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Über mich

siehe Über mich bzw. Impressum auf meinem neuen Blog.

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Kommentare»

1. Andreas Ludwig - 1. Juni 2008

Hallo Stefan und Connie,

was für eine Freude euch in gutem geistlichen Zustand zu sehen und zu wissen. Nach langer Wüsten Wanderung und einem Heilungsprozeß, der immer noch nicht ganz abgeschlossen ist, hat mich der Herr anfang August letzten Jahres wieder gerufen, da ich gerade dabei war ernsthaft über das Ende meines Lebensnach zu denken. Ich hätte nie geglaubt, das man tatsächlich Gottesstimme hören kann und ER jemandem beim Namen nennt. Nachdem ich mich mit Ihm Unterhalten und alles anden „Kopf“ geworfen hatte, sagte er nur, das Wir das hinkriegen, es sei nur wichtig, das ich Umkehre und er stellte mich vor die Wahl…. seit dem rede ich fast täglich und bekomme meine Antwort und wichtige persönliche Offenbarung durch
Träume.
Sagt dir der fünffältige Dienst etwas? Auf jedenfall haben drei Leute hier in Regensburg Hausgemeinde(n) gegründet und wir sind am Aufbau. Vergiß was dahinten ist und strecke dich aus nachdem was davorne ist….. Ich möchte mich mit euch treffen.

In Liebe und Freundschaft und in der Gnade und dem Frieden unseres Herrn Jesus, seist du gegrüßt von deinem Bruder im Herrn

Andreas Ludwig

2. Enrico - 14. August 2008

Hast du meine Email denn nicht erhalten ?
Ich habe dir eine ziehmlich längere zugeschickt an deine Emailadresse.

liebe und gesegnete Grüsse,
Enrico

P.S.: einen Jupp kenne ich nur vom lesen seiner Beiträge

3. Enrico - 14. August 2008

Du kannst ja auch mal in meinem Chat kommen:

http://www.radiochat.at

Wenn ich Zeit habe, brauchen wir uns nicht über Blogs unterhalten sondern können es auch im Chat tun 😉

liebe und gesegnete Grüsse,
Enrico

4. Bee - 14. August 2008

Um Storchs Blog nicht zu sprengen. lakeofbeesatgmaildotcom.

5. nini - 12. September 2008

Hi Stefan,
bin grad das erste Mal auf deinen super Blog gestossen. Danke, dass du und deine Frau euch so viel Zeit nehmt um über wichtige Sachen zu schreiben!
Habe deine E-Mail Adresse nicht gefunden, wo ist die versteckt?
Ich wär drum froh, wenn du mir deine ICOC-Kritiken vielleicht ein bisschen ausführlicher auflisten könntest. Du scheinst ein vielschichtiger Bibelkenner zu sein, nicht so ein gnadenloser ICOC-Basher :-). Ja, genau, ich bin Mitglied und habe in den letzten Jahren immer wieder gemerkt, wie gerne ich die Kommunikation verbessern würde. Es liegt mir total am Herzen, den Sachen nachzugehen, die viele (ich inkl.), teils Leiter, nicht erfassen (können/wollen), sei es aus Sünde, „geistlichem Unvermögen“, Vergessen oder was auch immer. Die aber trotzdem für Gott von grosser Wichtigkeit sind. Als ich deinen Beitrag zu Randys Predigt am ELM gelesen habe (ich war da, hab sie aber verpasst), dachte ich ich könne dem ja nochmal nachgehen. Gordons Predigt fand ich übrigens teils auch bedenklich, er scheint sich aber nachher für vieles entschuldigt zu haben, hab ich irgendwo letzthin gelesen.
Also, wenn du magst und Zeit findest, lass doch von dir hören!
Gottes Segen,

6. Stef - 12. September 2008

Hi nini,
das freut mich aber, dass sich mal jemand aus der ICOC für diese Themen interessiert. Viele wollen sich offensichtlich leider damit nicht (mehr weiter) auseinander setzen.
Meine E-Mailadresse (bzw. E-Mailkontakt) findest Du übrigens auf meiner Website http://www.projekt-kirche.de und lautet: stefan.schweizer(at)projekt-kirche.de.
Stefan

7. Peter - 23. September 2008

Hallo Stefan,
irgendwie würde ich Dich gerne kennen lernen.
Ich besuche die FeG Mozartstrasse jeden Sonntag morgen
Viele Grüße
Peter

8. Stef - 23. September 2008

Hallo Peter,
wir können uns gerne mal nach dem Gottesdienst in der Mozartstraße treffen. Oder auch so mal auf einen Kaffee.
Du hast ja meine E-Mail-Adresse, oder?
Gottes Segen!
Stefan

9. sp - 13. Oktober 2008

Hallo, gerade habe ich deinen Blog und auch ein paar bekannte Namen in der Blogroll gefunden. Wirklich ein guter Blog mit breitem und gutem Angebot, werde öfters vorbeikommen

10. Stef - 13. Oktober 2008

Hi sp,
freut mich!
Ich habe mal Deinen Blog auch auf meine Blog-Liste gesetzt und werde in nächster Zeit mal darin schmökern 😉
Stefan

11. karin adelsberger - 17. Oktober 2008

hallo stefan,
hoffe.das es dir und deiner familie gut geht,
habe mich grad angemeldet unhöfklicherweise,kannst du mir sagen,bitte,wo ich den das finde hier?
gruss karin adelsberger

12. Stef - 17. Oktober 2008

Hallo Karin,
was suchst Du denn?
Ich habe Deine Frage leider nicht ganz verstanden.
Stefan

13. quincy - 1. November 2008

Hallo Stefan!

