef in Christentum.
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In letzter Zeit hat mich der Gedanke öfters beschäftigt, dass viele Menschen offenbar lieber ihren eigenen Wunschvorstellungen anhängen als sich für die (objektive) Wahrheit zu interessieren. Das ist so ähnlich als, wenn man sich täglich einredet, dass Zähneputzen unnötig sei, nur weil man nicht sofort Karies bekommt. Im Prinzip will man sich eben einfach nur nicht eingestehen, dass man Zähneputzen lästig findet und man nicht über die Konsequenzen des eigenen Handelns nachdenken will.

Was im Gesundheitsbereich gilt, gilt meiner Ansicht nach um so mehr bei Fragen bzgl. des Sinn des Lebens oder der Frage nach Gott. Da zählen dann oft weniger (sachliche und logische) Argumente, sondern mehr die Wunschvorstellungen, die das Leben für einen selbst erstmal scheinbar einfacher und bequemer machen. Aber ist das für uns wirklich von Vorteil? Ist es nicht besser die Wahrheit zu kennen, danach zu leben und die Vorteile zu nutzen?

Was bringt es mir denn, wenn ich fest daran glaube und auch nichts anderes wissen will, dass es kein Leben nach dem Tod gibt, auch wenn es vielleicht doch eines geben kann? Oder dass es keinen Gott gibt, auch wenn es ihn gäbe?

Das gleiche gilt für theologische Fragen allgemein. Ich kann daran festhalten wie ich will, dass meine Meinungen wahr und richtig sind und mich auf keine Sachdiskussion mehr einlassen. Aber wenn sie dann letztenendes doch falsch sind? Bringt mir das dann was? Ist es nicht besser, so früh wie möglich die Wahrheit zu kennen, danach zu leben und die Vorteile daraus für sich zu nutzen?

Es ist meines Erachtens sehr traurig, dass es so menschlich ist, dass wir lieber die Augen vor der Wahrheit schließen, aus Angst oder Bequemlichkeit oder sonst etwas, statt sich mit ihr auseinander zu setzen bzw. sich ernsthaft auf die Suche nach ihr zu machen.

Kinder stellen sich noch auf ganz natürliche Weise diese Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach der Wahrheit. Und sie sind offen dafür. Das erlebe ich fast täglich bei meinen eigenen Kindern Paul und Lennart. Nur später, wenn wir älter werden, dann machen wir wieder zu. Das erfahre ich leider auch fast täglich.

In diesem Sinne kann man wohl auch den folgenden Ausspruch Jesus verstehen:

Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. (Mt 18,3)

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