Habe bei Philip in der Blogroll dein Blog Bibelkommentar gefunden und bin nun auch über diese Site gestolpert. Finde beides toll und hab beides auch abonniert.

Klasse Site’s!

cu quincy

14. Tom - 12. Juni 2009

Hallo Stefan,

Dein Blog is tein großartiges Zeugnis. Habe mir erlaubt, ihn zu verlinken!

Unter http://www.refektorium.blogspot.com kannst Du den Hinweis auf Dein Blog finden.

Gottes Segen

Tom

15. Conde_Barroco - 24. März 2010

Lieber Stefan,
kann man deinen Blog eigentlich auch „buchen“. Es gibt einige Blogs in denen ich meine Emailadresse eintragen konnte, damit ich bei neuen Veröffentlichungen über Email informiert werde. Leider habe ich das nicht gefunden oder vielleicht auch nicht lange genug gesucht. Ansonsten bleibt mir wohl nichts anderes übrig als die Seite abzuspeichern und ab und an mal reinzuschauen.
Schöner Blog, ich werde wohl öfters lesen.
Ich schicke dir liebe „katholische“ Grüße aus meinem Exil im protestantischen Schweden ins wundervolle München.
grüße
Der Fürst

Stef - 24. März 2010

Wie ich gerade festgestellt habe stellt WordPress (neben der RSS-Feeder-Funktion) mittlerweile tatsächlich auch eine E-Mail-Abo-Funktion für seine Blogs zur Verfügung.
Ich habe diese Funktion gleich mal für diesen Blog freigeschaltet (siehe Button in rechter Spalte ganz oben).
Funktioniert glaube ich aber nur, wenn man selbst ein WordPress-Konto hat (was jedoch kostenlos für jeden einrichtbar ist unter wordpress.com).

Conde_Barroco - 25. März 2010

vielen Dank. nun bin ich beruhigt. Diese Abo-Funktion ist eine wundervolle Erfindung. Danke für den Hinweis.

16. flunra - 27. April 2010

Lieber Stephan, ich ehre Deine Mühe die Kirchen zusammen zu führen, doch Du wirst dabei keinen Erfolg haben. Die Kirchen sind Organisationen und der Leib Jesus ist ein Organismus. Als Physiker müsstest Du wissen, dass man zwei verschiedene Dinge nicht vereinigen kann. Die Oekumene ist das Kleiste gemeinschaftliche Vielfache der einzelnen Organisationen, aber nicht die Einheit Gottes im Geist. Der Leib Christi ist eins. Er besteht aus den wiedergeborenen Gläubigen auf der ganzen Welt. Von ihnen heißt es im Römerbrief: Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.
Du kannst dazu beitragen, dass diese Wiedergeborenen sich finden und stark werden im Herrn und seiner Stärke(Eph 6,12).
Meine 96-jährige Mutter sagt immer: Die Kirchen sind die Baugerüste, sie werden entfernt, wenn der Leib Jesu vollendet ist.
Wir sollen uns einbauen lasen als lebendige Steine in das geistliche Haus, wie es Petrus schreibt. Die Bausteine, die um mich herum sind, erkennen es, ob ich dazu gehöre oder nicht. Auf der anderen Seite musst Du aufpasen, dass Du nicht in eine Organisation eingemauert wirst und Dein geistliches Leben dabei auf der Strecke bleibt. Christus hat uns zur Freiheit berufen! Wir sollen nicht wieder eines Menschen Knecht werden. Mit den Organisationen habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht, aber mit den Kindern Gottes war und bin ich eines Geistes.
Die Einheit der organisierten Kirchen wird in der Welteinheitsreligion enden, mit dem Antichristen auf dem Thron in Jerusalem im wiedererbauten Tempel. Der Leib Jesu aber wird mit dem Haupt vereinigt werden und so bei Gott sein allezeit(1.Thes 4, 17).
Ich grüße Dich persönlich mit dem Wort:
Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes! Sinnet auf das, was droben ist, nicht auf das was auf der Erde ist! denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn der Christus, euer Leben, geoffenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm geoffenbart werden in Herrlichkeit(Kol 3, 1 – 4).
Du bist gesegnet, Flunra

Stef - 27. April 2010

Ich verstehe Deine Abneigung gegenüber Organisationen und Deine Angst vor einer Einheitsreligion (auf kleinstem gemeinsamen Nenner), die ich übrigens auch nicht befürworte.
Für mich ist die Kirche auch nicht in erster Linie eine Organisation, sondern der Leib Christi, in denen jeder Christ seine besondere Berufung und Aufgabe hat.
Kirche kann ohne „Ämter“ bzw. bestimmte Dienste nicht funktionieren und ist auch von Jesus so nicht geplant worden. Oder warum hat Jesus 12 Apostel eingesetzt (Mk 3,14ff), die wiederum Bischöfe bzw. Ältester einsetzten (Tit 1,5; 1 Tim 3,1ff)? Warum gab und gibt es Diakone (Apg 6,1ff; 1. Tim 3,8ff)? Wie soll das Volk Gottes ohne Lehrer gelehrt werden (Apg 13,1), wie nicht umkehrbereite Sünder aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschlossen werden (Mt 18,15-17)?
Eine gewisse Organisation des Leibes Christi ist absolut biblisch und notwendig. Und ohne Kirchenleitung gibt es keine (wirkliche) Einheit:

„Ich [der Apostel Paulus], der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.
Aber jeder von uns empfing die Gnade in dem Maß, wie Christus sie ihm geschenkt hat. Deshalb heißt es: Er stieg hinauf zur Höhe und erbeutete Gefangene, er gab den Menschen Geschenke. Wenn er aber hinaufstieg, was bedeutet dies anderes, als dass er auch zur Erde herabstieg? Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi. So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen.
Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, hin und her getrieben von jedem Widerstreit der Meinungen, dem Betrug der Menschen ausgeliefert, der Verschlagenheit, die in die Irre führt. Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten und in allem wachsen, bis wir ihn erreicht haben. Er, Christus, ist das Haupt. Durch ihn wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt in jedem einzelnen Gelenk. Jedes trägt mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und wird in Liebe aufgebaut.“ (Eph 4,1-6/EÜ)

Stef - 27. April 2010

PS: Für mich ist Ökumene nicht einfach das Zusammenführen der christlichen Konfessionen (das würde tatsächlich zu nichts führen), sondern das Zusammenführen der Christen in die EINE Kirche. Jetzt kann man sich darüber streiten, was bzw. wo die wahre EINE Kirche ist. Sicher ist aber, dass sie dort zu finden ist, wo die (ganze) Wahrheit und die Liebe Gottes ist.

17. flunra - 27. April 2010

Ich heute wurde mein Augenmerk auf Matthäus 13 gerichtet. Das Gleichnis vom Unkraut im Weizenfeld zeigt uns, wie beides bis zum Ende wachsen wird, der Weizen und auch das Unkraut. Der Weizen weiß, dass er Weizen ist. Das Unkraut weiß auch, wer es ist, doch es hat sich bunt herausgeputzt: Mohn, Kornblumen, Kamille, Disteln usw. Am Ende nutzt die ganze Pracht nichts, auch wenn zwischendurch einer davon einen Strauß pflückt und in eine Vase stellt, es wird verbrannt.
Den Geist kann keiner dirigieren, er weht wo er will und wir hören sein Rauschen wohl. Wenn es auch schwer fällt, wir müssen es lernen auf den Heiligen Geist zu hören.
Ohne ihn ist alles Menschenwerk! Es sieht schön aus, es funktioniert aber es ist keine Kraft darin! Paulus hat in der Kraft des Geistes Gemeinde gebaut, und diese hat alles auf den Kopf gestellt in der alten Welt des Römischen Reiches. Jetzt wird nichts mehr auf den Kopf gestellt und im Namen und der Kraft Gottes gewirkt. Das liegt aber nicht an Gott, sondern an uns, weil wir unsere eigenen Vorstellungen vom Reich Gottes haben. Den selben Fehler haben schon die Pharisäer und Schriftgelehten gemacht und im Ergebnis haben sie den Sohn Gottes nicht erkannt, sondern ihn kreuzigen lassen.
Spätestes nach der Entrückung wird klar sein, wer Bürger des Reiches Gottes ist und wer nicht. Nur werden die Kinder Gottes dann nicht mehr gefragt werden können, weil sie weg sind. Nicht eine Mitgliedschaft gibt mir die Heilsgewissheit, sondern der Heilge Geist selbt gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind(Röm 8, 16). Fehlt diese Bestätigung, dann bin ich noch nicht dabei. Wer sie hat, weiß es und ist Gottes Hausgenosse.
Im Johannesevangelium wird an mehreren Stellen daruf hin gewießen, dass nur der Glaube an Jesus und an den, den er gesandt hat(JAHWEH Zebaoth) zum ewigen Leben führt. Ich habe ein Gegenüber, das mich erlöst hat, Jesus Christus und kann in einer Organisation sein, das ist aber nicht heilsnotwendig, denn Gott kennt seine Kinder. Er braucht keine Mitgliedslisten, um zu wissen, wer zu ihm gehört, denn er hat uns vor Grundlegung der Welt erwählt(Eph 1, 4) und seine Berufungen können ihn nicht gereuen, sie sind und bleiben gültig. Nur wenn ich nicht will, kann ich mich von ihm lossagen,doch ich wäre sehr blöd, es zu tun, ein solche große Rettung auszuschlagen(Heb 2, 3).

Stef - 28. April 2010

Der Hinweis auf das Gleichnis vom Unkraut im Weizenfeld (Mt 13,24-30) ist sehr gut und wichtig. Ich verstehe es so – ähnlich wie Du es ausgedrückt hast -, dass es im „Reich Gottes auf Erden“ bzw. der Kirche sowohl guten Samen (gläubige und treue Christen) als auch Unkraut (ungläubige bzw. im Herzen nicht wirklich umkehrwillige Christen) gibt.
Es ist damit richtig, dass die Kirchenzugehörigkeit nicht unbedingt ausschlaggebend ist dafür, ob man in den Himmel kommt, sondern der eigene Glaube und Lebenswandel (selbst Menschen außerhalb der Kirche können ja prinzipiell gerettet werden, vgl. auch Röm 2,14-16).
Damit ist aber nicht gesagt, dass es egal wäre, ob man sich zur Kirche hält oder sich von ihr absondert. Jesus hat explizit die Menschen in Seine Gemeinschaft auf Erden, der Kirche, ge- und berufen (Mt 16,18; Mt 28,18-20). Und das macht ja auch Sinn. Wir brauchen einander, um es in den Himmel zu schaffen. Wir brauchen Menschen, die uns lehren, aber auch Menschen, die uns trösten, im Glauben aufrichten und uns ihre Liebe schenken. Es geht ja nicht einfach nur um Äußerlichkeiten, sondern um echte (liebevolle) Beziehungen.
Die Kirche Gottes lässt sich mit einer Familie vergleichen, in die wir erst mal durch die Taufe „hineingeboren“ werden (und wir somit unsere Glaubensgeschwister und übrigens auch unsere „Hirten“ nicht aussuchen können), die aber nur dann lebendig ist, wenn die Beziehungen untereinander und zu Gott gepflegt werden.
Wir gehören also bereits aufgrund der Taufe zur Kirche, selbst wenn wir uns nicht (mehr) ausdrücklich zur Kirche bekennen. Und andererseits hört die Kirche nicht einfach auf zu existieren, wenn es in ihr viele Missstände gibt (wie es zu ziemlich allen Zeiten der Fall war, selbst zur Zeit der Apostel). Aber natürlich sind wir jederzeit aufgerufen, uns durch unseren Glauben und Liebe als echte Christen zu erweisen. Und genauso gilt das für die Kirche als Organisation bzw. Institution in ihrer Gesamtheit.
Von dem her kann ich Dir nur zustimmen, dass „nicht eine Mitgliedschaft mir die Heilsgewissheit“ schenkt, sondern meine Taufe und meine lebendige (d.h. wirklich gelebte) Glaubensbeziehung zu Gott.

18. flunra - 28. April 2010

Lieber Stephan, es ist schwer Dir zu antworten, denn Du bist zweigeteilt. Einmal habe ich es mit einem Mitglied Deiner Kirche zu tun. Auf der anderen Seite bist Du ein Gläubiger an Jesus Christus und damit Glied am Leib Jesu.
Durch Deine Taufe bist Du Mitglied Deiner Kirche geworden. Sie ist rituell an Dir vollzogen worden, als Du nicht davon gemerkt hast. Man könnte sogar boshaft sagen, das Du vergewaltigt worden bist. Das Rituell bezieht sich auf die Ausführung, denn Taufe heißt Baptiste und das heißt zu Deutsch völlig versenken, untertauchen, was man mit Dir sicher nicht gemacht hat.
Glied des Leibes Christ wird man durch den Glauben an den Sohn Gottes und an sein Opfer, dass unsere sündige Natur beseitigt hat. Durch den Glauben werden wir Kinder Gottes, aus Gott gezeugt. Der Heilige Geist gibt Zeugnis unserem Geist, das wir Gottes Kinder geworden sind(Röm 8, 16). Diese Gotteskindschaft kann ich durch keine Mitgliedschaft in irgend einer Kirche erreichen, sie wird mir von Gott direkt geschenkt und bezeugt. So ist die Gemeinschaft mit dem Vater Gott wichtiger, als jede Mitgliedschaft. Wenn Du aus Waser und Geist wiedergeboren bist(Joh 3, 5 + 8), dann müsstest Du mich verstehen, was ich Dir schreibe. Aus Deinen Antworten muss ich aber schließen, das Du gar nicht weißt , worüber ich schreibe.
Seid ich Christ bin, ist für mich eine Kirche immer nur ein Gebäude. Die Gemeinschaft von Christen in der ich lebe, ist die Eklesia oder der Leib Jesu. Zu Gottesdienst kommen nicht nur Christen, sondern auch solche, die es sein wollen, aber es nicht sind. Dann gibt es noch die Heiden, die sich für den Gottesdienst und seine Inhalte interrsieren. Je nach dem, mit wem sie in dem Gottesdienst zusammen kommen und sich austauschen, können sie Christen werden oder aber nur Mitglieder der Organisation, deren Gottesdienst sie besuchen. Bei der Entrückung wird die Spreu von Weizen getrennt.
In Antiochien wurden die an Jesus Gläubigen zu erst Christen genannt. Sie waren schon Christen, obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Kriche in heutigen Sinne gab. Aber sie hatten alle Merkmale eines Kind Gottes. Sie waren von neuem geboren und sind mit dem Heiligen Geist erfüllt gewesen. Sie bezeugten Jesus Christus als Herrn ihre Gemeinschaft und sprachen von dem neuen Leben in Christus. Die doppelte Klammer nach Joh 17 war ihnen bewusst: Christus in mir und ich in Christus. Dies gab ihnen ihre innere Festigkeit. Sie brauchten keinen äußeren Rahmen. Sie waren 24 Stunden am Tag mit dem Haupt Jesus durch den Heiligen Geist verbunden. Dies trifft auch für die zu, die jetzt als Wiedegeborene leben.

Stef - 29. April 2010

Lieber flunra,
ich denke, dass Du einige meiner Ansichten, die ich oben erläutert habe offensichtlich noch nicht richtig verstanden bzw. nicht wirklich wahrgenommen hast.
Mit „Kirche“ meine ich doch kein Kirchengebäude oder eine formale (weltliche) Organisation, sondern den Leib Christi, der in dieser Welt durch die Kirche sichtbar wird (wie sonst könnten wir sonst der Welt Zeugnis von Jesus geben?).
Natürlich wird ein Mensch nicht durch die formale Kirchenmitgliedschaft gerettet, sondern durch Taufe und ein gläubiges Leben. Aber das hatte ich ja bereits oben so geschrieben. Von dem her verstehe ich nicht, warum Du dieses Thema nochmals ansprichst. Wir sind da doch einer Meinung!
Ich denke, dass Du Gegensätze kreierst („Einmal habe ich es mit einem Mitglied Deiner Kirche zu tun. Auf der anderen Seite bist Du ein Gläubiger an Jesus Christus und damit Glied am Leib Jesu“), wo nicht zwingend welche sind. Warum sollte man nicht sowohl Teil einer kirchlichen Gemeinschaft sein dürfen, wenn man ein gläubiger Christ ist (ganz abgesehen davon, dass Jesus uns zu dieser Gemeinschaft auf- bzw. beruft)?
Du schreibst weiterhin:

Durch Deine Taufe bist Du Mitglied Deiner Kirche geworden. Sie ist rituell an Dir vollzogen worden, als Du nicht davon gemerkt hast. Man könnte sogar boshaft sagen, das Du vergewaltigt worden bist. Das Rituell bezieht sich auf die Ausführung, denn Taufe heißt Baptiste und das heißt zu Deutsch völlig versenken, untertauchen, was man mit Dir sicher nicht gemacht hat.

Erstmal bin ich durch die Taufe nicht einfach Mitglied „meiner Kirche“, sondern Teil DER Kirche geworden (und das gilt für jeden Christen, egal in welcher christlichen Gemeinschaft er getauft wurde). Denn die Taufe gliedert einen Menschen in den einen Leib Christi ein (unabhängig welcher Konfession er angehört). Zweitens, selbst wenn meine Taufe als Baby nicht gültig gewesen wäre (was sie aber definitiv ist, siehe „Über Kindertaufe und Erbsünde“), bin ich ja später als Erwachsener in einer freien (nicht-katholischen) christlichen Gemeinde nochmals durch Untertauchen getauft worden.
Du schreibst:

Diese Gotteskindschaft kann ich durch keine Mitgliedschaft in irgend einer Kirche erreichen, sie wird mir von Gott direkt geschenkt und bezeugt. So ist die Gemeinschaft mit dem Vater Gott wichtiger, als jede Mitgliedschaft.

Hier kreierst Du wieder einen Gegensatz, der nicht zwingend vorliegen muss. Ich hatte ja mehrfach gesagt, dass eine Kirchenmitgliedschaft nicht ausreicht, um gerettet zu werden. Aber sie hindert mich auch nicht daran, gerettet zu werden. Ganz im Gegenteil. Natürlich ist es richtig, dass es in der kath. und auch in der evang. Kirche jede Menge Namenschristen gibt, die eigentlich gar nicht wirklich gläubig sind. Das ist schlimm und traurig. Das Problem liegt aber nicht an der Kirchenmitgliedschaft per se, sondern an der allgemeinen Glaubenskrise. Und diese wird nicht einfach dadurch gelöst, dass wir alle christliche Gemeinschaft auflösen und wir nur noch für uns selbst als Christen leben. Wo bleibt da die Gemeinschaft, wo die geschwisterliche Liebe, wo die Lehre, wo die Ermahnung, wo die Tröstung? Wie willst Du als Einzelner das Herrenmahl bzw. die Eucharistie feiern?
Die Alternative, die von vielen antikirchlich eingestellten Christen vorgeschlagen bzw. vorgelebt wird ist eine Zersplitterung der Christenheit in tausende von Einzelgruppen, die sich i.d.R. gegenseitig bekämpfen, weil sie keinen wirklich gemeinsamen Glauben haben. Ist das (wirklich) die Lösung?
Lies Dir mal die Apostelgeschichte genau durch und prüfe, ob Du in einer solchen Gemeinschaft lebst. Oder studiere mal darüber wie die Alte Kirche gelebt hat, die sehr viele Märtyrer hervorgebracht hat. Du wirst sehr schnell feststellen, dass es bereits damals sehr wohl kirchliche (Leitungs-)Strukturen gab.
Natürlich gibt es heute viele Missstände in der Kirche. Die müssen angegangen werden. Das ist klar. Aber ein Fliehen vor Problemen in christliche Sondergruppen ist m.E. keine Lösung für die Christenheit bzw. für den weltweiten Leib Christi (das weiß ich aus eigener, leidvoller Erfahrung).
Übrigens habe ich bei meiner Auslegung des Gleichnisses vom Weizen und Unkraut (Mt 13,24-30) nur einen recht eng gefassten Aspekt herausgegriffen. Das Gleichnis besagt natürlich noch sehr viel mehr (siehe hierzu z.B. die Auslegung der Kirchenväter dieser Stelle in der Catena Aurea von Thomas von Aquin)

19. flunra - 5. Mai 2010

Lieber Stephan, danke für Deine ausführliche Antwort, die aber das Problem nicht löst.
Gott ist ein eifersütiger Gott, der die Ehre keinem anderen gibt. So ist er alleine der Handelnde, der Dich in das Reich Gottes hinein bringt. Er hat den Glauben an seinen Sohn Jesus zur alleinigen Bedingung gemacht, wenn er jemandenden in sein Reich aufnimmt. Dieses Reich ist ein geistiges Reich für uns, bis wir es mit einem neuen Geistleib betreten können. Dann werden wir den Vater von Angesicht zu Angesicht sehen. Außerdem hat Gott der Vater, Jesus zum Hohenpriester füe alle Gläubigen gemacht, damit er uns bei ihm vertreten kann. Es gibt keinen Mittler zwischen dem Vater und uns außer Jesus Christus. Deshalb steht im Hebräerbrief, dass Jesus uns den neuen Weg eröffnet hat(Heb 10, 19 – 21), damit wir den Vater erreichen können, ohne irgend welche Hindernisse durch andere Menschen.
Ich habe noch 2 Beispiele, um unsere Stellung darzustellen:
1. Ich bin Radebeuler, ich bin Sachse, ich bin Deutscher, ich bin Europäer, ich bin ein Mensch auf dieser Erde, ich bin Vater, ich bin Ehemann, ich bin Großvater… Die Reihe lässt sich fortsetzen mit Verwandtschaftsgraden, Hobbys und gelernten Berufen und angelernten Fähigkeiten mit oder ohne Abschluss.
Alle diese „ich bins“ haben in der Welt ihre Berechtigung und Bedeutung. Im Bereich des Geistes aber sind sie nichts wert. Bei Gott gilt nur bist du mein Kind, oder bist du noch getrennt von mir. Wenn du nicht sein Kind bist, hast du auch keine geistigen Geschwister auf der Erde. Nach meinem Ja zu Jesus Opfer, wurde ich hineingeboren in sein Reich und gehöre seitdem zur Familie Gottes.
2.Bei mathematischen Aufgaben kannst du dich verrechnen oder auch den falschen Ansatz wählen. In beiden Fällen ist das Ergebnis falsch. Doch nun kommt der Unterschied vom Prüfenden:
Wär den falschen Ansatz gewählt hat und mit den vorhandenen Zahlen richtig gerchnet hat, bekommt keine Punkte.
Wär aber den richtigen Ansatz gewählt hat, sich aber mit den Zahlen verhaspelt hat und alle Rechenschritte richtig waren, der b ekommt Punkte für die Lösung, auch wenn sie rechnerisch falsch ist.
Wenn der Zweite mit anderen Zahlen, den gleichen Rechenweg einschlägt und sich nicht verhaspelt, kommt es ans richtige Ziel.
Der Erste kann immer richtig rechnen, aber der Lösungsweg ist falsch, so kommt er nie ans richtige Ziel.
Wenn wir Fehler machen, können wir bei Gott immer wieder neuanfangen(1.Joh1, 9 So wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht und vergibt uns unsere Schuld…), doch der Weg muss richtig sein.
Gottes Wort ist immer die höhere Instanz. Es ist wahr und siebenfach geläutert, schärfer wie ein zweischneidiges Schwert und stark wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt. Dazu richtet es das aus, wozu es gesandt wurde: Menschen zu retten und in die Nachfolge zu rufen, zur Ermahnung und zur Zurechtweisung und zum Trost.
Gott und sein Wort sind immer eins. Jesus Christus ist das fleischgewordene Wort Gottes, der Logos, der am Anfang bei Gott war.
Paulus schreibt im Galaterbrief, dass der Christus in uns Gestalt gewinnen muss(Gal 4, 19+20). Nur wenn Christus aus mir heraus strahlt, kann ich Licht in dieser Welt sein. Bis jetzt habe ich noch keinen Menschen gefunden, der das Licht des Christus in sich oder einem anderen Menschen anzünden konnte. Das Licht wird immer von Gott selbst angezündet, der möchte, dass wir seinen Sohn verherrlichen mit unserem Leben(Eph 1, 3 -14).
Verherrliche Gott mit Deinem Leben.

20. Stef - 31. Mai 2010

(Hier meine leider etwas verspätete Antwort aufgrund Krankheit und PC-Problemen:)
Lieber flunra,
ich weiß nicht, ob wir hier etwas aneinander vorbeireden. Was genau kritisierst Du denn? Wo widersprechen Deine Aussagen meinem Glauben bzw. dem Glauben der kath. Kirche?
Auch die kath. Kirche lehrt, dass es nur EINEN Mittler zur Erlösung der Menschen gibt, nämlich Jesus Christus. Das ist die eine Sache. Die andere Sache ist wie Menschen vom Heil durch Jesus Christus ganz praktisch erfahren und wie sie es dann konkret für sich in Anspruch nehmen können. Die Bibel ist hierüber denke ich ganz klar: es sind Menschen (und nicht Jesus selbst oder ein Engel), die das Evangelium verkünden. Diese Menschen (Apostel, später Älteste, Bischöfe und auch jeder Christ) gehören zur Kirche Gottes. Es ist also die Kirche, durch die Gott wirkt und den Weg zum Heil den Menschen mitteilt. Jesu ist der Einzige, der die Menschen retten kann, aber Menschen werden von Gott „benutzt“, um das Evangelium „unter das Volk zu bringen“. Das ist kein Erfindung der kath. Kirche, sondern Gottes Plan.
Es stimmt zwar, dass der Mensch durch den Glauben gerettet wird. Aber es stimmt auch, dass man getauft werden muss, um in das Reich Gottes eingehen zu können (vgl. Joh 3,5).
Die Kirche lehrt und praktiziert genau das, was in der Bibel steht (und das seit 2000 Jahren). Wo gibt es also Deiner Meinung nach ein Problem?
Im Folgenden möchte ich nun noch etwas detaillierte auf Deine Aussagen eingehen.
Du schreibst:

Gott ist ein eifersütiger Gott, der die Ehre keinem anderen gibt. So ist er alleine der Handelnde, der Dich in das Reich Gottes hinein bringt.

Ich stimme zwar darin überein, dass es in Wahrheit Gott ist, der einen Mensch in das Reich Gottes bringt gemäß der Aussagen Jesu: „Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.“ (Joh 6,44/EÜ), „Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.“ (Joh 6,65), „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ (Joh 12,32/EÜ) und „Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Joh 14,6), aber schließt das aus, dass es MENSCHEN sind, die mir dabei helfen bzw. Gott als Werkzeuge benutzt? Oder kamst Du selbst ohne jede Belehrung oder Hilfe von anderen Menschen/Christen in das Reich Gottes? Wer hat Dich denn getauft? Du Dich selbst?
Jesus hat die Aposteln dazu berufen, „Jünger Jesu“ (also Christen) zu „machen“, indem sie das Evangelium verkünden, die Menschen lehren und sie auch zu taufen:
„18 Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. 19 Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,18-20/EÜ)
D.h., der Zweck der Kirche ist, das Werk Christi in dieser Welt sichtbar und fassbar weiter zu führen. Jesus Christus selbst hat Menschen dazu berufen und ihnen diese Aufgabe quasi „delegiert“. Und darin liege auch Gottes Ehre, dass wir Christen Gott durch Annahme dieses Auftrages verherrlichen. Das Reich Gottes, das sicherlich in erster Linie geistlich zu verstehen ist bzw. sich erst in der Zukunft vollständig erfüllt, wird in unserer Zeit durch die Kirche, zwar unvollkommen, dennoch in realer Weise, sichtbar und für uns Menschen wirksam gemacht. Ohne Kirche, keine Verbreitung des Evangeliums, keine Bibel, keine Taufen, keine Lehre etc.
Für Dich mag diese Kirche nicht die kath. Kirche sein, aber sie muss zumindest aus (sichtbaren) Christen bestehen, die im Auftrag Jesu handeln. Das ist völlig biblisch und beraubt Gott auch nicht Seiner Ehre, denn schließlich war es Seine „Idee“ 😉
Lies doch auch mal, was der Katechismus der katholischen Kirche zum Reich Gottes schreibt (siehe KKK#671, http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P21.HTM#9D):

„Das Reich Christi, in der Kirche schon gegenwärtig, ist jedoch noch nicht durch die Ankunft des Königs auf Erden „mit großer Macht und Herrlichkeit“ (Lk 21,27) [Vgl. Mt 25,31] vollendet. Es wird noch von bösen Mächten angegriffen [Vgl. 2 Thess 2,7], obwohl diese durch das Pascha Christi im Grunde schon besiegt sind. Bis ihm dann alles unterworfen sein wird [Vgl 1 Kor 15,28], bis es „neue Himmel und eine neue Erde geben wird, in denen die Gerechtigkeit wohnt, trägt die pilgernde Kirche in ihren Sakramenten und Einrichtungen, die zu dieser Zeit gehören, die Gestalt dieser Welt, die vergeht, und weilt selbst unter den Geschöpfen, die seufzen und bis jetzt noch in Wehen liegen und die Offenbarung der Kinder Gottes erwarten“ (LG 48). Aus diesem Grund beten die Christen, besonders in der Eucharistiefeier [Vgl. 1 Kor 11,26], um das rasche Eintreten der Wiederkunft Christi [Vgl. 2 Pelr 3,11-12], indem sie zu ihm rufen: „Komm, Herr!“ (1 Kor 16,22; Offb 22, 17.20).“(KKK #671)

Der Katholische Erwachsenen-Katechismus (der Katechismus der deutschen Bischofskonferenz) schreibt zum Thema „Reich Gottes“ Folgendes (siehe http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier/Integrale?SID=CRAWLER&MODULE=Frontend&ACTION=ViewPage&Page.PK=4613):

* Vom Wachsen des Reiches Gottes

Für Jesus ist das Reich Gottes eine Realität, deren vollendete Wirklichkeit er erst für die Zukunft verheißt, die aber verborgen, klein, unansehnlich und unscheinbar schon jetzt beginnt und sich durch Gottes Macht in der Welt durchsetzen wird. In diesem Sinn beschreibt Jesus das Kommen des Reiches in den Gleichnissen vom Sämann, vom Wachsen der Saat, vom Senfkorn, vom Sauerteig u. a. (vgl. Mk 4; Mt 13)…
(Seite 149)

* Beten um das Kommen und Wachsen des Reiches Gottes
Das Entscheidende an der Botschaft Jesu vom Kommen der Herrschaft Gottes ist, dass die Erfüllung dieser Menschheitshoffnung nicht Tat und Leistung der Menschen, sondern ausschließlich und alleine Tat und Gottes Geschenk ist. Letztlich meint das Kommen der Herrschaft Gottes das Kommen Gottes selbst. Für Jesus ist das Reich Gottes also keine innerweltliche (politische, gesellschaftliche, soziale, kulturelle) Größe. Es beinhaltet eine Verheißung. Deshalb können wir das Reich Gottes nicht bauen und erst recht nicht mit Gewalt herbeizwingen, nicht durch moralische, soziale, wissenschaftliche, kulturelle oder politische Anstrengung.
Wir können um sein Kommen beten: Dein „Reich komme“ (Mt 16,10).
(Seite 147)

* Kirche und Reich Gottes
Die Kirche ist noch unterwegs zu ihrer endzeitlichen Vollendung. Sie ist pilgernde Kirche, die in ihren Sakramenten und Einrichtungen, die noch zu dieser Weltzeit gehören, die Gestalt dieser Welt trägt…
In der Kirche sind aber die Kräfte des kommenden Reiches Gottes schon wirksam; besonders in der Feier der Liturgie wird die endzeitliche Verherrlichung Gottes schon jetzt vorweggenommen (vgl. LG 50-51; SC 8). Dennoch ist die Kirche nicht das Reich Gottes. Sie nimmt vielmehr an der Knechtsgestalt Jesu teil: Sie ist die Kirche der Armen und der Leidenden; sie ist die Kirche der Sünder, sie ist stets der Reinigung bedürftig und muss immerfort den Weg der Buße und der Erneuerung gehen; sie ist schließlich die verfolgte Kirche, die ihren Weg durch Prüfungen und Trübsale hindurch gehen muss (vgl. LG 8).
So ist sie nur „Keim und Anfang“ des Reiches Gottes auf Erden (LG 5). Sie ist ein messianisches Volk und für das ganze Menschengeschlecht die unzerstörbare Keimzelle der Einheit, der Hoffnung und des Heils (LG 9).

Noch zu Deiner folgenden Aussage:
Zu

Er hat den Glauben an seinen Sohn Jesus zur alleinigen Bedingung gemacht, wenn er jemandenden in sein Reich aufnimmt.

Das stimmt m.E. nicht ganz (je nachdem wie man „Glauben an Christus“ versteht“), oder was sagen Deiner Meinung nach folgende Bibelstellen aus?

„Ihr seht, dass der Mensch aufgrund seiner Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein.“ (Jak 2,24/EÜ)

8 Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft – Gott hat es geschenkt -, 9 nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann. 10 Seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus dazu geschaffen, in unserem Leben die guten Werke zu tun, die Gott für uns im Voraus bereitet hat.“ (Eph 2,8-10/EÜ)

“45 Darauf öffnete er [Jesus] ihnen [den Jüngern] die Augen für das Verständnis der Schrift. 46 Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, 47 und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.“ (Lk 24,45-47)

„37 Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder? 38 Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ (Apg 2,37-39/EÜ)

„Werft den nichtsnutzigen Diener [der sein „Talent“ in der Erde vergraben hatte, statt es für Gott einzusetzen] hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. 31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. 33 Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. 34 Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. 35 Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; 36 ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“ (Mt 25,30-36)

Es gibt noch mehr Stellen, die darauf hinweisen, dass Glaube und gute Taten zusammen gehören (vgl. http://www.scripturecatholic.com/justification.html#justification-I). Ein Glaube, der nur intellektueller Natur ist ohne sichtbare Folgen im persönlichen Leben ist kein rettender Glaube. Wenn also Glaube (bei mündigen Menschen) nicht auch die entsprechenden „Taten des Glaubens“, der „Umkehr“ bzw. der „Früchte des Glaubens“ (Wiedergutmachung, Taten der Nächstenliebe etc.) zeigt, dann muss man davon ausgehen, dass der Glaube nicht wirklich echt bzw. tief ist bzw. der betreffende Mensch offenbar davon ausgeht, dass es ausreichen würde, wenn man nur Glaubenssätzen formal (intellektuell) zustimmt, die Konsequenzen daraus (Gebote Jesu) aber ignorieren dürfe. Dem ist aber nicht so! Und das ist bedauerlicherweise auch ein gravierendes Manko in der praktischen Glaubensverkündigung (nicht der offiziellen Lehre) der kath. Kirche heute (zumindest in Deutschland).
Zu:

Dieses Reich ist ein geistiges Reich für uns, bis wir es mit einem neuen Geistleib betreten können. Dann werden wir den Vater von Angesicht zu Angesicht sehen.

Dass das Reich Gottes erstmal ein geistiges Reich bzw. ein Reich des Himmels ist stimmt natürlich. Aber wie oben ausgeführt macht es sich in der Kirche (hoffentlich!) sichtbar. Das ist kein Widerspruch. Das Reich Gottes ist ein Begriff, der sehr vielschichtig ist. Einmal wird er von Jesus für Seine Person selbst verstanden, dann ist davon die Rede, dass das Reich Gottes schon da ist und ein andermal, dass es erst noch kommen wird. Sicherlich ist es nicht richtig die Kirche mit dem Reich Gottes gleich zu setzen. Aber es gibt dennoch gewisse „Schnittmengen“.
Zu:

Außerdem hat Gott der Vater, Jesus zum Hohenpriester füe alle Gläubigen gemacht, damit er uns bei ihm vertreten kann. Es gibt keinen Mittler zwischen dem Vater und uns außer Jesus Christus. Deshalb steht im Hebräerbrief, dass Jesus uns den neuen Weg eröffnet hat(Heb 10, 19 – 21), damit wir den Vater erreichen können, ohne irgend welche Hindernisse durch andere Menschen.

Es ist richtig, dass Jesus der einzige Mittler für das Heil der Mensch ist, das schließt aber nicht aus (und so ist eben auch der Heilsplan Gottes), dass Jesus Menschen als Seine Werkzeuge beruft, um dieses Heil den Menschen zu „vermitteln“. Diese Menschen, zuerst die Apostel, danach ihre Nachfolger sollten auch nicht als „Hindernisse“ angesehen werden, sondern ganz im Gegenteil als „Hilfsmittel“, um den Menschen das Heil zu bringen (nicht zu erwirken! Das kann nur Gott!). Jesus hat dazu Menschen beauftragt, u.a. Sünden (in Seinem Namen!) zu vergeben (Joh 20,23), die Taufe zu spenden (Mt 28,18-20). Dass die Kirche zur Zeit der Reformation bei vielen Menschen als störende Mittlerin angesehen wurde, liegt m.E. eher an Missständen in der Kirche begründet als in der theologischen Grundlage, die Jesus selbst gelegt hat. Denn schließlich war Er es, der die Apostel, und damit die Kirche zu diesem „Heilsvermittlerdienst“ berufen hat. Nochmals: die Kirche kann nicht selbst das Heil für die Menschen erwirken, das kann nur Jesus, aber sie kann und soll das Heil ganz praktisch den Menschen anbieten („vermitteln“) durch Taufe, stellvertretende Sündenvergebung (Beichte) und durch das eucharistische Brot (Joh 6,51).


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